The Malta Story, Part 3

 

Meine Tour nach Sizilien

 

Donnerstag, 30.09.2010

Um 4 Uhr war die Nacht vorbei, das Handy klingelte pünktlich, aufstehen, duschen, Zähneputzen, Kontaktlinsen rein, Klamotten anziehen und fertig.

Tasche geschnappt und runter zur Rezeption, dort stand auch Kaffee bereit, also ich hatte den nicht bestellt, bediente mich aber sofort.

Heute geht es mit Oasis noch Sizilien.

Pünktlich um 5.15 Uhr kam der Bus zum abholen, rein setzen und weiter geht’s zu anderen Hotels in Qawra und St.Juliens und um kurz vor 6 Uhr waren wir dann an der Fähre nach Pozzallo, Sizilien.

Die letzten Autos und LKW wurden verladen was man auf dem Raucherdeck stark spürte, die Aussicht zu den drei Städten war wunderschön mir der gelben Beleuchtung nur leider etwas zu dunkel um Topp Bilder zumachen, ein paar Bilder konnte ich aber doch machen, dann kam eine Dame der Gesellschaft und meinte man müsse jetzt reingehen, da wir losfahren und während der Fahrt darf keine draußen sein.

Also gingen alle Raucher rein und setzten sich auf die freien Plätze und diese waren nicht gerade wenig.

Unser Schiff hieß übrigens „M/V Maria Dolores“ und gehört zu der Reederei Virtusferrie (  www.virtuferries.com  ).

M/V Maria Dolores, Bildquelle: www.virtuferries.com
M/V Maria Dolores, Bildquelle: www.virtuferries.com

 

Zusatzinfo:

Am Montag den 04.10.2010 wurde übrigens eine neue Fähre in Dienstgestellt mit dem Namen „Jean de la Vallette“.

Die M/V Jean de la Vallette ist ca. 107 Meter lang, 24 Meter breit, kann bis zu 1000 Passagiere aufnehmen, 107 Passagiere für die VIP Lounges, die Fähre hat sogar einen Außenbereich für bis zu 110 Passagiere der Economy und VIP Klasse, sowie 156 Autos oder 45 Autos und 342 LKW. Die fast 50.000 PS bringen ca. 39 Knoten, was ca. 70 Kilometer pro Stunde sind.

M/V Jean de la Vallette, Bildquelle: www.virtuferries.com
M/V Jean de la Vallette, Bildquelle: www.virtuferries.com

Gebaut wurde die neue Fähre in der Zeit vom 04.12.2009 bis 25.04.2010 in Perth, Australien.

Soviel zur neuen Fähre „M/V Jean de la Vallette“.

 

 

 Jetzt hätte ich beinahe den Faden zu der eigentlichen Schreiberei verloren vor lauter lauter neue Fähre usw….aber weiter im Text.

Ich setzte mich rechts neben das Seitenfenster, was sich später als großer Fehler heraus stellen sollte, und konnte die Skyline von den drei Städten in der Morgendämmerung genießen, als die Fähre langsam den Grand Harbour verließ.

Kaum hatten wir den schützenden Hafen verlassen, wurde die See sehr unruhig, was sich bei mir auch sofort bemerkbar macht….da war es wieder, dieses Gefühl in Magengegend, das mir sagte, es muss bald was raus….Schiffe und ich, ich denke wir werden NIE Freunde werden. Obwohl es an Bord recht kühl war, schwitze ich wie bei +45 Grad in der Sonne, andere Passagiere die ein paar Sitze weiter neben mir saßen, schauten mich schon sehr komisch, als würden sie ein Allien sehen.

Als dann noch eine Mitarbeiterin der Crew mich ansprach, ob alles OK sei, muss ich wohl sehr komisch angesehen haben, da sie auch gleich sagte, sie könne das verstehen…..„Sehe ich tatsächlich aus wie ein Allien?“ fragte ich Sie, sie sah mich an und meinte ganz nett und freundlich: „Ein bisschen!“

„Sie sollten sich besser in die Mitte setzen, als an die Fensterseite, dann verträgt man die Fahrt besser!“ sagte die nette Dame zu mir, „aber wenn Sie was brauchen, sagen Sie mir bescheid!“. Klar werde ich machen….wenn es dann nicht zu spät ist…..und immer noch hatten wir 80 Minuten fahrt vor uns.

Ich machte das Beste aus meiner Situation, kaute Kaugummis, schloss die Augen, atmete tief durch…..so als wollte ich ein Kind zur Welt bringen…und immer noch 50 Minuten fahrt.

Tief durchatmen, Kaugummi kauen so verbrachte ich die Zeit bis zum eintreffen in Pozzallo um 8.15 Uhr.

Nix wie raus dem Dampfer, man war ich froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben……wenn aber jetzt einer denkt, das ich vor lauter Dankbarkeit den Papst gemacht habe, nach dem Aussteigen, nee nee, das könnt ihr vergessen, so einen Scheiß mach ich nicht.

Es ging dann auch gleich weiter zu den beiden Bussen, welche auf uns am Kai warteten, ich hatte das Glück in einem Bus mit wenig Leuten an Bord und einem Reiseleiter der Deutsch spricht und täglich Weihnachten hat, denn sein Name war „Natale“, dt. für Weihnachten, das Pech war aber, das er im Bus nur Englisch gesprochen hat…..schlecht für mich, aber es ging mit dem verstehen…ich machte das beste daraus.

Nach einer kurzen Bestandsaufnahme der Personen im Bus, setzten sich die Busse in Bewegung, unser erstes Ziel war Taormina, ca. 2 ½ Stunden Fahrtzeit, was ich nutzte um ein paar Bilder zumachen, aber die meiste Zeit war ich am dösen, was mir auch gut tat, weil ich doch fertig war.

Gegen kurz nach 11 Uhr sind wir dann in Taormina eingetroffen, die Anfahrt gestaltete sich aber als eine Herausforderung, jedenfalls für mich wäre es eine gewesen, der Busfahrer meisterte die Serpentinen echt super, lustig wurde es, wenn ein anderer Bus entgegen kam, oder wenn die mit ihren Vespas zwischen den Fahrzeugen durchkurvten, echt lebensmüde.

Am Busterminal angekommen, sind wir dann Richtung Centrum marschiert, immer schön bergauf….ich hasse es….dort angekommen, hat der Reiseleiter noch etwas erzählt, dann hat er uns in unsere Freiheit entlassen und wir konnten für 2 ¾ Stunden tun und lassen was wir wollten.

Ich hab erst einmal das Stille Örtchen aufgesucht, da ich schon Froschaugen hatte, auf dem Boot wollte ich nicht, da ich nicht weiß, ob ich die Kloschüssel getroffen hätte.

Dann erst mal einen Kaffee für 3.80 Euro getrunken, naja, laut dem Reiseleiter ist Taormina das Nizza von Sizilien, also ein teures Pflaster. Nach meinem Kaffee bin ich erst einmal auf Motive suche gegangen, ein paar Bilder hier und da gemacht, dann bin ich wieder zurück zum Busterminal gegangen und noch weiter zu der einen Aussichtsplattform, die am vor dem Terminal liegt.

Von hier hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung, einen Panoramablick auf Giardini Naxos und die Strände ganz unten, hoffe die Bilder sind schön geworden. Eine halbe Stunde später bin ich dann zurück zum Busterminal und habe mich dort in dem Bistro eingenistet.

Später ging es dann wieder mit dem Bus nach Nickolosa.

In Nickolosa hatten wir den Besuch bei einer Verkostung von typischen sizilianischen Delikatessen, wie Wein aus Mandeln, verschiedene Pesto Sorten, Käse, Mandelkonfekt, Süße Brotaufstriche und Liköre. Alles war sehr interessant, aber die Liköre hatten es in sich, vor allem der eine rote….Viagra von Sizilien….nicht das ich es nötig hätte, aber man gab in mir zum probieren und mir hätte es beinahe die Kontaktlinsen rausgehauen. Das Zeug war der Hammer, ich finde noch heftiger als der Mamahuana aus der Dom. Rep., aber vom Geschmack her nicht so gut wie der Mamahuana, der ist Super.

Noch etwas benommen von der Viagralikör machte ich mich auf den Weg zum Bus, den ich auch gefunden habe….bin einfach den anderen gefolgt.

Von Nickolosa ging es dann auf 2000 Meter Höhe zum Ätna. Die Fahrt ging vorbei an eine Unmenge von Lavageröll, vorbei an ausgebrannten Häusern und Häusern die nur 2 Meter entfernt von dem Lavafluss stehen. Ein Haus, das im Jahre 1982 von der Lava eingeschlossen worden ist, ist total zerstört, aber die Leute haben überlebt, so der Reiseleiter.

Am 2000 Meter Höhe gelegenen Silvestri - Krater angekommen hat man einen Panoramablick auf den Fluss des Ätna und die Auswirkungen der letzten Eruptionen. Hier hatte man Zeit zum Besuch des Hauptkraters, der mit einen Unimog durchgeführt wurde und kostet ca. 28 Euro, dann ist man allerdings auf 2500 Meter.

Ich blieb auf 2000 Meter, ist hoch genug und es wurde auch kühler, in Nickolosa waren es noch +26 Grad, auf dem Ätna waren es +11 Grad. Besucht wurden ein Andeckenläden die dort in großer Anzahl sind und verschiedene Artikel, Lavasteine, T-Shirt, Jacken, Post- und Landkarten, Olivenöl, verschiene Pestos, Figuren….unter anderem auch Staturen von Mussolini…. und vieles mehr.

Nach einem Kaffee in einer Bar noch schnell ein paar Postkarten geschrieben und in die Postbox geworfen, mal sehen wann die in Deutschland ankommen!?

Das Wetter wurde leider schlechter und kühler, so das man im kurzarm Hemd etwas fror. Von der Küste unten konnte man nichts mehr sehen, da dicke Wolken aufzogen und alles verhüllten, auch der Gipfel vom Ätna war nicht mehr zusehen…einfach nicht schön.

Nach 2 Stunden Aufenthalt, hieß es wieder einsteigen in die Busse, aber wir mussten noch auf eine Gruppe aus Bus Nummer 2 warten, weil da ein paar Leute ganz oben waren und die sollten ja noch mit, aber nach 10 Minuten waren die dann auch endlich da und wir konnten losfahren.

Zurück ging es über Nickolosa, an Catania, was auf der linken Seite zusehen war, vorbei an Siracusa, weiter Richtung Pozzallo wo wir gegen 20 Uhr eintrafen. Dort machten wir noch einen kurzen Stopp von 20 Minuten um etwas zu Essen, dann ging es weiter zum Hafen von Pozzallo wo schon unsere Fähre wartete.

Man verabschiedete sich und begab sich wieder auf die Fähre um die Rückreise nach Malta, Valletta, anzutreten.

Jetzt befolgte ich den Rat der Dame von der Crew und setzte mich in die Mitte des Schiffs, aber vorher holte ich mir noch etwas zu Essen, da ich Hunger hatte….das Stück Pizza in dem Restaurant vom Ätna war einfach nur „BÄÄÄÄÄH!“ und erzählte schon die ganze Zeit mit mir.

Also ein Sandwich und ein Kinnie gekauft und gegessen.

Gegen 21.30 Uhr legte die Fähre dann ab und die Rückfahrt war zwar genauso beschissen wie die Hinfahrt, aber ich verkraftete es jetzt besser, zwar hatte ich eine unwohles Gefühl, aber nicht ganz so schlimm wie am morgen….die Farbe habe ich nicht gewechselt….sollten Schiffe und Ich doch noch Freunde werden?

Um ca. 23 Uhr liefen wir dann in den Hafen von Valletta auf Malta ein, um 23.15 Uhr konnten wir endlich das Schiff verlassen und zum Bus gehen, der auf uns wartete, man wurde nach Hotels aufgeteilt und dann ging auch schon los.

Um 00.00 Uhr war ich dann im Hotel, ab in Bett und Gute Nacht.

 

 

 

Weiter geht’s im Text bei:

 

“The Malta Story, Part 3 – Meine Tage auf Malta“

 

 

 

 

 

 

“Wer Rechtschreibfehler und Grammatikfehler findet,

 

darf sie behalten.“