Das achtspitzige Kreuz - ältestes Wappen des Abendlandes

Ursprünglich handelte es sich um ein weißes Balkenkreuz, das die Kreuzfahrer, die zur Befreiung des Heiligen Landes kamen, auf ihren Kleidern trugen.

 

Die Mitglieder der Brudergemeinschaft des Hl. Johannes trugen es auf ihrer schwarzen Kukulle, die der Ordenstracht der Benediktiner nachgebildet war. Später wurde aus dem Balkenkreuz das Kreuz mit acht Spitzen. Das Kreuz kommt zum ersten Mal in dem Siegel des Ordenshospitals in Jerusalem vor.

 

Das Wappen dieses Ordens, das älteste bekannte Wappen im abendländischen Kulturkreis, trug damals schon das achtspitzige Kreuz.

Das Kreuz, das Zeichen der Erlösung, steht für das Bekenntnis zu Jesus Christus.

 

Die vier Arme des Kreuzes versinnbildlichen die vier Kardinaltugenden Keuschheit, Müßigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit, denen sich die Ordensritter verpflichtet sahen.

Die acht Spitzen des Kreuzes weisen einerseits auf die acht Seligkeiten der Bergpredigt hin, andererseits sollten sie an die Weisungen des Herrn an seine Getreuen erinnern:

 

Hungernde speisen,

 

Dürstende tränken,

 

Obdachlose beherbergen,

 

Nackte bekleiden,

 

Trauernde trösten,

 

Hilflose beschützen,

 

Kranke pflegen,

 

Tote begraben.

 

 

Diesen Aufgaben sahen und sehen sich die Ordensritter verpflichtet.

 

Gefunden wurde es auch am Zugang zur Helenenkapelle der Grabeskirche in Jerusalem und auf den Münzen der Stadt Amalfi.