Die Seligpreisungen

Das Ordenskapitel von 1489 sagt über das Kreuz:

 

„So sollen die Ritter vom Hospital, indem sie mit frommem Eifer sowohl die eine als auch die andere dieser Pflichten erfüllen, auf ihrem Gewande das Kreuz mit acht Spitzen tragen, damit sie eingedenk sind im Herzen, das Kreuz Christi zu tragen, geschmückt mit acht Tugenden, die sie begleiten.“

 

Mit kirchlicher Erlaubnis wurde das Kreuz auch auf die roten Waffenröcke der Ritter übertragen.

 

Bereits im Jahr 1485 wurden den acht Spitzen des Kreuzes die acht Seligpreisungen der Bergpredigt zugeordnet:

 

„Dann begann Jesus zu reden und lehrte sie.

Er sagte:

 

•Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

•Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

•Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

•Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;

denn sie werden satt werden.

•Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

•Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

•Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

•Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;

denn ihnen gehört das Himmelreich.

•Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.“ (Mt 5,2-11)

 

 

Die Seligpreisungen verweisen auf das, was Gott schenkt: Leben in Fülle. Das dürfen wir von Gott erwarten. Mit dem Kreuz erinnern wir die Menschen an die Gabe Gottes und bestärken uns als Gemeinschaft in diesem Glauben.