Die Trennung von Johannitern und Maltesern

Malteser gab es nicht nur auf Malta, sondern von Anfang an in ganz Europa, denn viele der von Kreuzfahrten und Pilgerreisen heimgekehrten Kreuzfahrer und Ritter hatten die segensreichen Einrichtungen des Ordens in Jerusalem gesehen oder sogar am eigenen Leib verspürt.

 

Sie vermachten dem Orden ihren Grundbesitz oder ließen sich sogar selbst in die Gemeinschaft aufnehmen. So verbreitete sich der Malteser-Orden über ganz Europa.

 

Es gab acht große Ordensprovinzen, die in 'Großpriorate', diese wiederum in 'Balleien' und 'Kommende' aufgeteilt wurden. Eine davon war die 'Ballei Brandenburg'.

Diese wandte sich 1545 dem Protestantismus zu und löste sich somit vom übrigen katholischen Malteser-Orden. 1811 wurde der evangelische Zweig von König Friedrich Wilhelm III. aufgehoben, 1852 allerdings als 'Königlich-Preußischer St. Johanniterorden' neugegründet.

 

Heute nennt er sich 'Ballei Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannes vom Spital zu Jerusalem', kurz Johanniterorden, und wendet sich primär der Krankenpflege zu.

 

Dem Johanniterorden gehören derzeit über 3.300 Ritter in sechs europäischen Ländern und in Übersee an.

 

1952 gründet der Orden die 'Johanniter-Unfallhilfe'.