Eine alte Tradition - Blick zurück

Die Geschichte der Malteser führt tief ins Mittelalter zurück - und zwar in die Zeit der Kreuzzüge mit ihren Kreuzrittern, den Pilgerscharen und den Kämpfen um die Heilige Stadt Jerusalem.

 

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Kirche hatte begonnen, als Papst Urban 1095 das Abendland aufforderte, die Heiligen Stätten im heutigen Israel, die damals unter der Herrschaft der Moslem waren, wieder in christliche Hand zu bringen. Besonders der europäische Adel, ihre Ritter und deren Heer waren diesem Aufruf zum ersten Kreuzzug gefolgt.

Im Jahr 1099 wurde Jerusalem eingenommen und die Ritter fanden dort ein schon länger bestehendes, von Kaufleuten aus Amalfi gegründetes christliches Hospital vor, in dem eine Laienbruderschaft kranke Pilger pflegte - das erste Hospital der Geschichte.

 

Dieses Krankenhaus hatte bereits 1000 Betten und war dem heiligen Johannes geweiht, da es neben einer, Johannes dem Täufer zugeordneter Kirche lag. Viele Kreuzritter schlossen sich dieser Bruderschaft an und traten damit in den Dienst an den Kranken; aber auch zahlreiche Ritter selbst wurden dort gepflegt und geheilt.

 

So wurde dieses Hospital in ganz Europa berühmt.