Stationen: Zypern und Rhodos

Jerusalem blieb nach seiner Eroberung 1099 nicht lange in christlicher Hand. Schon 1187 musste es sich kampflos ergeben und kam wieder unter moslemische Herrschaft.

 

Auch der 'Ritterorden vom Heiligen Johannes vom Hospital zu Jerusalem' konnte sich nicht mehr in Palästina halten. 1291 zog er sich samt seinem Hospital nach Zypern zurück, 1309 wechselte er auf die Insel Rhodos, die etwa 200 Jahre lang seine Heimat bleiben sollte.

 

Dort durften die Ritter bleiben, wenn sie das umliegende Meer von Piraten freihielten. Die Zahl der Ordensritter belief sich von da an auf etwa 500-600 Männer, die alle ihre adlige Herkunft nachweisen mussten.

Sie bildeten die Elite der Gemeinschaft, der auch auf Rhodos zahlreiche Geistliche und Laienbrüder minderen Standes angehörten.

 

Deren Hauptaufgabe war die Krankenpflege, sie mussten aber auch als Soldaten dienen. Die Ritter selbst leisteten zwar auch im Hospital ihren Dienst, vor allem aber waren sie für das wirtschaftliche Wohlergehen und die Verteidigungsaufgaben des Ordens zuständig. Hierin, genauer, im Kampf gegen die Moslems, sahen die Ordensritter ihre Hauptaufgabe.

 

Mit ihrer schlagkräftigen Flotte jagten sie türkische Kaufleute und Kriegsschiffe und machten reiche Beute; seit 1479 musste sich der Orden auch gegen die Angriffe der Türken bewähren.

 

Im Jahre 1480 konnte er sich gegen 70.000 Mann verteidigen.