Johanniterorden in Deutschland /

 

Der Heimbacher Vergleich

Johanniterorden in Deutschland

Die Besitzungen des Johanniterordens in Deutschland waren erheblich geringer als in anderen Zungen.

 

1154 gründeten die Johanniter ihre erste Niederlassung auf deutschem Boden vor den Mauern der Stadt Duisburg, wo sie die Duisburger Marienkirche errichteten und heute noch mit Maltesereinrichtungen vertreten sind.

 

Zwischen 1162 und der Säkularisation war das Eifelstädtchen Adenau der Hauptsitz der Johanniter in Deutschland. Albrecht der Bär schenkte dem Johanniter-Orden die Kirche zu Werben und sechs Hufen Landes.

 

Für 250 Jahre war Werben Sitz der Ordensregierung für Brandenburg, Pommern und die Wendenlande.

 

Von dort aus ging die Expansion beispielsweise im westlichen Mecklenburg über die Priorei Sülsdorf zur Komturei Kraak.

 

 

Der Heimbacher Vergleich

Die finanziellen Belastungen durch den Ausbau von Rhodos zwangen den Orden, Besitzungen in Osteuropa zu verkaufen.

 

Diese Verkäufe waren für die Ordensbrüder, die für deren Verwaltung dort eingesetzt waren, eine harte wirtschaftliche Einbuße.

 

Die Befürchtungen der norddeutschen Ritterbrüder, die sich aus der Veräußerung einiger Ordensgüter ergeben hatten, führten 1382 zum Vergleich von Heimbach mit dem deutschen Großprior.

 

In diesem Vertrag, den das Generalkapitel des Johanniterordens bestätigte, errang die Balley Brandenburg weitgehende Autonomie.

 

So durften ihre Ritter ihr Oberhaupt, den Herrenmeister, frei wählen. Auch veränderte sich maßgeblich die Höhe der Zahlungen an die Ordenszentrale auf Rhodos und später auf Malta.

 

Dieser Selbständigkeit im Orden stand eine enge Verbindung mit den Kurfürsten von Brandenburg gegenüber.