Alle Gemeinden auf Malta

 

von A bis Z

 

 

 

 

 

Attard

 

Attard ist eine Stadt in Malta. Auf einer Fläche von 7 km2 leben ca. 9900 Einwohner.

 

Attard liegt im Distrikt Western am westlichen Rand des städtischen Agglomerationsraumes um Valletta, 2 km ostsüdöstlich von Birkirkara und 4 km von der alten Hauptstadt Mdina entfernt.

Somit befindet sich der Ort ungefähr in der Mitte der Insel. Die nach dem Baumeister des Wignacourt-Aquädukts Giovanni Attard benannte Stadt ist Sitz des Präsidenten von Malta sowie der amerikanischen, tunesischen und chinesischen Botschaft, des neuseeländischen Generalkonsuls sowie des päpstlichen Nuntius.

 

Bedingt durch die Lage am Übergang des verstädterten zum ländlichen Bereich Maltas hat sich Attard seit den 1980er Jahren zu einem bevorzugten Wohnort entwickelt. Bis dahin war es das kleinste der „drei Dörfer“ Attard, Lija und Balzan, die sehr eng beieinander liegen; heute ist es der drittgrößte der zehn Orte des Distriktes Western.

Daher wurde es 1994 zu einer Gebietskörperschaft mit eigener Verwaltung erhoben.

 

Das vergleichsweise fruchtbare Umland wird großenteils landwirtschaftlich genutzt. Attard ist daher Standort des maltesischen Gemüsegroßmarktes.

Da Attard früher ein Dorf war, beschränkt sich die Industrialisierung auf wenige kleine Fabriken. Die örtliche Wirtschaft wird heute durch den tertiären Sektor geprägt, insbesondere Tourismus und Privatkliniken.

 

Attard ist Sitz der Finanzaufsichtsbehörde Malta Financial Services Authority.

Bedingt durch die zentrale Lage war Attard seit dem frühen siebzehnten Jahrhundert ein beliebter Standort für Landsitze der Ritter des Malteserordens. Der 1623 durch Antoine de Paule errichtete Sant' Anton Palace war ursprünglich Sitz des Großmeisters des Ordens, später des englischen Gouverneurs und seit 1974 des Präsidenten von Malta.

 

Ein Teil der Gärten des Palastes mit zahlreichen tropischen Bäumen ist seit 1882 der Öffentlichkeit zugänglich. Die Marija-Pfarrkirche gilt wegen ihres aufwendigen Skulpturenschmuckes als eines der schönsten Renaissancegebäude Maltas.

 

In Attard ist ein Teil des ab 1615 errichteten Aquäduktes erhalten, den Großmeister Alof de Wignacourt errichten ließ, um die Hauptstadt Valletta mit Wasser aus dem Hochland um Mdina zu versorgen.

Balzan

 

Balzan (oder Ħal Balzan) ist der Name einer Siedlung im Inneren der Insel Malta. Es ist eines der „drei Dörfer“, zusammen mit Attard und Lija.

 

Ursprünglich bestand das Dorf aus eine Reihe von kleinen Ansiedlungen und Bauernhöfen. Später wuchs es und wurde im 17. Jahrhundert eine eigene Gemeinde.

 

Heute hat es etwa 3400 Einwohner; die jüngere Generation lebt in den Außenbezirken.

Die Wahlen zum Gemeinderat finden alle drei Jahre statt. Man glaubt, dass der Name Balzan aus dem Arabischen kommt, evtl. von Olivenhainen und einer speziellen Sorte von Orangenbäumen (Bitterorangen, Blutorangen o. ä.), die in der Gegend wuchsen.

 

Er könnte aber auch von einer sizilianischen Familie abgeleitet sein, die in der Gegend des heutigen Balzan lebte.

 

Die Pfarrkirche – im 17. Jahrhundert erbaut – ist der Verkündigung Mariens geweiht. Sie ist in Form eines lateinischen Kreuzes gebaut, hat einen Glockenturm und eine elegante Kuppel, die man von jedem Standort im Dorf sehen kann.

Die Kirche ist außen im toskanischen Stil gehalten, innen im dorischen.

 

Die Statue, die während des Dorffestes in der zweiten Woche im Juli durch die Straßen getragen wird, wurde von Salvatore Dimech (is-Sarċ) geschnitzt und zeigt Maria mit dem Erzengel Gabriel.

 

Die Gemeinde feiert auch das Fest des hl. Valentin, nach dem auch die örtliche Radiostation (Radio Valentine) benannt wurde, die allerdings 2006 geschlossen wurde.

Birgu ( Vittoriosa )

 

Vittoriosa (volkstümlicher und unter Maltesern gebräuchlicherer Name Birgu) ist eine Stadt an der Nordostküste der Insel Malta.

 

Vittoriosa liegt als eine der "drei Städte" auf einer keilförmigen Halbinsel, die in die Meeresbucht Grand Harbour hineinragt. Die Landzunge wird nordwestlich vom Kalkara Creek und im Südosten vom Dockyard Creek begrenzt. Am gegenüberliegenden Ufer des Grand Harbour liegt Valletta, die Hauptstadt Maltas.

 

An der Spitze der Vittoriosa-Halbinsel liegt das Fort St. Angelo, ehemals ein wichtiger Verteidigungsposten der Johanniter. Fast übergangslos schließen sich die Nachbarorte Kalkara im Norden und Bormla im Süden an. Vittoriosa hat etwa 3.000 Einwohner.

Im frühen Mittelalter war Birgu ein kleines Fischerdorf. Dominikaner erbauten 1528 die heute noch vorhandene Verkündigungskirche. Auf der Suche des Johanniterordens nach einer strategisch günstig gelegenen Hauptstadt Maltas fiel 1532 die Wahl auf Birgu, das die Nachfolge von Mdina antrat.

 

Die Johanniter machten die bereits vorhandene St.-Lorenz-Kirche zu ihrer Klosterkirche, bauten ein Hospital und mehrere Herbergen und errichteten in Erwartung einer Türkeninvasion starke Befestigungsanlagen. Als es 1565 tatsächlich zum Angriff der Türken auf Malta kam, spielte Birgu mit seinem Fort St. Angelo eine entscheidende Rolle in der erfolgreichen Abwehr des Überfalls.

 

Die Stadt erhielt daraufhin den Ehrennamen Vittoriosa, die „Siegreiche“, der bis heute die offizielle Ortsbezeichnung blieb.

 

1571 verlor Vittoriosa den Hauptstadtstatus, denn die Johanniter hatten nun das neu gegründete Valletta zum Regierungssitz erkoren. Trotzdem blieb Vittoriosa weiterhin ein strategisch wichtiger Verteidigungsposten, dessen militärische Anlagen weiter ausgebaut wurden.

 

Der Dockyard Creek wurde zum Hafen für die Galeerenflotte des Ordens. Als Ersatz für die verlorene Hauptstadtfunktion ernannte Papst Gregor XIII. 1574 Vittoriosa zur Residenz der Inquisitoren Maltas, die hier bis 1798 ihren Sitz hatten.

1681 beauftragten die Johanniter Lorenzo Gafà, der bereits die Pläne für zahlreiche Kirchen auf Malta geliefert hatte, mit dem Neubau der St.-Lorenz-Kirche, der 1697 vollendet wurde. 1798 musste der Malteserorden französischen Revolutionstruppen unter Napoleon weichen.

 

Aber schon 1800 wurden die Franzosen von den Briten vertrieben, die Malta in Besitz nahmen. Sie erweiterten den Hafen Vittoriosas für ihre Zwecke und bauten ihn zu einem wichtigen Werftenstandort aus.

 

Dies wurde der Stadt im Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis, als die Anlagen Ziel häufiger Bombenangriffe der italienischen und deutschen Luftwaffe wurden. Neben den Industrieanlagen wurden auch weite Teile der Wohnviertel zerstört.

 

1979 wurde in Vittoriosa der letzte britische Soldat verabschiedet. Daran erinnert das „Freiheitsdenkmal“ am Ufer des Dockyard Creeks. 2005 wurde im Dockyard Creek eine Marina mit über hundert Liegeplätzen für Privatyachten eröffnet.

Der Inquisitorenpalast wurde 1535 erbaut und erhielt sein heutiges Aussehen 1767. Im Großen Ratssaal sind die Wappen der Inquisitoren angebracht. Bemerkenswert der Gerichtssaal mit seiner niedrigen Tür für die Angeklagten, die so automatisch in gebeugter Haltung eintreten mussten.

 

Am Ufer des Dockyard Creeks liegt die 400-jährige St.-Lorenz-Kirche, deren Fassade jedoch von 1913 stammt. In der Kirche wird ein Kreuz aufbewahrt, das 1657 als Kriegsbeute von Kreta hierher kam.

 

Vor der St.-Lorenz-Kirche steht das Freiheitsdenkmal zur Erinnerung an den Abzug der Briten von Malta. Es zeigt vier britische Soldaten, die die britische Flagge eingeholt haben. Daneben steht ein Flaggenmast, an dem nun die maltesische Fahne weht.

 

An der Spitze der Vittoriosahalbinsel liegt das mächtige Fort St. Angelo, das ehemalige Castrum Maris, welches von den Phöniziern erbaut, und von den Römern und dem Orden des heiligen Johannes erweitert wurde. Später wurde es von der britischen Navy als Flottenstützpunkt verwendet.

Birkirkara

 

Birkirkara ist nicht nur die größte Gemeinde Maltas, sondern auch eine der sehenswertesten Städte der Mittelmeerinsel.

 

Insgesamt leben hier rund 22.000 Einwohner - genug Menschen, um einen eigenen Fußballclub, den FC Birkirkara, zu gründen.

 

Besucher von Birkirkara sind aber vor allem wegen der vielen alten und gleichzeitig sehr schönen Häuser beeindruckt, die mit ihrer Fassade, den Erkern und Balkonen ein Paradebeispiel für die maltesische Architektur darstellen.

Birkirkara ist eine der ältesten Städte Maltas und besitzt noch heute ein Aquädukt. In der Stadt befindet sich das 1907 gegründete St. Aloysius' College.

Ein beeindruckendes Kunstwerk ist die Kirche St. Helenas. Zu Ehren der Heiligen Helena findet im Ort alljährlich zum katholischen Gedenktag am 18. August ein Fest statt. 1950 wurde sie von Papst Pius XII. zur Basilika erhoben.

 

Ein Spaziergang durch die Straßen Birkirkaras lohnt sich aber nicht nur wegen der für die Insel so typischen Wohnhäuser, sondern auch wegen der insgesamt sechs Kirchen.

Die Interessanteste von ihnen ist zweifelsohne die St. Helena Basilica, die bereits Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und die größte Kirchglocke der Insel besitzt.

 

Zudem findet hier jedes Jahr zum katholischen Gedenktag am 18. August ein riesiges Fest statt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Birkirkara ist die Old Railway Station und der um diesen Bahnhof angelegte Park. Erbaut wurde die Old Railway Station im 19. Jahrhundert, sie war von Valletta aus gesehen die 2. Haltestelle auf dem Weg nach Rabat.

Heute ist diese Eisenbahnstrecke still gelegt, eine Besichtigung dieses historischen Ortes aber immer noch sehr zu empfehlen.

 

Wer in Birkirkara auf große Entdeckungstour gehen möchte, sollte entweder einen Tagesausflug von Valletta aus einplanen oder sich direkt vor Ort eine Unterkunft suchen. Im Gegensatz zu anderen Städten auf Malta gibt es in Birkirkara ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten und diese sind auch recht günstig, zum Beispiel das Low-Budget-Hotel, Wignacourt.

 

Wer es luxuriöser mag, sollte im nahe gelegenen Ort St. Julians im Hotel Golden Tulip Inn übernachten.

Birżebbuġa

 

Birzebbuga, ein ruhiger Fischereihafen, ist ein kleiner Ferienort an der Westseite der Marsaxlokk Bay.

 

Seine Bevölkerung wuchs an durch den Zuzug von Arbeitern, die im nahegelegenen Freihafen von Malta und dem Containerterminal beschäftigt sind.

 

Birżebbuġa ist eine Hafenstadt an der Bucht von Marsaxlokk im Süden Maltas mit 8668 Einwohnern.

Der Name der Stadt leitet sich aus dem maltesischen „Bir Żebbuġa“ (dt.: Żebbuġa-Brunnen) ab.

 

Żebbuġa ist vermutlich ein arabischer Familienname, der sich aus dem arabisch-maltesischen Wort „Żebbuġ“ (dt.: wilde Olive) ableitet und aus Maltas islamischer Periode stammt.

 

Die Stadt ist sehr bekannt für die Fossilienfunde aus der Eiszeit in der nahegelegenen Höhle Għar Dalam.

In den Höhlen von Ghar Dalam finden sich Belege für die frühesten menschlichen Tätigkeiten auf Malta in der neolithischen Periode, etwa 5000 v.Chr.

 

In den Höhlen fand man außerdem versteinerte Knochen zahlreicher Tiere, etwa die von Zwergelefanten. Dies lässt vermuten, dass die Insel einst Teil einer Landbrücke nach Kontinentaleuropa war.

 

Weitere Funde sind die Reste eines prähistorischen Tempels bzw. einer Siedlung aus der Bronzezeit, Borg-in-Nadur. Die Siedlung war mit einer großen Steinmauer befestigt, die heute noch zu sehen ist.

 

Es gibt noch eine andere Höhle zu besuchen: Ghar Hasan, nach etwa 2,5 km an der Straße nach Zurrieq. Nach einer Legende wurde sie von einem Piraten aus dem 12. Jahrhundert namens Hasan genutzt.

 

Die Pfarrkirche von Birżebbuġa ist dem heiligen Peter in Ketten geweiht.

Das Stadtwappen von Birżebbuġa zeigt ein blaues Schild und Olivenzweige auf weißem Grund. Das Blau erinnert an das Wasser des nahen Mittelmeers und der Olivenzweig zeigt die einst große Wichtigkeit der Oliven für die örtliche Wirtschaft.

 

Im Süden der Stadt befindet sich seit den 1990er-Jahren der „Malta Europort“ (Containerhafen von Malta), über den ein Großteil der Im- und Exporte abgewickelt werden. Ende der 1990er-Jahre wurde nördlich davon, mitten in der Stadt, eine Bucht mit Sand aufgefüllt, die nun einen der schönsten Badestrände Maltas besitzt.

 

Die philharmonische Kapelle von Birżebbuġa (Socjetà Filarmonika San Pietru Banda Birżebbuġa) wurde 1990 gegründet und nimmt rege am kulturellen und religiösen Leben auf der ganzen Insel Malta teil.

 

Im Februar 2004 hatte die Kapelle eine Aufführung in Port El-Kantaoui, Tunesien.

 

Cospicua

Cospicua ist die größte der Drei Städte am Grand Harbour gegenüber von Valletta. Viele kennen sie noch unter ihren früheren Namen Bormla.

Citta Cospicua (auch: Bormla) ist eine Stadt in Ost-Malta mit 7.838 Einwohnern.

 

Sie befindet sich zwischen Vittoriosa (Birgu) und Senglea (L'Isla), wobei Cospicua die größte der drei Städte ist, die gemeinsam Cottonera genannt werden. Cospicua befindet sich südlich der Hauptstadt Valletta.

 

Unter den Cottonera-Städten ist Cospicua die jüngste. Sie entstand im 16. Jahrhundert als Vorstadt von Vittoriosa.

In Cospicua finden sich große Bastionen, die von den Johannitern gebaut wurden. Die Stadt wurde von den Johannitern wegen der tapferen ('verschwörerischen') Rolle, die ihre Bewohner während der großen Belagerung von 1565 spielten, umbenannt.

 

Der größte Teil der Küstenlinie von Cospicua wird vom älteren Dock eingenommen - eine mittlerweile restaurierte und zur Marina entwickelte Gegend. Die Stadt wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, und obwohl sie wieder aufgebaut wurde, hat sie heute weniger Einwohner als vor dem Krieg.

 

Das moderne Cospicua ist ein wichtiges Marktzentrum im Herzen der Docklands. Das kulturell interessanteste Gebäude ist die Kollegiatskirche der unbefleckten Empfängnis, die reich mit hervorragenden Kunstwerken ausgestattet ist.

 

Bedeutende Baudenkmäler sind die im Jahr 1638 errichteten Firenzuola Festungsanlagen und die Margherita Lines, ein Teil der Inlandverteidigungslinie der Drei Städte. Die Margherita Lines sind der einzige Teil des alten Cospicua, der den Zweiten Weltkrieg überstanden hat.

 

Der örtliche Fußballverein St. George's FC spielte bis 2007 in der Maltese Premier League.

 

 

Dingli

 

Dingli ist ein Ort und eine Verwaltungseinheit auf Malta. Der 2005 etwa 3300 Einwohner zählende Ort liegt auf einer Höhe von 240 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der höchstgelegene in Malta.

 

Dingli liegt etwa 13 westlich der Hauptstadt Valetta und zwei Kilometer von dem nächsten Ort, Rabat, entfernt.

Bekannt ist Dingli durch die Dingli Cliffs, die rätselhaften Karrenspuren und das nahegelegene größte zusammenhängende Waldstück Maltas, die Buskett Gardens.

 

Dingli ist der Geburtsort des Autors Francis Ebejer.

Fgura

 

Fgura (oder Il-Fgura) ist eine mittelgroße Stadt in Malta. Es hat eines der 68 "Local Councils".

 

Oberflächlich betrachtet, scheint Fgura eine in den 1960er-Jahren neu gebaute Stadt zu sein. Aber das äußere Erscheinungsbild verbirgt die alten Ursprünge. Die Stadt hat prähistorische Wurzeln - und es scheint, dass sie eine Siedlung aus phönizischer Zeit war.

 

Zwischen 28. Oktober und 21. Dezember 1948 wurden sechs phönizische Gräber in Fgura gefunden - die meisten in der Liedna Street. Diese Gräber sind auf das 3. oder 4. Jahrhundert vor Christus zu datieren.

Ihr Erscheinungsbild war unüblich und man fand menschliche Skelette, Überreste von Tieren, Tonscherben und andere Materialien und Fundstücke aus der Bronzezeit. Man benannte in der Stadt eine Straße "Triq is-Sejba Punika" in Gedenken an die phönizischen Fundstücke.

 

Fgura, das hinter den "Three Cities" im Landesinneren liegt, wurde vom Wachstum der Werftanlagen beeinflusst, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg. Der nördliche Stadtrand wird durch die "Cottonera Lines" (Befestigunslinien) gebildet; im Süden grenzt die Stadt an Żabbar und im Westen an Tarxien.

 

Heute hat Fgura eine der höchsten Bevölkerungsdichten des Landes. Es dehnte sich kürzlich auf die an den Großen Hafen angrenzenden Gebiete aus und zählt zu den am schnellsten wachsenden Städten Maltas. Fgura wurde zu einer der wichtigsten Handelsplätze im Süden der Insel.

Das Stadtwappen von Fgura besteht aus einem waagrechten roten Streifen mit drei goldenen, fünfzackigen Sternen, einem Kreuz in der Mitte und einem weißen Hintergrund.

 

Die Stadtheilige von Fgura ist Our Lady of Mount Carmel (Maria) und ihr jährliches Fest wird am zweiten Sonntag im Juli gefeiert. Fgura hat auch eine der eigentümlichsten Kirchen Maltas, die in Form eines Zeltes gebaut wurde.

 

 

Sehenswürdigkeiten

Il-Monument tas-Salib (Das Kreuz-Denkmal)

In der Hompesch Street gibt es ein Denkmal, das von der Bevölkerung als "Il-Monument tas-Salib" bezeichnet wird. Es wurde im Februar 1990 eingeweiht, als Fgura die 25-Jährige Erhebung zur Stadt 1965 feierte.

Es wurde vom Bildhauer Ġanni Bonniċi entworfen und von Schülern der Ġlormu Cassar School gebaut.

 

Das Denkmal wurde genau dort errichtet, wo 1790 die kleine Kirche Our Lady of Mount Carmel gebaut wurde.

 

Das Denkmal sitzt auf vier Säulen, von denen jede eine spezielle Bedeutung hat. Drei der Säulen versinnbildlichen die drei Nachbarstädte Paola, Tarxien und Żabbar, von dessen Gemeindegebieten Teile zur neuen Gemeinde Fgura vereinigt wurden.

 

Die vierte versinnbildlicht die Gemeinde Fgura. Am Fundament des Denkmals befinden sich vier Grabsteine. Sie erinnern an den 25. Geburtstag der Gemeinde Fgura, die Einweihung des Denkmals und einer ist eine Kopie eines anderen Grabsteins, der an einer 1844 gebauten Kirche war.

 

Die Beschriftung dieses Grabsteins ist in Latein und beschreibt die Geschichte dieser Kirche.

 

Reggie Miller Gardens

Dieser Garten wurde nach Reggie Miller, dem Gründer der General Workers' Union (Gewerkschaft), benannt und von Lorry Sant, Minister der Arbeiterpartei und Einwohner von Fgura, am 28. März 1976 eingeweiht.

 

Ursprünglich gab es dort einen Fischweiher, der von großen Kieselsteinen umgeben war. Auch eine Sonnenuhr von Paul Ignatius Micallef war da. Aber diese Arbeiten wurden entfernt, als der Stadtrat von Fgura etwas Geld sammeln und den Garten modernisieren konnte.

 

 

George Stevens' Monument / George Stevens Square

Am Samstag, dem 6. September 1986 weihte Minister Lorry Sant ein Denkmal ein, das nach George Stevens, Mitbegründer der maltesischen literarischen Gesellschaft benannt war.

 

Dies war der 35. Geburtstag der Gesellschaft. Das Denkmal, das dem Platz den Namen gab, wurde vom Bildhauer Alfred Camilleri Cauchi entworfen und vom Stadtpfarrer Father Guido Micallef geweiht.

Einige geschichtliche Fakten

Der Name "Fgura" kommt vermutlich von dem maltesischen Wort "figura" (Figur). Bevor Fgura eine eigene Gemeinde wurde, war es ein Vorort von Tarxien.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Fguar ein Bauerndorf, das aus einigen verstreuten Bauernhäusern (von denen praktisch nichts übrig geblieben ist) in der Nähe der neuen Kirche (s.o.) und der neuen Schule in der St. Thomas Street bestand. Es gab dort ca. 20 Familien.

 

 

Bevölkerung

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Bauerndorf Fgura eine der am dichtesten besiedelten Orte in Malta. Im Krieg zogen viele Leute aus Cottonera und Cospicua am Großen Hafen nach Fgura, das ja wenige Kilometer landeinwärts lag.

So entkamen sie den Bombenangriffen und lebten doch nahe ihren Geburtsorten.

 

1939 hatte Fgura nur 500 Einwohner. Bei der Stadterhebung 1965 waren es schon 2500. 1995 gab es 10922 Einwohner und 2005 waren es schon 11276.

 

 

 

Floriana

 

Floriana ist eine Stadt in Malta. Sie liegt direkt vor der Hauptstadt Valletta und wird deshalb auch als das „Einfallstor nach Valletta“ bezeichnet. Am Tritonenbrunnen in Floriana liegt auch der Busterminal Vallettas.

 

Beeindruckend sind der kleine Botanische Garten („Argotti Gardens“) und die zahlreichen Parkanlagen dieser kleinen, aber wichtigen Stadt.

 

In Floriana spielt Maltas ältester Fußballverein, der Floriana FC, der mit 25 Meisterschaften auch zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Insel zählt.

 

Am Pjazza San Publju finden die meisten wichtigen öffentlichen Veranstaltungen der Insel statt, unter anderem die beiden Besuche von Papst Johannes Paul II.

 

 

Gudja

 

Gudja (oder Il-Gudja) ist ein Dorf in Malta mit 2901 Einwohnern (Stand: November 2005). Es liegt auf einem kleinen Hügel südlich des Großen Hafens und man kann von dort den Flughafen Malta überblicken.

 

Gudjas Wappen trägt den Sinnspruch "PLURIBUS PARENS" (dt.: Mutter vieler Kinder). Diese Kinder sind Safi, Kirkop, Ħal-Farruġ, Luqa, Mqabba und Tarxien, die alle einst zur Kirchengemeinde Gudja gehörten.

 

Das Dorf hat einen Palast namens Palazzo Bettina, von dem man annimmt, dass Napoleon dort während seines kurzen Aufenthaltes in Malta wohnte, als Malta von den Franzosen beherrscht wurde.

 

Die Pfarrkirche ist der Himmelfahrt der Jungfrau Maria geweiht und sie ist die einzige Kirche in Malta mit 3 Glockentürmen. Der auffallendste von Ihnen ist der William Baker Tower, der in den 1880er Jahren von einem englischen Architekten dieses Namens gebaut wurde.

 

Im Kircheninneren gibt es einige interessante Kunstgegenstände: Das Gemälde von der Himmelfahrt Mariens wurde 1887 vom italienischen Maler Pietro Gagliardi geschaffen. Derselbe Maler war 1889 mit dem Bildnis "Our Lady of Carmel" beschäftigt.

 

Eine weitere interessante Malerei ist der "Tod des hl. Josef", die 1894 vom italienischen Künstler Domenico Bruschi geschaffen wurde. Das wichtigste Standbild in der Kirche wurde 1807 vom Malteser Vincenzo Dimech aus Holz geschnitzt.

 

Gudja besitzt ebenfalls die berühmte, 500 Jahre alte Kapelle Bir-Miftuħ (dt.: offener Brunnen).

Ein berühmter Architekt aus der Zeit der Ritter des Johanniterordens, Girolamo Cassar, wurde in Gudja geboren.

Popsängerin Madonna wohnte während ihres Kurzaufenthaltes in Malta in Gudja.

 

In Gudja gibt es auch einen Fußballverein, den "Gudja United FC". Er war in den 1980er-Jahren erfolgreich, als er nur knapp den Aufstieg in die 1. Liga verpasste.

 

 

Gżira

Gżira (oder il-Gżira) ist eine Stadt im nordöstlichen Malta, zwischen Msida und Sliema gelegen und an Ta' Xbiex angrenzend, mit einem bekannten Jachthafen und verschiedenen ausländischen Botschaften. Sie hat 7086 Einwohner.

 

Das maltesische Wort Gżira bedeutet im Deutschen "Insel". Die Stadt wurde nach der Insel Manoel (Manoel Island) benannt, die an die Stadt angrenzend, im Marsamxett Harbour liegt.

 

Die Seepromenade von Gżira ist bekannt für den atemberaubenden Blick auf die Stadtmauern von Valletta, die - nachts beleuchtet - einen pittoresken Hintergrund für Manoel-Island, den Jachthafen und den Park an der Seepromenade bilden.

 

Manoel Island

Manoel Island war ursprünglich als l' Isola del Vescovo oder il-Gżira tal-Isqof (dt.: Bischofsinsel) bekannt. 1643 baute Juan de Lascaris-Castellar, Großmeister des Malteserordens, ein Quarantänekrankenhaus (lazzaretto) auf der Insel, um die regelmäßige Einschleppung der Seuchen Pest und Cholera von ausländischen Schiffen zu verhindern.

 

Die Insel wurde nach Antonio Manoel de Vilhena, einem portugiesische Großmeister des Malteserordens, umbenannt, unter dessen Führung 1726 das Fort Manoel gebaut wurde. Dieses Fort Manoel gilt als Perle der militärischen Baukunst des 18. Jahrhunderts.

 

Die originalen Pläne des Forts werden Louis d'Augbigne Tigné zugeschrieben und man sagt, dass sie von seinem Freund und Mitstreiter Charles F. Mondion, der in der Krypta unter Fort Manoel begraben liegt, verändert wurden.

 

Einstmals planten die Ritter eine mit Stadtmauern bewehrte Stadt auf Manoel Island, aber stattdessen ließen sie es bei einem Fort bewenden, das für die Aufnahme von 500 Soldaten gebaut war.

 

Das Fort hat einen quadratischen Grundriss, Paradeplatz und Arkaden, und einst gab es dort eine barocke Kapelle, die dem hl. Antonius von Padua geweiht war.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Manoel Island und sein Fort von der Royal Navy als Marinebasis genutzt und wurde oft als HMS Talbot oder MS Phœnicia angesprochen. Die Antoniuskapelle wurde bei einem Bombenangriff der Deutschen Luftwaffe im März 1942 zerstört.

 

Einige Jahre lang gab es auf Manoel Island ein Reservat für Enten und andere Wasservögel, das von einem Einwohner angelegt und gepflegt und ausschließlich durch private Spenden unterhalten wurde.

 

Seit November 2006 werden am historischen Fort umfangreiche Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten durchgeführt und eine neue Siedlung entsteht auf Manoel Island.

 

Das "Manoel Island Redevelopment Project" wird heftig kritisiert, weil es Privathäuser in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Insel vorsieht.

 

 

Ein kurzer Abriss der Geschichte von Gżira

Mitte des 19. Jahrhunderts begann Chevalier Jacob Tagliaferro mit dem Bau der ersten Häuser in Gżira. Gżira wurde als Stadt für die Arbeiterklasse bekannt und litt unter dem Einfluss der Prostitution entlang seiner Hauptstraßen. In den letzten zehn Jahren wurde ein Großteil der alten Häuser abgerissen und neue, luxuriöse Eigentumswohnungen wurden erstellt.

 

So verlor Gżira viel vom Charme der und Charakter der Häuser an der Seepromenade; in den engen der Straßen der Altstadt kann man aber auch heute noch Beispiele für traditionelle maltesische Häuserfassaden mit ihren geschlossenen, hölzernen Balkonen (Gallerija) und den schmiedeeisernen, nach vorne gewölbten Balkongittern finden.

 

Der Bau von Luxuswohnungen in Gżira führte zu einer Inflation der Wohnungspreise, da sich sowohl maltesische als auch ausländische Kaufinteressenten zunehmend für die Stadt interessierten. Der Hauptgrund hierfür ist in ihrer Lage nicht weit entfernt von der Universität und von der Hauptstadt Valletta zu suchen.

 

Dienstleistungsunternehmen, hauptsächlich Kfz-Werkstätten, Supermärkte und Privatschulen, sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt, auch wenn Gżira heute noch als Überleitung zu ihrer Nachbarstadt Sliema gesehen wird.

Gżira beherbergt auch das Stella Maris College, eine Privatschule für Jungen, die vom De-la-Salle-Orden betrieben wird.

Das soziale Stigma der Prostitution beginnt zu verschwinden, aber es gibt immer noch eine kleinen Rotlichtbezirk an der Strandpromenade von Gżira. Trotzdem ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig und die Stadt ist im Allgemeinen so sicher wie der Rest von Malta.

 

Gżira wurde 1921 eine eigene Pfarrgemeinde in der Erzdiözese Malta; Dun Anton Manché wurde ihr erster Priester (Kapillan). Die Pfarrkirche von Gżira ist Our Lady of Mount Carmel (Maria) geweiht und das jährliche Kirchenfest wird im Juli gefeiert.

Die europäischen Partnerstädte von Gżira sind Glyfada in Griechenland und Wałbrzych in Polen.

 

Sehenswürdigkeiten in Gżira:

 

++ Die Einkaufsstraße "The Strand"

++ Jachthafen mit den angrenzenden Parks

++ Denkmal des Council of Europe

++ Fort Manoel

++ Pfarrkirche Our Lady of Mount Carmel

++ Stella Maris College, eine Privatschule für Jungen

++ Empire-Stadion (nicht mehr in Benutzung)

 

 

 

"Merk"würdiges

Die Pfarrkirche von Gżira wird von den Einwohnern auch als "tal-Ġebla" (dt.: aus Stein) bezeichnet, was auf eine alte Legende zurückzuführen ist: Am 10. Juli 1902 warfen zwei betrunkene Seeleute Steine auf das Bildnis von Our Lady of Mount Carmel, das an einer Kneipe eines gewissen Carmel Brincat befestigt war. Die Kneipe war geschlossen und die Seeleute wollten um jeden Preis hinein. Als Brincat sich weigerte, zu öffnen, fingen sie an, Steine auf das Haus zu werfen. Einer der Steine traf auch das Marienbild.

Das Glas des Rahmens zerbrach, aber der Stein berührte das Bild selbst nicht und es blieb unbeschädigt. Trotz des heftigen Windes blieb der Stein im Glas stecken. Er wurde abgenommen und in die Pfarrkirche Stella Maris in Sliema gebracht. Gottesdienste und Gebete wurden als Buße geleistet.

Den Rahmen, das zerbrochene Glas und den Stein, der auf das Marienbildnis geworfen wurde, kann man heute in der Pfarrkirche von Gżira sehen.

 

Der zweite Pfarrer in der Geschichte der Gemeinde Gżira war der spätere Dun Karlu Manché, ein Mann, der von vielen Einwohnern als Heiliger angesehen wird.

 

 

 

Għargħur

 

Għargħur (oder Ħal Għargħur (Aussprache: :ar:ur) ist eine der ältesten und kleinsten Städte Maltas. Għargħur liegt auf einem Hügel zwischen zwei Tälern im Nordosten der Insel und hat rund 2.400 Einwohner.

Sein Wappen besteht aus einem roten Stern und einem roten Dreieck auf einem silbernen Schild mit dem Motto Excelsior. Dieses Motto zeigt an, dass die Stadt geografisch auf einem der höheren Punkte Maltas liegt.

 

Għargħur war eine ländliche Gemeinde in einer Gegend, die nicht allzu fruchtbaren Boden besaß und in der steter Wassermangel herrschte. Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist die Pfarrkirche, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist. Das Innere besitzt eine dorische Aufteilung, aber die Fassade ist im Barock entstanden.

 

Die ursprüngliche Fassade wurde zerstört und 1743 wieder aufgebaut. Die Kirche selbst wurde zwischen 1610 und 1638 vom maltesischen Architekten Tumas Dingli erstellt.

Unter ihren Schätzen findet sich auch eine hölzerne Statue des hl. Bartholomäus die in Rom geschnitzt wurde und dem maltesischen Künstler Melchiore Gafà zugeschrieben wird. Sie entstand ca. 1666 und man nimmt an, dass sie das Vorbild für ein ähnliches Standbild in der Laterankirche in Rom war. Sie wurde 1772 erworben.

 

1912 wurde sie restauriert. 2005 restaurierte man die Statue erneut und dazu auch deren Nische.

 

Die Victoria Lines - benannt nach der Königin Victoria, die die Insel von Ost nach West teilen, laufen auch durch diesen Ort. Man findet auch andere Befestigungen. In Għargħur ist der größte Teil der Telefon-Infrastruktur Maltas untergebracht.

 

Vor der Installation der Radaranlagen gab es in Għargħur eine konkave Wand, mit deren Hilfe man während des Zweiten Weltkriegs aus Italien einfliegende Flugzeuge ortete. Diese Bauwerk nennen die Einwohner "il-Widna" (dt.: das Ohr).

 

Nach Għargħur wurden viele Flüchtlinge aus dem Gebiet um den Großen Hafen während des Krieges evakuiert. Sie suchten Schutz vor den ständigen Bombenangriffen der Achsenmächte.

Die öffentliche Schule wurde als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Das Hauptereignis im Jahreskreis ist das Stadtfest, das am 24. August - oder wenn dieser nicht auf einen Sonntag fällt, am letzten Sonntag im August - gefeiert wird. Die Statue des Heiligen wird auf den Schultern entlang den beleuchteten Straßen getragen und von Musikkapellen begleitet.

 

Ein farbenfrohes Feuerwerk setzt den Schlusspunkt des Stadtfestes.

 

In letzter Zeit ist eine Diskussion über den tatsächlichen Namen der Stadt aufgekommen - ob es nun Gargur oder Ħal-Għargħur heißt. Der ursprüngliche Name war Ħal-Għargħur. Ħal ist hierbei eine alte Abkürzung für Raħal (dt.: Dorf, kleine Stadt).

 

Għargħur ist vermutlich von Gregorio abgeleitet, da die Stadt Mitte des 15. Jahrhunderts Casal Gregorio hieß. Die aktuelle Aussprache ist eventuell auf den Einfluss der britischen Besatzung (1800-1964) zurückzuführen.

Es ist auch möglich, dass sich der Name Gregorio im Prozess der Italienisierung, den die maltesische Sprache durchmachte, verschliff.

 

Ähnliche Beispiele finden sich bei den Namen Żurrieq, das in früheren Dokumenten als Zurico erschien und Naxxar, das man Nascario nannte. Vermutlich leitet sich der Name Għargħur vom Għargħar, dem maltesischen Nationalbaum, ab.

Għaxaq

Għaxaq (oder Ħal Għaxaq) ist ein Dorf im Süden Maltas mit rund 4400 Einwohnern. Es liegt 6,4 km von Valletta entfernt. Der Ort hat sich weitgehend seinen dörflichen Charakter erhalten; Landwirtschaft und Viehzucht bestimmen nach wie vor das Leben von Hunderten seiner Einwohner.

 

Bis zum 26. April 1626 gehörte Għaxaq zu Żejtun. Damals hatte der Ort 340 Einwohner in 77 Häusern.

Der Name der Ortschaft leitet sich vermutlich von der Familie „Axiaq“ ab; das Motto von Għaxaq heißt „Laeta Sustineo“ (wörtl. „Heiter Emporhalten“ also sinngemäß wohl „Kopf Hoch“).

 

Um 1767 sank die Bevölkerungszahl sehr plötzlich von über 1.000 Einwohnern auf ca. 350 ab. Grund hierfür waren Krankheiten und türkische Überfälle entlang der maltesischen Küste.

Die neue Gemeindekirche ist der Himmelfahrt der Jungfrau Maria (Mariä Himmelfahrt) geweiht. Eingeweiht wurde sie am 2. Mai 1784 von Bischof Vincenzo Labini.

 

 

Ħamrun

Ħamrun (oder Il-Ħamrun) ist eine Stadt südlich der Hafenregion der Insel Malta mit 9513 Einwohnern (Stand: November 2005). Diese Einwohner werden von Alters her Tas-Sikkina (dt.: vom Messer) genannt.

 

Die ältesten archäologischen Funde in Ħamrun sind einige in die Felsen geschnittene Gräber, die auf die punische Zeit datiert werden.

 

Als Malta vom Johanniterorden regiert wurde, nutzten die Beamten, Ritter und reichen Leute die Gegend zum Jagen und für Landpartien. Ein Hügel namens Tas-Samra spielte in der maltesischen Revolte gegen die französische Besetzung 1798 - 1800 eine Rolle.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Region sich zu entwickeln und war "Casale San Giuseppe" (dt.: ‚Dorf des hl. Josef‘) bekannt. Bis heute heißt die Hauptstraße von Ħamrun St. Joseph High Street. Diese Straße ist eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Maltas.

1875 wurde eine neue Kirche auf den heiligen Kajetan geweiht. 1881 wurde die Ansiedlung eine eigene Pfarrgemeinde und so auch eine eigene politische Gemeinde. In dieser Zeit wurde sie auch in Ħamrun umbenannt.

 

Der Ursprung dieses Namens ist nicht bekannt, aber eine These besagt, dass der Name vom maltesischen ħamrija ħamra (dt.: ‚rote Erde‘) abgeleitet ist, für die die Ansiedlung berühmt war. Eine andere These geht daon aus, das der Name auf den Spitznamen einer bekannten Familie "tal-Ħamruna" zurückgeht.

 

Während des Zweiten Weltkriegs fanden die Leute aus der Region um die Häfen Zuflucht in Ħamrun und bis in die 1970er-Jahre war Ħamrun eine der größten Städte Maltas.

 

Sie ist ein wirtschaftliches Zentrum, in dem man insbesondere Möbelgeschäfte und Supermärkte findet, die sich hauptsächlich entlang der St. Joseph High Street gruppieren.

 

Bekannte Einwohner

Der selige Dun George Preca war zwar in Valletta geboren, lebte aber die meiste Zeit in Ħamrun. Er ist auch in der dortigen Kapelle begraben.

 

Es ist auch der Heimatort des früheren Premierministers Karmenu Mifsud Bonniċi und der Präsidenten Anton Buttiġieġ und Guido de Marco. Eine weitere bekannte Persönlichkeit Ħamruns war der Schauspieler Oreste Chircop, den man aus dem "König der Vagabunden" (The Vagabond King) kennt.

 

 

Kirchen

Our Lady of Atocja Chapel ist die älteste Kapelle in Ħamrun. Sie wurde im frühen 17. Jahrhundert von demjenigen Kaufmann gebaut, der das Bildnis der Schwarzen Madonna von Atocha in Spanien nach Malta brachte. Die Einwohner von Ħamrun nennen sie Tas-Samra.

 

Die Kapelle von Porto Salvo wurde 1736 errichtet und als Dorfkapelle geweiht. Sie ist in barockem Stil gehalten. Heute wird die Kapelle hauptsächlich für die Anbetung der heiligen Eucharistie genutzt. Bei den Einheimischen heißt sie Ta' Santu Nuzzo.

 

Die Pfarrkirche St. Kajetan wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Ursprünglich sollte sie dem hl. Josef geweiht werden aber Bischof Gaetano Pace Forno wollte sie nach seinem Schutzheiligen benennen. Sie ist in neugotischem Stil erbaut. Ihr Innenraum wurde von Emvin Cremona ausgemalt.

 

Das Standbild des hl. Kajetan wurde von Carlo Darmanin geschaffen.

Die Kirche des hl. Franz von Assisi wurde von der franziskanischen Gemeinde in den 1950er-Jahren erbaut.

 

Die Pfarrkirche "Zur Unbefleckten Empfängnis" baute man in den 1960er-Jahren für die größer werdende Bevölkerung Ħamruns. Architektonisch ist sie sehr einfach gehalten. 1973 wurde sie die erste Pfarrkirche des "Neukatechetischen Weges", der sich von dort auf 26 Pfarrgemeinden Maltas ausbreitete.

 

Es gibt ihn auch in der Gemeinde St. Kajetan. Zusammen haben diese beiden Gemeinden 13 Gemeinschaften mit ca. 450 Mitgliedern.

Ħamrun hat die größte Konzentration von Schulen in Malta. Die ältesten Schulen sind die staatlichen Grundschulen (für Schüler von 3 bis 11 Jahren). Die älteste Grundschule stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr Eingang ist mit den Büsten von Königin Vistoria und Prinz Albert verziert. Die andere Grundschule wurde um 1920 errichtet.

 

Maria Regina Girls' Junior Lyceum (Mädchengymnasium) wurde Ende der 1950er-Jahre gebaut.

 

Dun Guzepp Zammit Brighella Boys' Junior Lyceum (Jungengymnasium) kann seine Ursprünge bis 1590 zurückverfolgen. Sein Wappen zeigt noch Teile des Wappens des Bischofs Garagallo. Ursprünglich war diese Schule in Valletta. Das neue Gebäude wurde Anfang der 1950er-Jahre errichtet.

 

Maria Assunta Girls' Secondary School (Mädchengymnasium) ist eine der größten Schulen in Malta. Diese Schule wurde in den 1960er-Jahren mit Hilfe der UNESCO gebaut.

 

Adelaide Cini Girls's School war eine weitere Mädchenschule in Ħamrun. Sie wurde erst vor ein paar Jahren geschlossen. Heute sind dort Jungen untergebracht, die möglicherweise auf das M.A. Vassalli Boys' Junior Lyceum gehen wollen.

 

Maria Teresa Nuzzo Girls' School war eine Schule für lernbehinderte Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren. Sie war in denselben Gebäuden wie die Grundschule aus den 1920er-Jahren untergebracht. Dort wurden ca. 100 Schülerinnen unterrichtet. Sie wurde aber 2005 geschlossen.

 

Our Lady Immaculate Girls' School ist eine kirchliche Schule für Mädchen von 4 bis 16 Jahren. Sie wurde von den Franziskanerinnen unterhalten.

 

St. Joseph's Girls School ist ebenfalls eine kirchliche Schule für Mädchen von 4 bis 16 Jahren.

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Ħamrun kann sich zugute halten, dass etliche verschiedene historische öffentliche Verkehrsmittel dort hielten. Das bemerkenswerteste davon war die Eisenbahn von Valletta nach Mdina, die man "Il-Vapur ta' l-Art" (dt.: Dampfschiff zu Lande) nannte.

 

Heute wird der alte Bahnhof als Hauptquartier der Ħamrun Scout Group (eine der ältesten Pfadfinder-Gruppen der Welt) und als Produktionsstätte für Milchprodukte (Malta Dairy Products Ltd., Markenname: Benna) genutzt.

 

Ebenfalls fuhr eine Straßenbahn durch Ħamrun. Die Stadt hat zwar keinen Busbahnhof, aber die Linien 71, 74, 75, 80, 81, 84, 87, 88, 89, 90 und 91 fahren alle durch Ħamrun.

Iklin

Iklin (oder L-Iklin) ist ein relativ modernes Dorf in der Mitte der Insel Malta mit 3203 Einwohnern (Stand: November 2005), das zwischen Birkirkara, Naxxar und Lija liegt. Iklin wurde in jüngerer Vergangenheit vom Nachbardorf Lija abgespalten.

 

Eine Reihe von Einkaufsmöglichkeiten wurde in der Gegend geschaffen.

Iklin hat auch eine eigene Pfarrkirche, sodass es auch in dieser Beziehung nicht länger von Lija abhängt.

 

Erstkommunion und Firmung werden in der Kapelle von Iklin abgehalten. Jährliche Aktivitäten sind: Jum l-Iklin (Iklin-Tag) Haussammlungen der Pfarrei Es gibt eine kleine Kapelle, die dem hl. Michael geweiht ist.

 

Sein Fest wird am Sonntag vor dem 29. September gefeiert. Diese Kapelle ist vermutlich 1615 an Stelle einer früheren Kapelle entstanden.

 

Der Bericht des Monsignore Dusina über seinen Apostolischen Besuch 1575 beschreibt die Kapelle in einem sehr traurigen Zustand.

Grabungsstätten

Obwohl Iklin erst vor kurzer Zeit entstanden ist (die ersten Häuser wurden 1958 gebaut), gibt des dennoch einige kleinere Stellen von archäologischer Relevanz:

 

++ eine magalithische Ausgrabungsstätte, vielleicht die Überreste eines Tempels, wurde 1967 von der Teenagers Din l-Art Ħelwa-Gruppe des St. Aloysius College entdeckt. Die Stätte wurde jedoch nie professionell durchforstet und studiert.

 

++ eine zweite megalithische Ausgrabungsstätte wurde 1986, während der Arbeiten an der Ortsumgehung von Birkirkara erforscht; sie ist als Tar-Raddiema bekannt. Zwei große Megalithen und einige kleinere sind immer noch sichtbar, werden aber an der geschäftigen Straße oft übersehen. Die Ruinen werden durch dort gefundene Tonscherben auf die Tempelzeit datiert.

 

++ die Grundmauern eines römischen Landhauses wurden 1975 bei Bauarbeiten ausgegraben. Diese Stätte wurde bald nach ihrer Ausgrabung im Namen des Fortschritts zerstört.

 

 

Kalkara

Kalkara (oder Il-Kalkara) ist eine kleine Stadt in Malta mit 2871 Einwohnern (Stand: November 2005). Der Name ist vom maltesischen Wort für „Brennofen“ abgeleitet, da solch ein Ofen zum Brennen von Kalk seit der römischen Zeit hier existierte.

 

Das Fort Ricasoli an der Nordspitze des Gemeindegebietes bildet den östlichen Teil der Einfahrt in den Großen Hafen von Malta. In dessen Nähe wurde 2003 auch ein Teil des Films Troja (u. a. mit Brad Pitt) gedreht. Die Kulissen stehen zum Teil noch.

 

Im ebenfalls zum Gemeindegebiet gehörenden Gewerbegebiet Ricasoli Industrial Estate ist die maltesische Fernsehstation Xandir Malta angesiedelt. Außerdem gibt es in der Rinella Battery einen Themenpark über die dort ebenfalls ansässigen maltesischen Filmstudios.

Der Hauptteil des Gewerbegebietes wurde Ende 2006 komplett geräumt; die dortigen Produktionsfirmen (z. B. für Reinigungsmittel, Farben, chemische und pharmazeutische Produkte) wurden auf Gewerbegebiete auf der ganzen Insel Malta verteilt.

 

Stattdessen soll in den nächsten Jahren dort Smart City entstehen, ein Gewerbegebiet für die bekanntesten Firmen aus der IT-Produktion (z. B. Microsoft, Siemens, Apple etc.).

 

 

Kirkop

Kirkop (oder Ħal Kirkop) ist ein kleines Dorf im Süden der Insel Malta mit 2183 Einwohnern (Stand: November 2005). Dort beheimatet ist ein Werk der ST Microelectronics, deren Produktion z.Z. ca. 60 % der Warenexporte von Malta bestreitet.

 

Die Pfarrkirche ist dem hl. Leonhard geweiht. Das Fest dieses Schutzpatrons wird am 5. November gefeiert; ein zweites Dorffest ist das für den hl. Josef, das nicht am 19. März, sondern im Sommer gefeiert wird.

 

Der Fußballverein des Ortes heißt Kirkop United und spielt z.Z. in der 3. Liga des maltesischen Fußballverbandes.

 

 

Lija

Lija ist ein Dorf westlich der Hauptstadt Maltas, Valletta mit etwa 2.600 Einwohnern (Stand 2003). Es ist fast vollständig mit den Nachbarorten Attard und Balzan verwachsen, sie sind zusammen auch als die drei Dörfer bekannt.

In Lija gibt es zahlreiche alte Villen, teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert.

 

Bekannt ist Lija auch wegen der dortigen, 1994 gegründeten "University Residence".

Dies ist gleichzeitig ein Wohnhaus für internationale Gaststudenten der University of Malta, aber auch eine Jugendherberge.

Geschichte

Schon in prähistorischen Zeiten war das Gebiet von Lija besiedelt, wovon noch heute Megalithen künden. Das heutige Dorf führt sich auf das 16. Jahrhundert zurück.

 

1837 erhielt Ljia als eines der ersten maltesischen Dörfer eine Schule. Einer der drei Tagungsorte, an denen die Verfassung von 1921 ausgearbeitet wurde, befindet sich im Ort.

 

 

Luqa

Luqa (oder Ħal-Luqa) ist einer der kleineren Orte, mit ca. 6.028 Einwohner, auf Malta, dieses Dorf ist in gewissem Sinn die Pforte zu den maltesischen Inseln.

 

Es hat dem einzigen internationalen Flughafen von Malta, der in seiner Nähe liegt, seinen Namen gegeben.

 

Air Malta erwarb das alte Passagierterminal Luqa und strukturierte das gesamte Gelände neu. Dadurch verlagerten sich die gesamten passagierbezogenen Flugdienstleistungen in den dort erbauten Malta International Airport Terminal.

 

Die Nähe Luqas zu den Flugpisten hat auch zu seiner nahezu vollkommenen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg geführt, aber glücklicher Weise blieben die zwei Kirchen aus dem 15. Jahrhundert des Ortes erhalten.

 

Die Pfarrkirche St Andrew, dem Schutzheiligen der Fischer, zeigt ein originales Altarbild des Ritters Mattia Preti aus Kalabrien. Luqa ist auch vom Meer nicht weit entfernt – was sich aus der Wahl des Schutzheiligen schließen lässt – und ist Maltas großer, moderner Freihafen.

 

 

 

Weiter im zweiten Teil…