Alle Gemeinden auf Malta

 

von A bis Z, Teil 2

Marsa

Marsa (oder Il-Marsa) ist eine Stadt in Malta mit rund 5400 Einwohnern (Stand: November 2005), die am südlichsten Teil des Grand Harbour liegt.

Der Name geht auf das arabische Wort für Hafen zurück.

Marsas Stadtgebiet grenzt an die Gemeinden Paola, Qormi, Ħamrun und Floriana.

 

Marsa beherbergt die "Malta Shipbuilding" - nun Malta Shipyards genannt. Ebenfalls befindet sich dort das Kraftwerk Marsa, das neben dem neueren Kraftwerk Delimara Malta und Gozo mit Strom versorgt.

Dieses Kohlekraftwerk wurde in den 1950er Jahren gebraucht von Großbritannien erworben, da es dort bereits damals die Umweltauflagen nicht mehr erfüllte. Seitdem wurde es regelmäßig umgebaut und renoviert.

 

Besonders ist Marsa für die örtliche Trabrennbahn, den "Malta Race Course", der im westlichen Teil der Stadt an der Stadtgrenze von Qormi liegt, bekannt.

Im Jahre 1565 als die Türken die Malteserritter in Birgu, Senglea und im Fort St. Elmo belagerten (siehe auch Belagerung von Malta (1565)), hatten diese auf der Marsa, damals noch eine freie relativ ebene Fläche mit Brunnen, ihr Feldlager aufgeschlagen.

 

Der örtliche Fußballverein Marsa FC spielt derzeit in der Second Division.

 

 

Marsaskala

Marsaskala, ca. 9298 Einwohner, (auch Marsascala oder Wied il-Għajn genannt) ist ein Dorf in Malta am inneren Ende der Marsaskala-Bucht (aufgrund seiner engen, fjordartigen Ausbildung auch Marsaskala Creek genannt).

 

Im Norden ist die Bucht vom Żonqor Point, dem östlichsten Punkt Maltas, und im Süden vom Kap Il-Ħamrija gegrenzt.

 

Das Dorf erstreckt sich über beide Seiten der Bucht und über den größten Teil des Kaps Il-Ħamrija, dem man in Malta den Spitznamen Sibirien verliehen hat, da es im Winter den eisigen Nordwinden ausgesetzt ist und die dortigen Gebäude vom Rest des Dorfes sehr weit abgelegen sind.

Marsaskala hat eine ziemlich moderne Kirche und eine schöne Einkaufsmeile mit Geschäften, Restaurants und Cafés entlang der langen Pier.

 

Wegen dieser besonderen Lage findet man für Marsaskala auch häufiger die Bezeichnung Marsaskala-Creek. Frühchristliche Bauten und römische Bädern im Hinterland des Dorfes lassen darauf schließen, dass Marsaskala bereits zu römischen Zeiten eine Siedlung war, archäologische Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit beweisen eine bereits seit tausenden von Jahren währende Besiedlung der Umgebung.

 

Zu den sehenswürdigen Bauten des Dorfes gehört unter anderem der St. Thomas Tower, ein sehr gut erhaltener Bau des Johanniterordens der an einen türkischen Angriff im Jahre 1614 erinnern soll.

Zudem kann man die beim Kap Il-Ħamrija liegenden Salzpfannen besichtigen oder eine Wanderung durch die atemberaubende Klippenlandschaft unternehmen. Obwohl es bei Marsaskala keine Sand-, sondern nur Steinstrände gibt, lohnt sich ein Sprung ins kühle Nass, denn zum Tauchen bietet sich die Bucht hervorragend an. Entsprechende Einweisungen erhält man bei einer der zahlreichen Tauchschulen.

 

Im Ort selber kann man sich den Tag mit einem Spaziergang durch die ausgedehnte Einkaufsmeile, mit der ein oder anderem Pause in einem der vielfältigen Restaurants oder mit einem Besuch in der modernen Kirche des Ortes vertreiben. Ende Juli lädt die Pfarrkirche der heiligen Anna zu dem zum Fest ihrer Namensgeberin ein bei dem nicht nur die Einwohner, sondern auch Gäste Willkommen sind.

 

Die Küste nördlich des Żonqor Point hat niedrige Klippen;

 

südlich davon ist felsiger Strand. Entlang der Marsaskala-Bucht gibt es größtenteils Promenaden mit Felsstrand. Bei Il-Ħamrija sind Salzpfannen, die sich um dessen östlichsten Punkt bis in die St. Thomas - Bucht erstrecken.

Obwohl es keine Sandstrände gibt, ist die Umgebung gut geeignet zum Tauchen und Schnorcheln und im Dorf sind mindestens zwei Tauchschulen.

 

Die Pfarrkirche ist der hl. Anna geweiht, deren Fest Ende Juli in Marsaskala gefeiert wird.

 

Marsaskala ist einen eigenen Gemeinderat, und die Wahlen von 2006 brachten ein interessantes Ergebnis, sowie Probleme mit der in Malta regierenden Nationalpartei (Partit Nazzjonalista):

 

Das ehemalige Parlamentsmitglied der PN, Josie Muscat, der nun die G.I.M. (Grupp Indipendenti Marsaskala) vertritt, wurde neben einem Vertreter der A.D. (Alternativa Demokratika) als einziges Mitglied einer kleineren Partei in einen Stadt- oder Gemeinderat in Malta gewählt.

 

Ansonsten teilen sich die PN und die M.L.P. (Malta Labour Party) die Sitze.

Herkunft des Namens

Über die Herkunft des Namens gibt es unterschiedliche Meinungen. Über den ersten Teil des Namens, Marsa, ist man sich einig: Das arabische Wort bedeutet Bucht. Der zweite Teil, Skala könnte aus dem sizilianischen Sqalli stammen, da aufgrund der geringen Entfernung von 60 nautischen Meilen (ca. 108 km) viele sizilianische Fischer nach Marsaskala kamen.

 

Vielleicht wurde es vom sizilianischen Piccola Cala (dt. kleine Bucht) abgeleitet, oder es bezieht sich auf einige Feststufen (Scala, dt.: Treppe) an der Küste.

Marsaskala wird von den Einheimischen auch als Wied il-Għajn (dt.: Quelltal) genannt, da Ort und Bucht von zwei Tälern begrenzt werden, durch die frisches Quellwasser in die Bucht lief.

 

 

Geschichte

Von Menschen wurde diese Gegend vor Tausenden von Jahren besiedelt, wie einige archäologische Funde in vielen Teilen Marsaskalas belegen. Die frühe Geschichte wird üblicherweise in die Jungsteinzeit und die Bronzezeit eingeteilt.

 

Einige der alten Spuren in Marsaskala sind zweifellos Karrenspuren, parallele Aushöhlungen im Felsen.

Viele maltesische Karrenspuren führen erstaunlicherweise direkt ins Meer. Man weiß heute nicht mehr, wofür diese Spuren taugten, aber es spricht einiges dafür, dass sie zum Transport schwerer Lasten angelegt wurden.

 

Frühe christliche Katakomben und römischen Villen wurden ebenfalls in Marsaskala entdeckt, sodass man annimmt, dass Marsaskala auch ein römischer Hafen war. Römische Bäder wurden in einem Feld bei il-Gżira, einer felsigen Halbinsel hinter dem Jerma Palace Hotel, gefunden.

 

Der noch gut erhaltene St. Thomas Tower wurde von den Rittern des Johanniterordens bald nach dem Angriff von 60 türkischen Schiffen mit 6000 Soldaten, die 1614 bei Marsaskala landeten, erbaut. Sie wurden dadurch an die Große Belagerung Maltas 1565 erinnert.

 

Der Großmeister Alof de Wignacourt trug durch diesen Festungsturm der Verwundbarkeit Marsaskalas für Angriffe von See her Rechnung. Es gibt noch weitere Festungstürme, wie den Mamo Tower und den De Redin Watch Tower.

 

 

 

Marsaxlokk

Inmitten einer geschützten Bucht, ca. 10 km von Valletta entfernt, liegt Marsaxlokk.

 

Die Marsaxlokk Bay ist Maltas zweitgrößter natürlicher Hafen. Hier können Sie am besten die farbfrohen, traditionellen maltesischen Fischerboote, Luzzu genannt, mit dem mythischen Auge, das sie auf ihren Bug gemalt haben, beobachten.

 

Das Dorf hat den wichtigsten Fischereihafen der Inseln und der Fischmarkt am Sonntag gewährt einen faszinierenden Einblick in das lokale Leben und dieses althergebrachte Gewerbe.

 

Die Verkaufsstände sind übervoll mit dem Fang der Nacht – Fisch aller Größen, Formen und Farben.

Am Sonntagvormittag, wenn entlang des Hafens von Marsaxlokk auch noch der größte Wochenmarkt Maltas stattfindet. Dort wird vor allem mit frischem Fisch gehandelt, aber es werden auch Obst und Gemüse, Kleidung, Elektronik, Souvenirs, Bücher, Spirituosen und vieles mehr angeboten.

 

Das Bild von Marsaxlokk wird von unzähligen Fischerbooten geprägt, farbenprächtige Boote, die Luzzus, die entlang der Kaimauer schaukeln. Frühmorgens, wenn die Fischerboote in den Hafen einlaufen und die Restaurantbesitzer den Fang übernehmen erfüllt Marsaxlokk nahezu alle Erwartungen die mit der Fischerstädtchenromantik in Verbindung gebracht werden.

 

Im Ort selbst gibt es viele ausgezeichnete Fischrestaurants. Der Name Marsaxlokk kommt von dem arabischen Wort „marsa“, Hafen, und der maltesischen Bezeichnung für den mediterranen Südwestwind, den Xlokk (auf italienisch Scirocco). Marsaxlokk war mit seinem geschützten Hafen ein idealer Landplatz für Piraten und Türken.

 

Tatsächlich landeten die ottomanischen Truppen genau hier, um den Angriff zu starten, der mit der großen Belagerung von 1565 enden sollte. Auch die Armee von Napoleon landete hier 1798, während in jüngerer Zeit der Hafen zum Schauplatz des Gipfeltreffens zwischen Bush und Gorbatschow im Jahr 1989 wurde.

Das Kap auf der linken Seite der Bucht heißt Delimara Point. Es hat zwei attraktive, abgeschlossene Meeresarme, die ideal zum Baden geeignet sind: Peter's Pool und der äußerste Teil des Kaps.

Fort Delimara, von den Briten 1881 gebaut, um die Einfahrt zur Marsaxlokk Bay zu überwachen, liegt im Westen der Halbinsel.

Auf Grund seiner direkten Lage an Hauptrouten des Weltseegüterverkehrs (insbesondere des Europa-Asien-Verkehrs) hat sich Marsaxlokk in den letzten Jahren zu einem wichtigen Umschlaghafen des Mittelmeerraums entwickelt.

 

Der Fußballverein FC Marsaxlokk spielte seit 2002 in der Maltese Premier League und errang in der Saison 2006/07 die Meisterschaft. Im Laufe der Saison 2009/10 wurde der Verein wegen Korruption aus der Premier League ausgeschlossen und spielt seitdem in der zweitklassigen First Division.

 

Nahe Marsaxlokk befindet sich Maltas neuestes Kraftwerk, das 1992 in Betrieb genommene Kraftwerk Delimara.

 

 

 

 

Bus: 27, 427, 627

RABAT UND MDINA

Umgeben von Mauern liegt auf einem Hügel im westlichen Teil Maltas die antike, stille Stadt Mdina. Mitte des 9. Jahrhunderts war dieser Ort die florierende Hauptstadt Maltas und der Knotenpunkt für sämtliche Handels- und Verwaltungsaktivitäten.

 

Erbaut wurde sie auf den Überresten einer phönizischen und römischen Stadt namens Melita. Die Araber, die das Land bis Mitte des 13. Jahrhunderts beherrschten, reduzierten den Umfang der Stadt auf das heute bewohnte Gebiet, errichteten neue Mauern und gaben ihrer Festung den neuen Namen Medina, die den Inselbewohnern Schutz vor barbarischen Angriffen entlang der Küste bot.

 

Der einmalige Charakter der Stadt ist bei einem Spaziergang durch die engen verwinkelten Gassen deutlich spürbar – die prachtvolle Architektur der alten Gebäude wird einem unvermittelt bewusst und die zahlreichen historischen Plätze im Stadtinneren, an denen einst der tägliche Markt abgehalten wurde, sowie die atemberaubende Aussicht vom Festungswall der Stadt aus ziehen die Besucher in ihren Bann.

Der bewohnte Teil außerhalb der Mauern von Mdina wurde von den Arabern Rabat benannt. Rabat ist heute mit einer Bevölkerung von ungefähr 13.000 Einwohnern eine der größten Städte in Malta.

 

Mdinas Bevölkerungszahl hingegen umfasst lediglich 450 Personen. Beide Orte rühmen sich zahlreicher Stätten historischen Hintergrunds.

 

Eine der wichtigsten Touristenattraktionen von Mdina ist die St. Paul’s Kathedrale. Kunstvolle Freskenarbeiten von Mattia Preti und Vincenzo Manino zieren das Gotteshaus im zentral gelegenen St. Paul’s Square.

 

In der unmittelbaren Nähe des Haupttors von Mdina liegt der alte gebieterische Palast, der auch als Vilhena-Palast bekannt ist. Dieser wurde durch den spanischen Großmeister Antonio Manoel de Vilhena im französischen Barock-Stil erbaut, und zwar auf dem Platz, der seinerzeit von der Banca Giuratale in Anspruch genommen wurde. Im rückwärtigen Teil des Palastes sind immer noch der Gerichtshof und die unterirdischen Gefängniszellen, die so genannten Kerker von Mdina, zu sehen. Die Kerker wurden restauriert und sind nun dem Publikum zugänglich. Im Jahr 1973 öffnete das Museum für Naturgeschichte (Malta National Museum of Natural History) dem Palast seine Pforten.

 

Das heutige Stadtbild ist dem 1722 zum Großmeister ernannten Vilhena zu verdanken, der die mittelalterliche Stadt Mdina zu einem Juwel der barocken Architektur verwandelte.

Überbleibsel früherer Zeiten warten stets darauf erkundet zu werden und beim Flanieren durch die Straßen von Mdina fallen antike Gebäude aus dem 15. Jahrhundert ins Auge. Eines dieser eindrucksvollen Gebäude ist das Palazzo Falzon, allgemein als das „Normannenhaus“ bekannt. Es gehörte einst der bedeutenden Familie Falzon. Mittlerweile wurde es zu einem privaten Museum umgewandelt, in dem eindrucksvolle Möbel, Keramiken, Ölbilder und Familienporträts aus dieser Periode besichtigt werden können.

 

Auch Rabat ist mit ihren Sehenswürdigkeiten, die einen Einblick in das Leben der Römer gewähren, einen Besuch wert. Eine der Hauptattraktionen ist das Domus Romana. Einst ein imposantes Stadthaus besticht es auch heute noch mit außergewöhnlichen Mosaikfußböden, Büsten und Statuen. Bevor die Araber zu jener Zeit die Mauern um ihre Stadt Medina errichteten, lag dieses Haus ursprünglich innerhalb der Mauern der alten römischen Stadt.

 

Rabat verfügt ferner über zahlreiche unterirdische Katakomben, die in der römischen Epoche als Begräbnisstätten dienten. Zu den wichtigsten gehören diejenigen von St. Paul’s, St. Agatha’s und St. Cataldus aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. Direkt neben den St. Paul’s Katakomben ist die St. Paul’s Grotte gelegen.

 

Der Überlieferung zufolge wurde hier der Apostel Paulus nach einem Schiffbruch im Jahre 60 n. Chr. gefangen gehalten.

Die Besichtigung von Rabat und Mdina gehört für die Besucher von Malta zum Pflichtprogramm. Für Malta-Urlauber außerhalb der heißen Sommermonate ist eine Kombination der Besichtigung von Rabat und Mdina mit entspannten Spaziergängen auf dem umliegenden Land zu empfehlen.

 

Lassen Sie die typische mediterrane Landschaft Maltas auf sich einwirken und besichtigen Sie die Dingli Cliffs, Buskett Gardens, Fiddien, Imtaħleb, Baħrija und die Chadwick Lakes.

 

 

Mellieha

Mellieħa ist eine ländliche, touristisch erschlossene Kleinstadt der Republik Malta.

Mellieha ist einer der nördlichsten Stadtteile auf der Insel Malta auf einer Anhöhe zwischen St. Paul's Bay und Mellieħa Bay.

Die Stadt hat ca. 7.549 Einwohner. In Mellieha ist es wesentlich ruhiger und gemütlicher als an der Ostküste von Malta.

 

Die Haupteinnahmequelle Mellieħas ist heute der Tourismus. Der Strand entlang der Mellieħa Bay gilt als der längste Sandstrand Maltas und wird sowohl von Touristen und Einheimischen intensiv genutzt.

 

Dieser ist im Sommer sehr gut besucht, von Touristen als auch Maltesern. Am Mellieha Bay gibt es mehrere Imbissstände, eine Segelschule und mehrere Restaurant mit Blick auf die Bucht.

Die Mellieħa Bay ist gesäumt mit mehreren Hotels und einem dänischen Feriendorf. Die strategische Lage entlang der Route von Valletta zu den Inseln Gozo und Comino machen Mellieħa nach wie vor zu einem Umschlagsplatz für die Güter umliegender Ländereien des Nordwesten Maltas.

 

Zu Mellieħa gehört auch die Ortschaft Marfa Ridge, die bequem per Bus oder auch zu Fuß zu erreichen ist. Hier befindet sich sowohl die Fähre nach Comino und Gozo, als auch der Ausflugsboot-Hafen, der auch Tauchinteressierten ein reichhaltiges Angebot bietet.

 

Im Herbst ist es in der Bucht sehr windig und wellenreich, ideale Herausforderungen für Kitesurfer.

 

Direkt hinter dem Mellieha Bay liegt ein dänisches Ferienresort, bestehend aus Bungalows. Nicht weit entfernt von Mellieha, am Anchor Bay, liegt das Popeye Filmdorf (Popeye Village Malta). Hier wurde im Jahre 1980 der Popeye Film „Sweethaven“ gedreht.

 

Die Stadt Mellieha liegt teilweise auf einer kleinen Anhöhe. Von der Kirche genießt man eine sehr schöne Aussicht über den Norden Maltas, den Mellieha Bay, sogar bis nach Gozo & Comino.

 

Bei der Kirche liegen auch die Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg. Eine Treppe führt hier hinunter zur Hauptstraße, gegenüber befindet sich ein Gate und dahinter eine weitere Treppe, welche in eine Grotte führt.

Funde von einfachen Werkzeugen und Gräbern deuten darauf hin, dass Mellieħa seit 3000 v. Chr. bewohnt wurde.

 

Während der römischen und byzantinischen Besatzung Maltas (ca. 210 v. Chr. bis 870 n. Chr.) lebten in der Region um Mellieħa hauptsächlich Bauern und Fischer.

 

Als Behausungen dienten überwiegend natürliche Höhlen. In Zeiten der arabischen Besatzung (870 - 1127 n. Chr.) wurde die Region Mellieħa von den Einwohnern verlassen.

 

Während der Regierungszeiten der Johanniter (1530–1798) wurde Mellieħa gemächlich neu besiedelt, und die damals erbaute und noch bis heute in Teilen erhaltene Kapelle der heiligen Jungfrau Maria diente den Einwohnern ganz Maltas als Pilgerstätte.

 

Sie enthält eine direkt auf den Fels gemalte Mariendarstellung, die der Legende nach vom Evangelisten Lukas stammen soll, tatsächlich aber erst im 13. Jahrhundert entstand.

Die Britische Machtergreifung in Malta um 1800 führte zu einer nachhaltigen Neubesiedelung Mellieħas.

 

Im Zentrum von Mellieha, direkt an der Hauptverkehrsader lassen sich die meisten Geschäfte, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Souvenir-Läden, Pastizzi-Stuben, Cafés, Banken, Post, Bushaltestellen, etc. finden.

 

Auch das 4 Sterne, Maritime Antonine Hotel, liegt hier. In einer Seitenstraße befindet sich das Pergola Hotel (4 Sterne).

 

In Mellieha liegt auch der Santa Maria Estate, ein Villenviertel mit luxuriösen Anwesen – beinahe jedes mit eigenem Swimming-Pool. Viele Malteser vermieten Ihre Luxus-Villen an Feriengäste!

 

 

Bus: 43, 44, 45, 48, 645

 

Mġarr

Mġarr (oder L-Imġarr), früher bekannt als Mgiarro, ist eine kleine Stadt im Nordwesten der Insel Malta. Mġarr ist eine typische Landgemeinde in einem abgelegenen Gebiet westlich von Mosta.

Es ist umschlossen von reichem Bauernland und Weinfeldern. Viele ihrer 2995 Einwohner sind Haupt- oder Nebenerwerbsbauern.

Die Geschichte von Mġarr beginnt als Landgemeinde und Eigentum einiger Patrizierfamilien aus Mdina, wie z. B. der Familie Vasallo. Mgiarro wurde vom König von Sizilien der Familie Inguanez geschenkt, und einige Zeit später verkauften diese es an die Familie Falsone. Im Laufe der Zeit wurde das Land aufgeteilt und den verschiedenen Nachkommen vererbt.

 

Mġarr ist bis heute ziemlich gewachsen und wird trotzdem noch als Landgemeinde mit frischer Luft, weit weg von den industriellen Zentren Maltas, angesehen. Mġarrs bäuerliches Umfeld umfasst viele ländliche Orte, wie Binġemma, Wardija, Fomm ir-Riħ und Ġnejna Bay.

Mġarr hat zwei wichtige Grabungsstätten: Ta’ Ħaġrat, das sich immer noch in gutem Erhaltungszustand befindet, liegt auf einem Feld nahe dem Stadtzentrum, Ta' Skorba, ausgegraben 1963, liegt ein wenig außerhalb der Stadt.

In Mġarr ist beliebt bei Leuten, die in seiner Umgebung wandern oder in ihren Autos zum Baden an die nahegelegenen Strände fahren.

 

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Mġarr eine eigene Pfarrgemeinde und bekam eine eigene Kirche. Diese Kirche hat eine der größten Kuppeln der Welt nach der von Mosta. Die einzigartige, ovale Form der Kuppel weist auf die große Menge Geld hin, die aus dem Verkauf von in der Stadt gelegten Eiern erwirtschaftet wurde: Mehr als 300.000 Stück wurden für dieses Projekt verkauft.

 

Die Pfarrkirche Sta. Maria ist eine kleinere Kopie der Rotunda von Mosta. Ihr Bau wurde 1912 begonnen und durch Eigenarbeit und großzügige Spenden aus dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten der Gemeindemitglieder ermöglicht. Trotz aller Anstrengungen, den Bau zu beschleunigen, konnte er erst 1946 vollendet werden.

Die Kirche steht auf einem erhöhten Standort und diese Terrasse bietet einen bestechenden Blick über die fruchtbaren Felder und das angrenzende Hügelland.

 

Viele alte Häuser gibt es noch in den engen Straßen rund um die Kirche. Moderne Bauten und eine Eigenheimsiedlung kamen später hinzu.

Signor di Mugiarro

Dieser Titel ist mit dem Gebiet des heutigen Mġarr verbunden, das von den Familien Inguanez und Falsone an ihre Nachkommen vererbt wurde.

 

Die Familie Vasallo hatte diesen Titel seit dem 15. Jahrhundert und vererbte ihn an die älteste Tochter und ihre Nachkommen. Er wurde nie von der British Royal Commission in ihre Studien über maltesische Adelstitel aufgenommen, da er ja auf italienischen Ursprüngen beruhte.

 

Heutiger Inhaber des Titels "Signor die Mugiarro" ist Prinzipat Giuseppe Said als ältester Erbe der führeren Lordschaft von Mġarr (resp. Migarro).

 

Titel: Signores di Mugiarro

Gestiftet: 1442

An: Antonio Inguanez, Barone di Ghariexem e Tabia, Signore di Saccaya e San Giorgio.

Von: Königreich beider Sizilien

Inhaber: Seine Nachkommen für alle Zeiten

Derzeitiger Inhaber: Prinzipat Giuseppe Said, 18. Signore di Mugiarro

 

 

Mosta

Mosta ist etwa neun Kilometer von der Hauptstadt Valletta entfernt und liegt an der Straße nach Buġibba. Das Umland liegt in einer für Maltas Verhältnisse fruchtbaren Ebene, die nordwestlich von dem Höhenzug der Victoria Lines begrenzt wird. Der Nachbarort Naxxar schließt sich unmittelbar nordöstlich an.

 

Malta, dieser Name steht als Synonym für endlose Blumenhaine und goldfarbene Strände, die sich kilometerlang unter der glühenden Sonne des Mittelmeeres zum Horizont strecken. Aber Malta bietet den Urlauber mehr. Hier mitten in dieser Oase liegt das kleine Städtchen Mosta.

 

Mosta liegt im nordwestlichen Zentrum der Blumeninsel, etwa neun Kilometer von der Hauptstadt Valletta entfernt. In dieser Tiefebene Maltas findet sich nur eine der fruchtbarsten Gegenden Maltas, sondern auch eine der Schönsten.

Der Ortsname Mosta ist wahrscheinlich vom arabischen Wort „musta“ abgeleitet, was soviel wie Mitte bedeutet und gibt damit wohl die Lage des Ortes auf der Insel wieder. Ohne Zweifel ist Mosta eine der ältesten Siedlungen auf Malta, denn archäologische Funde haben belegt, dass hier schon zu prähistorischen Zeiten Menschen lebten.

 

Im Mittelalter war Mosta Zufluchtsort für die Bevölkerung, wenn Piraten mit ihren Überfällen die Insel heimsuchten. Später entwickelte sich der Ort aufgrund seiner günstigen landschaftlichen Lage zum Zentrum der maltesischen Landwirtschaft. 1775 wurde in Mosta der Komponist Nicolas Isouard geboren. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt Ziel deutscher Bombenangriffe.

 

In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wuchs Mosta zu einer der größten Städte Maltas heran, an der Peripherie entstanden mehrere neue Wohnsiedlungen.

Die Lage des Ortes gab ihm schließlich auch den Namen, der soviel bedeutet wie "Fruchtbar", und das ist Mosta auch. Der zarte Duft von Lavendel und Thymian zieht durch die Luft und umhüllt den Besucher in ein mittelmeertypisches Flair.

 

Ewige Limetten- und Orangenhaine tun ihr Übriges zu dieser außergewöhnlichen Atmosphäre dazu.

Lassen Sie sich verzaubern von Mosta, dass Ihnen seine historische Vergangenheit eindrucksvoll vor Augen führt.

 

Ob die Rotunda von Mosta, die Maria-Himmelfahrts-Kirche, die die als drittgrößte Kuppelkirche der Welt ist, oder die kleinen, urigen Gassen, die jede für sich den Besucher in das traumhafte und auch turbulente Leben der Einwohner Mostas entführt.

Genießen Sie in dieser Kulisse nicht nur das Leben Mostas, sondern auch die köstlichen Spezialitäten, die Ihnen geboten werden.

 

Von der wohlschmeckenden Aljotta , der berühmten Fischsuppe, bis hin zu den süßen Leckerbissen, den Imqaret, können Sie sich hier perfekt verköstigen.

 

Nutzen Sie das vielfältige Kultur- und Sportprogramm.

 

Entdecken Sie Mosta bei einer Wanderung und tauchen Sie ein in diese Welt voll von ungewöhnlichen Bewohnern. Oder schwimmen Sie bei einer Tauchtour durch die unbekannten Weiten des Meeres.

 

 

Mqabba

Mqabba (oder L-Imqabba) ist ein kleines Dorf im Süden der Insel Malta mit 3021 Einwohnern (Stand: November 2005).

Der Ort ist bekannt für seine Kalksteinbrüche. Fossilien fand man in den Steinbrüchen Ta' Xantin und Ta' Kandja. Frühchristliche Katakomben, bekannt als Ta' Mintna wurden in diesem Dorf gefunden.

 

Einer der größten Feuerwerkshersteller Maltas, die Santa Marija Fireworks Factory ist in Mquabba ansässig. Von dieser werden jährlich Vorführungen organisiert. Neben anderen Bauwerken findet man den Vincenti Tower und verschiedene Kapellen in Mqabba, wie zum Beispiel die Kapellen des hl. Basil, Our Lady of Sorrows (Maria), hl. Johannes und hl. Katharina.

 

Die Pfarrkirche ist der Himmelfahrt unserer lieben Frau geweiht. Neben dem Hauptfest Santa Marija mit vielen Besuchern von der ganzen Insel, die das Feuerwerk betrachten, wird auch noch das Fest "Our Lady of the Lilies" gefeiert.

 

Mariae Himmelfahrt wird am 15. August gefeiert, und zwar ebenfalls in Qrendi, Gudja, Għaxaq, Mosta, Attard und Victoria Rabat (Gozo).

Our Lady of the Lilies wird normalerweise am 3.Juniwochenende gefeiert.

 

In Mqabba ist der FC Mqabba angesiedelt, ein Fußballverein, der aktuell in der zweiten maltesischen Liga, der First Division spielt.

Msida

Msida (oder L-Imsida) ist eine Hafenstadt im Nordosten Maltas. Sie hat 7623 Einwohner. Obwohl sie recht klein ist, ist sie eine der wichtigsten Städte in Malta.

Ihr Name ist von einem arabischen Begriff abgeleitet, das im Deutschen etwa "Wohnort eines Fischers" bedeutet.

 

Allerdings könnte der Name auch von dem maltesischen Begriff "Omm Sidna" (dt.: Mutter Gottes) abgeleitet sein, da es früher an dieser Stelle vermutlich eine kleine Marienkapelle gab.

Msida war früher ein kleines Fischerdorf. Heute ist es natürlich mehr verstädtert, aber es gibt dort immer noch einige Fischer.

Msida wurde 1867 eine eigene Gemeinde. Die Siedlung entstand um ein paar Hütten im Landesinneren an der heutigen Valley Road und einige kleine Straßen und Wege, die hoch zum Gebiet Villambrosa führten. Dieser Zustand dauerte allerdings nicht lange, da 1881 die neue Kirchengemeinde Ħamrun abgespalten wurde.

 

Heute ist die Villambrosa Street eine stille Erinnerung an Msidas Gerichtsrecht in dieser Gegend. In der Folge gingen Msida weitere Gebiete an neue Gemeinden verloren, so 1918 an Santa Venera, 1968 an Pietà und 1969 an Ta' Xbiex.

Die Bevölkerung Msidas, die zu den besten Zeiten schon 11000 betragen hatte, schrumpfte so wieder auf 6000. Trotz der vorgenannten Aderlässe hat die Bevölkerung - insbesondere durch Siedlungsneubau im Außenviertel Swatar wieder auf 7600 zugenommen.

 

In Swatar liegt auch das St. Martin’s College, eine führende, private weiterführende Schule.

Heute ist Msida eine quirlige Universitätsstadt und die Entwicklung hat sich auf eine ständig wachsende Zahl von Studenten an der Universität von Malta konzentriert. Ebenso entstanden in der Stadt in den letzten Jahren etliche neue Dienstleistungsbetriebe.

Der untere Teil Msidas liegt am Ausgang eines flachen Trockentales und ist ein Konzentrationspunkt für den Verkehr nach Sliema, Valletta, Birkirkara und zum St. Luke’s Krankenhaus. Bei Regen sammelt sich Wasser von höher liegenden Gebieten in dem Trockental und stürzt durch Msida ins Meer.

 

Dadurch werden oft Überflutungen im Bereich gegenüber der Pfarrkirche St. Joseph bewirkt, die früher den Straßenverkehr behinderten. Vor einigen Jahren wurde die Straße im direkt am Hafen daher um ca. 0,5 m höher gelegt. In Msida findet man außerdem eine alte Felsenkapelle, die der Unbefleckten Empfängnis geweiht ist und in ihrer Art eine Seltenheit ist.

 

Msida hat - besonders im Winter - auch viel mit Überflutungen von See her zu kämpfen, da das Stadtzentrum und umgebende Gebiete zum Teil unter Meeresniveau liegen. Ein neues Projekt zur Sammlung von Regenwasser sollte das jährliche Überflutungsproblem in Msida und angrenzenden Städten deutlich verbessern.

 

Universität Malta

Die Universität von Malta befindet sich im Ortsteil Tal-Qroqq im westlichen Teil Msidas oberhalb des Stadtzentrums. Ebenfalls besitzt Msida das Giovanni Francesco Abela Junior College und ein staatliches Pflegeheim.

 

 

Mater Dei Hospital

Das neue Krankenhaus Maltas, das Mater Dei Hospital, entsteht ebenfalls am Rande Msidas. Wenn es fertig ist, wird es eine Geschossfläche von 232.000 m² und ca. 8000 Räume haben. Ebenso sollen Hörsäle für die Universität von Malta enthalten sein.

Bis heute hat das neue Krankenhaus 750 Millionen € gekostet, was eine erhebliche Kostenüberschreitung gegenüber den ursprünglich angesetzten 83 Mio. Lm (ca. 202,5 Mio. €) ist, und die Fertigstellung hat sich jetzt schon um 4 Jahre verzögert.

 

Wegen des schlechten Managements stand es in den letzten zehn Jahren bereits im Zentrum politischer Diskussionen. Eigentlich war dieses Krankenhaus als Spezialklinik von der nationalistischen Regierung (PN) geplant, wurde aber mit der Regierungsübernahme der Labour Party zum Zentralkrankenhaus umgewidmet.

 

So wurde es gegenüber den ursprünglichen Planungen deutlich vergrößert und sollte nach 15 Jahren Bauzeit im Juli 2008 offiziell eröffnet werden. Sein Betrieb soll dann pro Woche ca. 3,66 Mio. € kosten.

 

 

Der Jachthafen von Msida

Im späten 19. Jahrhundert sollte ein Trockendock der britischen Marine im Zentrum des Hafens von Msida in der Nähe des früheren Torpedodepots entstehen.

Diesen Plan ließ man bald wieder fallen, aber stattdessen entstand hier in späteren Jahren ein beliebter Jachthafen, der wegen der entsprechenden Anreize der Regierung seitdem stetig gewachsen ist.

Obwohl dieser Hafen "Jachthafen Msida" heißt, erstrecken sich viele der Quais über Msida hinaus in die angrenzenden Städte Pietà, Ta' Xbiex und Gżira.

 

 

Kultur

Msida feiert das traditionelle Fest des hl. Josef am ersten Sonntag im Juli, obwohl dessen Namenstag am 19. März ist. Der örtliche Fußballverein, der Msida St. Joseph FC, spielt in der Maltese Premier League.

 

 

Mtarfa

Mtarfa (oder L-Imtarfa) ist eine kleine Ortschaft in der Nähe der Städte Rabat und Mdina in der Mitte Maltas. Sie hat 2396 Einwohner.

Mtarfa ist heute eine moderne Siedlung. Es gibt aber römische Schriften, die auf einen Tempel der Proserpina hinweisen.

1890 wurden Kasernen für die britische Armee gebaut.

 

Während des Ersten Weltkrieges baute man das RNH Mtarfa, ein Marinehospital.

Heute ist es eine weiterführende Schule, die nach Sir Temi Żammit benannt ist. Die Briten bauten während der Kolonialzeit Maltas eine Kapelle, die dem heiligen Oswald geweiht ist.

Naxxar

Naxxar [ˈNaʃar] ist eine Stadt im nordöstlichen Zentrum der Mittelmeerinsel Malta. Sie ist etwa zehn Kilometer von der maltesischen Hauptstadt Valletta entfernt und liegt an der Straße von Sliema nach Mosta.

Das Umland liegt in einer für Maltas Verhältnisse fruchtbaren Ebene, die nordwestlich von dem Höhenzug der Victoria Lines begrenzt wird.

Der Nachbarort Mosta schließt sich unmittelbar in westlicher Richtung an. Ein Ausflug in diese Stadt bietet sich daher geradezu an und in Anbetracht der interessanten Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten in Naxxar lohnt es sich auch allemal.

Die sehr frühe Besiedlung der Region Naxxar machen die bis zu 60 Zentimeter in den Kalkstein eingegrabenen vermeintlichen Wagenspuren aus der Bronzezeit deutlich, die nördlich des Ortes zu finden sind.

 

Für die Deutung des Ortsnamen kursieren zwei Versionen. Im Arabischen gibt es ein ähnliches Wort, das mit „teilen um zu trennen“ übersetzt werden kann.

 

Damit ist möglicherweise der geografische Hinweis auf den im Norden Naxxars verlaufenden Höhenzug, der in der Tat die Insel teilt, gemeint. Man kann aber auch der Aussage folgen, dass Naxxar dem Wort „nasra“ abgeleitet ist, das so viel wie „Christentum“ bedeutet und einen Hinweis gibt auf die Vermutung, dass der Apostel Paulus nach seinem Schiffbruch vor Malta in Naxxar gepredigt hat.

Schon 1436 gehört eine Kirche in Naxxar zum Pfarrbezirk des Bischofs De Mello, und sie war bereits damals der Mutter Gottes geweiht. 1575 unterstanden dem Pfarrbezirk Naxxar 36 Kirchen, darunter allein 14 in Naxxar selbst. Die heutige Kirche „Our Lady of Victories“ wurde zwischen 1616 und 1630 erbaut, als für die damals 1.200 Einwohner eine größere Kirche benötigt wurde.

 

Der Bauplan stammt von Tommaso Dingli, einem der besten maltesischen Architekten der damaligen Zeit. 1691 wurden der Chor und die Außenanlagen noch einmal nach einem Entwurf von Lorenzo Gafà, dem Architekten der Kathedrale von Mdina, umgestaltet.

 

Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude, der Palazzo Parisio, hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Zunächst von den Jesuiten als Sommerresidenz genutzt, erwarb der Marquis Giuseppe Scicluna das Grundstück und ließ das Gebäude in den Jahren von 1898 bis 1906 in eine prunkvolle Residenz im italienischen Renaissancestil umbauen.

 

Auch die Inneneinrichtung wurde mit Werken italienischer Künstler ausgestattet.

Scicluna ließ außerdem einen für Malta einmaligen barocken Garten mit symmetrischen Rabatten, Springbrunnen und einer Orangerie anlegen. Der Marquis starb bereits 1907 kurz nach der Fertigstellung seiner Residenz, die danach nicht mehr weiter privat genutzt wurde.

 

Die Erben machten das Grundstück der Öffentlichkeit zugänglich. Noch heute ist der Palazzo im Eigentum der Familie Scicluna, die auf Malta eine Bierbrauerei betreibt.

 

Neben dem Fremdenverkehr ist die jährlich im Juli stattfindende Internationale Handelsmesse (Malta International Trade) zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Naxxar geworden. In Naxxar befindet sich auch die berühmteste Likör-Brauerei Maltas - Zeppi´s. Zeppi´s stellt unter anderem auch den Bajtra-Likör her.

 

Denn hinter der schicken Fassade verbergen sich noch prunkvollere Räume, deren Decken mit Zeichnungen des italienischen Künstlers Filippo Venuti verziert wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten von Naxxar sind die Pfarreikirche, die zwei Festungstürme sowie die zahlreichen Windmühlen.

 

Außerdem sind die Restaurants der Stadt eine wahre Gaumenfreude und bei einem Spaziergang durch die schmalen Gassen erfährt man viel über das sympathische maltesische Völkchen.

 

Wie in anderen kleinen Städten Maltas ist es auch in Naxxar recht kompliziert, eine Unterkunft für ein paar Nächte zu finden. Da Naxxar aber in direkter Nähe zu Valletta liegt, empfiehlt es sich, dort ein Hotelzimmer zu mieten.

 

Paola

"Paola" (auch: "Pawla" oder "Paula", maltesisch meist "Raħal Ġdid" – „neue Stadt“ genannt) ist eine Stadt im Osten Maltas.

Paola ist eine bedeutsame Stadt des Weltkulturerbes UNESCO im Osten von Malta, in unmittelbarer Nähe von Tarxien und südlich von Valletta.

Paola wurde 1626 von den Johanniterrittern, deren Großmeister Antoine de Paule hat dem Ort seinen Namen gegeben, gegründet, heute leben über 12 000 Einwohner in Paola.

Das Straßennetz des Ortes ist auffällig schachbrettartig gestaltet, man trifft auf lange Straßenzüge und Häuser mit Balkonen. Die Straßen von Paola gehen in den Nachbarort Tarxien über.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in der Region gehören unter andrem eine Moschee, eine Kirche, das Hypogäum und die Tarxien Tempelanlage. Das Hypogäum, eine unterirdische Grabhöhle, an der Straße von Paola nach Santa Lucia liegend, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Es ist ein bedeutendes Bauwerk, eine einzigartig erhaltene Kultstätte aus der Jungsteinzeit (5000 Jahre vor Ch.) und befindet sich im Erdbereich bei einer Tiefe bis zu 14 m, 3-etageig bei einer Grundfläche von 500 m².

 

Im unterirdischen Gebäude befinden sich Hallen, Kammern, Gänge und Wände mit Wandmalerei. Insgesamt wurden 7000 vollständige Skelette, über 20000 Skelettreste und Steinstatuen im Höhlensystem gefunden.

 

Man geht davon aus, dass die Höhle früher unter anderem eine Begräbnisstätte war. Ein weiteres bedeutendes Bauwerk des Weltkulturerbes UNESCO sind die Tarxien Tempel, diese befinden sich an der Strasse von Valletta nach Zejtun.

Diese gehören zu den am besterhaltenen Megalithbauten auf Malta, diese bestanden aus 6 Tempels und wurden wahrscheinlich 2500 - 3800 Jahre vor Christus erbaut. Drei Tempel und verschiedene Gegenstände, wie auch alte Steinschalen, sind noch sehr gut erhalten sowie rekonstruiert und können besichtigt werden.

 

Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein war Paola nur ein kleiner Ort, wuchs aber dann als Wohngebiet für die Arbeiter der in der Nähe befindlichen Werften.

Der Fußballverein Hibernians Paola gilt als einer der erfolgreichsten maltesischen Fußballvereine und gewann bislang 15 nationale Titel. Das vereinseigene Stadion Hibernians Football Ground ist mit bis zu 8.000 Plätzen die zweitgrößte Arena auf Malta.

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

* der Dom

* das Hypogäum von Ħal-Saflieni

* ein großer Friedhof an der Stadtgrenze

 

 

Pembroke

Pembroke, Maltas jüngste Stadt, liegt an der Nordküste der Insel. Östlich davon liegt Paceville, die Vergnügungsmeile Maltas. Die Küsten- und Touristenstadt St. Julian's liegt im Südosten und die Wohngebiete von Swieqi in Süden.

 

Das High-Society-Dorf Madliena ist von hier aus im Westen zu finden und Baħar iċ-Ċagħaq in einiger Entfernung im Nordwesten.

 

Die Fläche der Gemeinde beträgt 2,3 km² und es leben 2916 Einwohner dort. Pembroke wurde nach Robert Henry, dem 12. Earl of Pembroke und britischen Kriegsminister von 1859 benannt.

Geschichte

Die Stadt wurde von den Rittern des Johanniterordens gegründet, die einen Wachturm an dieser Küste bauten, um den Großen Hafen zu verteidigen, der ca. 6 km östlich davon liegt. Die Briten bauten die Befestigungen in Pembroke allerdings erst richtig aus.

 

Die ersten Kasernen wurden zwischen 1859 und 1862 errichtet und nach Englands Schutzheiligen, St. Georg, benannt.

Später entstanden weitere Kasernen mit den Namen der Schutzheiligen von Schottland und Irland, St. Andreas und St. Patrick. Fort Pembroke wurde zwischen 1875 und 1878 erstellt, um die Annäherung der Feinde von See her an den Großen Hafen zu verhindern und die rechte Flanke der Victoria Lines zu verteidigen.

 

Heute ist es eine internationale Schule, die IGSCE- und IB-Programme anbietet. Die Pembroke Battery entstand 1897 bis 1899 und diente demselben Zweck.

Die letzten britischen Soldaten verließen Pembroke 1979. Während des Zweiten Weltkriegs waren deutsche Kriegsgefangene in Fort Pembroke und bauten während ihres Aufenthaltes eine kleine Kapelle, die von den britischen Truppen genutzt wurde.

 

Alles von den Briten beanspruchte Land wurde bei deren Abzug an die Republik Malta zurückgegeben.

 

Jüngere Vergangenheit

Pembroke wurde noch Mitte der 1980er Jahre vernachlässigt; die Kasernen wurden in Mietshäuser und einen wenig erfolgreichen Hotelkomplex umgewandelt.

 

Aber die Regierung verkaufte Grundstücke und 1986 siedelten die ersten Einwohner dort. Pembroke entwickelte sich zu einer sauberen, sicheren und netten Stadt, die – besonders im Sommer – bei den Sprachstudenten beliebt ist.

 

 

Pietà

Pietà (oder Tal-Pietà) ist eine kleine Stadt im Gebiet um den Marsamxett Harbour. Pietà schließt sich direkt westlich an Floriana an. Ihr Name ist aus dem Italienischen abgeleitet und bedeutet "Frömmigkeit".

Das ehem. staatliche maltesische Krankenhaus, St. Luke's Hospital, liegt in Pietà, ebenso wie die medizinische Fakultät der Universität Malta. Pietà liegt am Marsamxett Harbour und ein altes Bootshaus von beträchtlichem historischem Interesse findet sich an der Promenade.

Ebenso geschichtlich interessant, weil sichtbar auf vielen alten Drucken, ist die kleine Kapelle Our Lady of the Sorrows (Mutter der Schmerzen), die im 17. Jahrhundert entstand. Die Kapelle ist noch heute in Benutzung.

Die Pfarrkirche geht nur auf das Jahr 1968 zurück. Sie ist der Gottesmutter von Fátima geweiht und wird vom Dominikanischen Orden betrieben. Das St. Augustine College gehört dem Augustinischen Orden.

 

Zwei Straßen in der Nähe tragen die Namen von St. Augustin und seiner Mutter, der hl. Monika. Von Pietà fahren Fähren nach Gozo und Sizilien ab. Ebenfalls ist hier das Depot der Patroulienboote der maltesischen Marine in Haywharf zu finden. Auf dem Gemeindegebiet von Pietà liegt auch der Weiler Gwardamangia.

 

 

 

Ebenfalls in Pietà finden sich:

 

Das Waisenhaus der Ursulinen

PBS - ein nationaler Fernsehsender

Villa Gwardamangia - ehem. Residenz der Prinzessin Elisabeth (später Königin Elisabeth II.)von 1949 bis 1951.

der Ta' Braxia - Friedhofskomplex, wo viele britische Veteranen aus dem Ersten Weltkrieg und Garrison-Veteranen der britischen Armee und Navy begraben liegen

das Hauptquartier der Partid Nazzjonalista. Es wurde 1969 hier gebaut.

der Fußballverein Pietà Hotspurs, der seit 1994 in der Maltese Premier League spielt.

 

 

Pietà gilt als Vorort von Msida und Valletta. Die meisten Einwohner kamen in den letzten 30 Jahren aus dieser Region. Bevölkerungszahl und Stadt sind in den letzten Jahren dank eines neuen Siedlungsgebietes und der Renovierung alter Häuser stark gewachsen. Die Einwohnerzahl liegt bei 3853 (Stand: November 2005).

 

Söhne und Töchter der Stadt

 

Jason Azzopardi (* 1971), Politiker

Etienne Barbara (* 1982), Fußballspieler

Glenn Bedingfield (* 1974), Journalist und Politiker

Cleavon Frendo (* 1985), Fußballspieler

Edward Herrera (* 1986), Fußballspieler

Jonathan Holland (* 1978), Fußballspieler

Michael Mifsud (* 1981), Fußballspieler

Joseph Muscat (* 1974), Politiker

Kenneth Scicluna (* 1979), Fußballspieler

 

 

Qormi

Qormi (ausgesprochen: Oor'mie), bekannt auch als Ħal Qormi oder Città Pinto, ist eine Stadt in Malta mit rund 16.600 Einwohnern.

Die Stadt liegt südwestlich von Valletta im Inneren der Insel Malta. Die Nachbargemeinden von Qormi sind Marsa, Luqa und Żebbuġ. Qormi liegt südöstlich der Hauptstraße von Mdina nach Valletta.

Statue des letzten Abendmahls (nach Michelangelo) auf einem Karfreitagsumzug in QormiDie Schutzheiligen von Qormi sind St. Georg und St. Sebastian.

 

Im Sommer feiert die Bevölkerung 2 Wochen lang ihre Schutzheiligen. Die Stadt ist auch für ihre Karfreitagsprozessionen bekannt, an denen jedes Jahr über 500 Menschen teilnehmen.

Die Gegend wurde schon in der Bronzezeit besiedelt. Einige Grabstätten, die im letzten Jahrhundert gefunden wurden, legen den Schluss nahe, dass die Phönizier mit der damaligen Bevölkerung Handel getrieben haben.

 

Im 15. Jahrhundert etablierte sich Qormi als eine von Maltas ersten Pfarrgemeinden und hatte zu dieser Zeit auch die größte Pfarrkirche in Malta.

Die Bevölkerung von Qormi wuchs im 18. Jahrhundert und Manuel Pinto de Fonseca, Großmeister des Malteserordens, verlieh ihr die Stadtrechte am 25. Mai 1743. Wie der größte Teil des Inneren der Insel Malta ist Qormi dicht besiedelt.

 

Früher wurde Qormi auch Casal Fornaro genannt (malt. für: Bäckerdorf), da es dort eine große Zahl von Bäckereien gab. In der Stadt wurde das Brot für den größten Teil Maltas gebacken.

Qormi heute

Qormi wird durch ein Stadtparlament (Local Council) regiert, das 1993 nach dem "Local Council Act" eingerichtet wurde.

Qormis Pfarrgemeinde besitzt einen Radiosender, "Bastjanizi FM".

 

Ebenso gibt es den "Qormi Basketball Club", eines der besten maltesischen Basketballteams, und den "Qormi Hockey Club", sowie den Fußballverein "Qormi FC".

Qormi ist heute eines der wichtigsten Zentren Maltas für Handel und Industrie.

 

 

Qrendi

Qrendi oder Il-Qrendi ist ein kleines Dorf im Südwesten der Insel Malta mit 2525 Einwohnern.

Es befindet sich in der Nähe von Mqabba und Żurrieq.

Auf seinem Gemeindegebiet befinden sich die jungsteinzeitlichen Tempel von Mnajdra und Ħaġar Qim

Qrendi taucht geschichtlich zuerst 1417 in den Verpflichtungslisten der Miliz auf, in denen 26 Haushalte - also Bauernhäuser - verzeichnet waren; in der Hälfte der Fälle waren die Familiennamen die gleichen, die man heute noch in Qrendi finden kann. Doch Qrendi war schon viel früher besiedelt.

Die Tempelanlagen von Mnajdra und Ħaġar Qim entstanden 3800 v. Chr., womit sie - wie andere Überreste aus der Tempelzeit - zu den ersten freistehenden Bauwerken der Menschheitsgeschichte zählen. Überreste von Gräbern und Katakomben auf den Feldern, sowie andere vorgeschichtliche Funde weisen auf den lange zurückliegenden Beginn der Besiedlung hin.

 

Als Dank für die Vertreibung der Türken bei der ersten Großen Belagerung 1565 wurde die Kapelle der hl. Anna in Qrendi gebaut.

 

Die andere Große Belagerung musste Malta im Zweiten Weltkrieg über sich ergehen lassen, als die Achsenmächte die Inseln bis zur Kapitulation zerbomben wollten. Qrendi und seine Umgebung beherbergte eine Anzahl britischer Garnisonen, die sich auf Aktionen gegen Rommels Streitkräfte in Nordafrika vorbereiteten.

Nahe Qrendi wurde ein Flugplatz für die geplante alliierte Invasion Siziliens erbaut und obwohl dieses Gelände zurückverwandelt wurde, können nördlich des Dorfes immer noch einige Gebäude und der Landestreifen ausgemacht werden.

 

In dieser Zeit wurden auch Bomben auf Qrendi geworfen, woraufhin Häuser beschädigt wurden und viele Menschen ihr Leben verloren. Besonders ältere Leute schafften es nicht mehr, in die unterirdischen Schutzräume zu kommen, die von den Einwohnern errichtet worden waren.

 

Unter den zerstörten Gebäuden findet sich auch die Pfarrkirche St. Matthäus, die nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde.

Neuere Zeit

Mit der Zeit ist Qrendi langsam bis zu einer vierstelligen Bevölkerungszahl gewachsen; heute liegt sie bei etwas über 2500 Einwohnern. Bis vor kurzer Zeit lebten die Einwohner von der Landwirtschaft, von Steinbrüchen und vom Fischen.

 

Das Dorf hat sich in den letzten Jahren durch eine Umgehungsstraße und neue Siedlungsgebiete ziemlich verändert. Der Busbahnhof und ein freier Platz vor der Pfarrkirche wurden durch Entfernung der Fundamente eines alten Landhauses geschaffen.

 

Durch den "Council Act" von 1993 wurde Qrendi zum Distrikt mit eigenem Gemeinderat; 5 Mitglieder werden alle drei Jahre gewählt und einer davon wird Bürgermeister. Die Unterhaltung der Straßen des Ortes, die Straßenreinigung und die Parkkontrollen zählen zu ihren Aufgaben.

 

Größere Aufgaben müssen mit der Regierung und anderen Institutionen abgesprochen werden. Ihr Büro ist neben dem Hauptplatz.

 

Qrendi hat seine eigene Volksschule und auch eine Sonderschule.

Sehenswürdigkeiten

Die schmalen, gewundenen Straßen, die Häuser mit Innenhöfen, die kleinen Felder und die bäuerlichen Räume sind typisch für Qrendi. Da Qrendi weit entfernt vom nächsten Supermarkt ist, gibt es viele Geschäfte, einschließlich einer alten, holzbefeuerten Bäckerei.

 

Viele Straßenhändler rufen ihre Waren aus und Früchte- und Fischkarren besuchen die Plätze in der Frühe.

Eine von Qrendis Sehenswürdigkeiten ist die Maqluba, eine karstige Vertiefung, die während eines großen Sturms 1343 eingebrochen ist. Man sagt, dass die kleine Kapelle an ihrem Eingang damals schon stand, was sie zu einem der ältesten überlebenden christlichen Gebäude in Malta macht.

 

In der Triq it-Torri (Tower Street) gibt es einen achteckigen Turm mit einem Unterposten oder einer Untergarnison der Ritter zum Schutz der Gegend vor Plünderern. Später bauten die Ritter eine Reihe von Beobachtungstürmen - Qrendi hat zwei, davon einen in Wied iż-Żurrieq, der nun als Polizeiposten dient und die heute noch seine originale Kanone auf dem Dach hat.

Der andere, Torri Ħamrija, steht an der Küste des archäologischen Parks von Ħaġar Qim. Als die Briten 1800 eintrafen, wurde Qrendi einem Magistrat (Luogotenente) unterstellt, und diese Personen wurden für ihr Auskommen mit einem von Wällen eingegrenzten Garten ausgestattet.

 

Dieser Garten wurde auf Veranlassung von Sir Alexander Ball, dem Zivilverwalter, angelegt und ist heute als Il-Ġnien Tal-Kmandant bekannt.

 

 

Paläste und Türme

Qrendi war schon immer ein beliebter Ort und die Malteserritter hatten ihre Sommerresidenzen hier; vier davon gibt es im Ortszentrum, Guarena Palace und Gutenberg Palace liegen außerhalb.

 

Am Rand des Dorfes liegt der Guarena Palace. Es war offensichtlich ein privates Landhaus von Ritter Pietro Roero di Guarena, das 1740 erstellt wurde. Irgendwie wurde es Eigentum einer edlen maltesischen Familie und ist heute immer noch als Privathaus in Gebrauch.

 

Es wurde im typischen Stil des 18. Jahrhunderts gebaut, als Verteidigung nicht mehr der wichtigste Aspekt war, und gleichzeitig ist die Fassade nicht übermäßig verziert.

An der Küste, nahe den vorgeschichtlichen Überresten von Ħaġar Qim und Mnajdra, findet man zwei interessante Bauwerke. Eines ist ein Turm, der Mitte des 17. Jahrhunderts während der Herrschaft des Großmeisters De Redin entstand. Er war Teil einer Reihe von geplanten Wachtürmen in der Gegend, von denen bei der Entdeckung anrückender Feinde Warnungen ausgesandt werden sollten.

 

In der Nähe befindet sich auch ein sehr einfaches Monument mit einer Namensinschrift. Es ist als Congreve Monument bekannt und erinnert an den britischen Gouverneur, der Befehl gab, ihn nach seinem Tode im Meer zwischen Malta und der Insel Filfla zu bestatten.

 

Ein weiterer Turm in der Gegend dient heute als Polizeistation in Wied iż-Żurrieq. Dieser Turm wurde von Großmeister Lascaris gebaut und heißt Ta' Sciutu. Wenn man in diesen Turm eintritt, merkt man sofort, dass er nie zur wirklichen Verteidigung der Gegend diente.

 

Tatsächlich waren nur vier Leute als Wachen eingeteilt und ihre Hauptbeschäftigung war die Beobachtung verdächtiger Schiffsbewegungen. Einer von ihnen hatte ein Pferd, um im Bedarfsfall schnell die Behörden zu informieren.

Kirchen

Es gibt sieben Kirchen und Kapellen in der Pfarrei - meist auf älteren Ruinen errichtet, die Zeugnis über die religiöse Ergebenheit ablegen, die heute noch ein Charakteristikum des Dorflebens ist.

 

Als 1436 die ersten Pfarreien errichtet wurden, war Qrendi Teil von Żurrieq, aber als es wuchs, wurde es 1618 eine eigene Pfarrei; die ornamentreiche, barocke Pfarrkirche - von Lorenzo Gafà, den Architekten der Kathedrale von Mdina, entworfen - wurde 1720 fertig gestellt.

 

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Jahr werden zwei regelmäßige Dorffeste gefeiert: Das Fest der Gottesmutter von Lourdes wird entweder am letzten Sonntag im Juni oder am ersten Sonntag im Juli gefeiert, während man am 15. August Mariae Himmelfahrt - in Malta "Santa Marija" genannt - zelebriert.

 

In den ersten Julitagen und Mitte August organisieren die Band Clubs "festas", wochenlange religiöse Feste mit Musikaufführungen, Prozessionen, Straßenfesten und viel Feuerwerk. Es gibt auch viele kleinere "fieras" und Festivitäten.

Safi

Safi (oder Ħal Safi) ist ein Dorf mit 1948 Einwohnern im Südosten der Insel Malta, nahe Birżebbuġa.

Es gibt nur wenige Quellen über die Ursprünge von Safi. Allerdings nimmt man aufgrund der Funde an, dass vor Tausenden von Jahren jungsteinzeitliche Menschen ihre Häuser im Gebiet des heutigen Dorfes Safi bauten. Die Phönizier und die Römer lebten viele Jahre später auch hier.

Die Gründung des Dorfes, wie wir es heute kennen, liegt etwa 700 Jahre zurück. Safi war von vier anderen größeren Dörfern umgeben. Die Bauern trafen sich hier, um sich auf ihrem Weg nach Hause zu unterhalten.

Später wurde ein Standbild aufgestellt, und das war der Anfang eines neuen Dorfes, da viele Leute in der Nachbarschaft siedelten.

 

1419 kannte man das Dorf bereits als Ħal Safi. Nach der Aufzeichnungen der Armee waren 1419 zwischen 80 und 90 Leute als Einwohner registriert. Die Hauptbeschäftigung der Einwohner war die Landwirtschaft, besonders die Zucht von Schafen und Ziegen und der Feldbau.

 

Den Ursprung des Dorfnamens kennt man nicht. Einige Geschichtsforscher meinen, er kommt von der sauberen (malt.: safi) Luft im Dorf. Andere denken, der Name kommt daher, dass bei einer Epidemie im ganzen Land in Safi keiner infiziert war.

 

Sowohl das Wappen (ein hellblauer Streifen auf silbernem Grund) als auch das Motto (Sine Macula, dt.: ohne Makel) weisen auf die Namensbedeutung hin.

Erhebung zur selbständigen Gemeinde

Viele Jahre lang war Ħal Safi ein Teil von Bir Miftuħ. Jedoch wollten die Einwohner unabhängig sein, weil das andere Dorf zu weit weg war. Stattdessen wollten sie sich der Gemeinde Żurrieq anschließen, die wenigstens etwas näher lag.

 

Als 1575 Monsignor Dusina zu Besuch war, brachten die Einwohner ihren Wunsch vor. Ihnen wurde aber kein Gehör geschenkt.

Schließlich beschloss Bischof Gargallo 1592 die Orte Ħal Safi, Imqabba und Ħal Kirkop von Bir Miftuħ abzutrennen. Aus den drei Dörfern formte er eine Gemeinde. Father Carl Taliana aus Luqa wurde der erste Pfarrer.

 

Die Einwohner von Safi waren mit der neuen Situation allerdings immer noch nicht zufrieden, da sie lange Wege in Kauf nehmen mussten, wenn sie die Pfarrkirche Saint James in Ħal Kirkop zur Feier der Sakramente, wie der Heiligen Kommunion oder einem Begräbnis, besuchen wollten.

 

Als die Einwohner von Safi in Erfahrung brachten, dass eine neue Kirche in Ħal Kirkop gebaut werden sollte, weigerten sie sich, dafür Geld zu spenden.

1598 besuchte eine Delegation von 12 Einwohnern Safis Bischof Gargallo. Im Namen aller Einwohner übergaben sie ihm eine Petition, die verlangte, dass das nun 210 Seelen zählende Dorf eine eigene Pfarrgemeinde werden sollte. Diesmal stimmte der Bischof zu.

 

So wurde im April 1598 vor dem Notar Debono ein entsprechender Vertrag geschlossen.

Gemäß der Vereinbarung mussten die Einwohner von Safi dem Ortspfarrer jedes Jahr zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus einen Geldbetrag bezahlen. Als erster Pfarrer wurde Dun Ġwann Mizzi bestellt. Bereits nach drei Monaten wurde er allerdings zum Pfarrer von Imqabba befördert.

 

So übernahm Marjanu Xiriħa seine Aufgaben in Safi.

 

In diesen Jahren gab es 5 Kapellen in Safi. Die größte - dem hl. Paulus geweiht - wurde zur Pfarrkirche. Als Erinnerung an die Erhebung zur eigenen Kirchengemeinde wurde eine Glocke gekauft. Bildnisse des hl. Petrus und des hl. Paulus wurden zusammen mit der Inschrift "Sancte Paule Ora Pro Nobis" eingraviert.

 

Die anderen vier Kapellen waren folgen Heiligen geweiht: Agatha, Mariae Himmelfahrt, und zweimal Mariae Geburt. Nur noch die Kapelle Mariae Himmelfahrt ist heute erhalten; sie wurde 1761 wiederaufgebaut.

Das Dorffest

1575 wurde bereits ein kleines Fest für den hl. Paulus in der Kirche gefeiert. 1725 machte die Sache große Fortschritte, da auch die Feiern vor der Kirche größer ausfielen. 1840 wurde zum ersten Mal eine Statue durch die Straßen getragen. In diesem Jahr wurden die Feierlichkeiten bestens organisiert.

 

Sie schlossen Feuerwerk, Masken, Musikkapellen und liturgischen Zeremonien ein. Ab diesem Jahr wurden die Musikkapellen ein fester Bestandteil des Festes und 1874 gab es sogar eine eigene Bühne für die Band. Da die Festlichkeiten jedes Jahr noch größere Ausmaße annahmen, wurde 1929 ein Band Club gegründet.

 

Die beiden größten Dorffeste wurden 1960 und 1984 gefeiert. 1960 erinnerte man an die Landung des hl. Paulus auf der Insel, 1984 an die Stiftung der Paulskirche. Pilgerfahrten, Festreden, Chorauftritte, Auftritte von Musikkapellen und Feuerwerke wurden organisiert, um an den Jahrestag zu erinnern.

 

Bis 1959 feierte man am 25. Januar. Ab 1960 verlegte man das Fest wegen des meist schlechten Wetters im Januar auf den letzten Sonntag im August.

 

Im Jahr 1971 wurde eine neue Hymne gespielt. Ihr Text wurde von P. Callus geschrieben und die Melodie stammte von Monsignore A. Muscat Azzopardi. 1981 entstand eine weitere Hymne, von J. Żerafa (Text) und Monsignore E. Bugeja (Musik).

Als Fr. Michael Agius das Priesteramt übernahm, wurden die Festaktivitäten weiter vergrößert. Auf Initiative des St. Paul's Band Club wurde ein neuer Marsch für den Freitagabend dem Programm hinzugefügt.

 

Am Sonntag Morgen wurde ein weiterer Marsch eingefügt. Und die Feuerwerker organisierten noch einen Marsch für den Sonntag Abend. Genauso wurden die Dekorationen verschiedener Straßen und des Hauptplatzes für dieses religiöse Fest mit Lichtern und Fahnen verstärkt.

 

Der Tag nach dem Paulsfest gilt als Ferientag für alle Einwohner. Die meisten, die an der "Xalata" teilnehmen, gehen in der Armier Bay schwimmen.

 

 

Öffentliches Leben

In der Vergangenheit waren die meisten Einwohner von Safi in der Landwirtschaft beschäftigt. Andere waren Soldaten. Es gab aber auch Seeleute, Maurer, Steinmetze, Anstreicher, und ein ziemlicher Teil der Einwohner waren Straßenarbeiter.

 

Bald nach dem Zweiten Weltkrieg verließen viele Bauern ihre Felder und wurden Staatsangestellte. Heute sind die Berufe vielfältiger; es gibt Verwaltungsbeamte, Büroangestellte, Werft- und Fabrikarbeiter. Zusätzlich findet man viele Selbständige und Arbeitgeber.

 

In der letzten Zeit stieg auch die Zahl der Universitätsabgänger, die Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Buchhalter oder Manager wurden. Landwirtschaft wird heute meistens im Nebenerwerb betrieben, und für viele ist es eher ein Hobby als ein Lebensunterhalt.

 

Ende des zweiten Weltkrieges wurden die Straßenlaternen und Trinkwasserbrunnen nicht mehr gebraucht, da stattdessen die öffentlichen Dienstleistungen, wie Elektrizität, Abwasserreinigung, Post und Telefon, Leitungswasser etc. verbessert wurden. 1962 begann man mit dem Bau einer neuen, modernen Schule, die die alte in der St. Paul's Street ersetzte.

In den 1980er-Jahren entstand ein neues Spielfeld an der neuen Schule, das 2000 mit Kunststoffbelag versehen wurde. 1986 wurde eine neue Klinik in der St. George's Steet eingeweiht.

 

Außerdem steigen die Zahlen der Wohnhäuser und der Einwohner ständig. Auch die Einkaufsmöglichkeiten verbesserten sich in den letzten Jahren. Die üblichsten Familiennamen in Safi sind Busuttil und Żammit.

Die alten Straßen des Dorfes wurden alle nach Heiligen benannt, die neueren bekommen aber andere Namen.

 

Wie viele Dörfer haben auch die Einwohner von Safi niemanden in der Regierung der Republik Malta. Sie 1994 hat Safi seinen eigenen Gemeinderat, der nun viel mehr Projekte für die Bevölkerung realisiert als dies vorher der Fall war.

 

 

San Ġiljan

San Ġiljan (englisch: St Julian's oder St Julians) ist eine Stadt im Distrikt Northern Harbour an der Nordostküste von Malta mit rund 7600 Einwohnern.

 

Besonders bekannt ist San Ġiljan durch sein Vergnügungsviertel Paceville (auch: Paċeville) mit seinen mehr als 350 Diskotheken, Bars und Kneipen.

 

Gerade aufgrund dieses Freizeitangebots gilt San Ġiljan zusammen mit dem Nachbarort Sliema als Partyhochburg der Insel und ist gerade bei jungen Urlaubern, aber auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Paceville wird auch gelegentlich "Sin City" genannt.

In San Ġiljan befinden sich zudem einige Hotels der Luxusklasse wie beispielsweise das Hilton, Intercontinental oder Westin, sowie das bei der einheimischen Bevölkerung wenig beliebte Hochhaus Portomaso Tower.

 

 

Historisches

Ursprünglich war San Ġiljan ein kleines Fischerdorf an der Spinola Bay, in der sich auch heute noch ein kleiner Hafen befindet.

Ab den 1930er Jahren siedelten sich in San Ġiljan zunehmend wohlhabende Malteser an, wodurch sich das Bild des Ortes – beschleunigt durch die zunehmende Konzentration der Wirtschaft auf den Tourismus – wandelte.

Der Ortsteil Paceville liegt im Westen von San Ġiljan, zwischen Spinola Bay und St. George's Bay.

 

 

San Ġwann

San Ġwann ist die siebtgrößte Stadt Maltas und 12.630 Einwohner (Stand: November 2005). San Ġwann ist die größte Gemeinde von Maltas 9. Distrikt, der auch die Gemeinden Msida, Swieqi und Ta' Xbiex umfasst.

 

Die Vorstadt San Ġwann - erst seit 1965 eine eigene Kirchengemeinde - besteht hauptsächlich aus ziemlich modernen Häusern. Die wenigen archäologischen Fundstätten in diesem Gebiet legen jedoch nahe, dass San Ġwann durchaus eine lange Geschichte hat.

 

Die ältesten menschlichen Spuren an diesem Ort sind die Karrenspuren in der Nähe des Sant-Andrija-Gebietes. Diese Karrenspuren, die es auch in vielen anderen Teilen Maltas gibt, werden auf die vorpunische Zeit datiert und sind wahrscheinlich in der Bronzezeit 2300 - 1000 vor Christus entstanden.

 

Auch ihre ursprüngliche Funktion wurde nie ganz geklärt, aber man nimmt an, dass dem Straßenverkehr dienten.

Das Vorhandensein dieser prähistorischen Spuren legt nahe, dass es in dieser Gegend eine Landgemeinde gab, die sich die fruchtbaren Täler Wied Għomor, Wied il-Ballut und Wied Għollieqa zu Nutze machte. Die prähistorischen Bewohner dürften in Höhlen ähnlich denen hinter der Tal-Mensija-Kirche gelebt haben.

 

Diese Landgemeinde bewirtschaftete das Land in der Gegend über die folgenden Jahrhunderte. Überbleibsel aus römischer Zeit, wie einige Gräber und eine abgedeckte Zisterne, weisen auf ein funktionierendes Gemeinwesen hin. Die bekannteste archäologische Hinterlassenschaft aus dieser Zeit ist der "Roman Tower" in Ta' Ċieda.

 

Dieser Turm war einer von 8 Wehrtürmen in ganz Malta aus dem 3. nachchristlichen Jahrhundert. Auch weist dieser Turm auf fortgesetzte Siedlungstätigkeit hin, da der in der arabischen Zeit als Friedhof diente.

Die arabischen Ursprünge dieser Gegend kann man an den vielen semitischen Ortsnamen in mittelalterlichen notariellen Dokumenten sehen. Die alten Namen dieser Gegend - Tal-Għargħar, L-Imsierah - sind solche Beispiele. Diese Namen geben uns Hinweise auf das Aussehen dieser Gegend in dieser fernen Zeit.

 

Der alte Name "Tal-Għargħar" zeigt an, dass dies ein mit Koniferen bewaldetes Gebiet war, das wir aus arabischer Zeit kennen und das die Araber laufend für ihren Holzbedarf abholzten. Der andere Name "L-Imsieraħ" steht für ein offenes Gelände, das sich aus der Höhenlage ergibt.

 

Im Mittelalter gab es in der Gegend offensichtlich mindestens zwei Gemeinden, Raħal Tigan (in der Nähe des Wied Għollieqa) und Raħal Ger (bei Xwieki zwischen Tal-Għargħar und Naxxar).

Andere semitische Namen in den mittelalterlichen Dokumenten sind die Feldbezeichnungen il-Kappara, Ħabel il-Ghasfur, il-Ħirba ta' l-Imnajdar, ta' Għarnuqa, l-Andar ta' Zerqa, tal-Berbri, ta' Gulbien, tal-Għul, tad-Dwienes, Ħabal il-Ħofor, il-Ħofra tad-Demus, il-Ħrejba ta' Bajdun, tal-Milfuq, tan-Nigem, Bir Werċ, tal-Minfes, ta' Xmiexi und andere.

 

Die Għargħar-Region beherbergte im Mittelalter offensichtlich auch die Pfarrkirche St. Helena, möglicherweise in der Nähe des Ta' Cieda Tower. Diese Kirche wurde im 14. Jahrhundert abgerissen, aber ihre Spuren waren 1575 noch zu sehen, als der apostolische Besucher Mgr.

 

Petrus Dusina einen Bericht darüber schrieb.

Als weitere Kirchen in dieser Gegend erwähnte Dusina solche, die der heiligen Margerita, der heiligen Andrea, dem heiligen Bartholomäus und dem heiligen Leonhard geweiht waren. Die frühere Höhlenkapelle im Vorort Mensija kennt man heute als Lunziata Chapel (Kapelle der Verkündigung) und sie kommt in einer bekannten mittelalterlichen Legende vor. In dieser Zeit fiel dieser Ort unter die Rechtsprechung der Gemeinde Birkirkara.

 

Die Überlassung der maltesischen Inseln an den Malteserorden im Jahre 1530 und die Ereignisse der Großen Belagerung 1565 brachten der Bevölkerung von San Ġwann eine gewisse Sicherheit vor den häufigen türkischen Überfällen der vorhergehenden Jahrzehnte.

 

Dies ließ die Bevölkerung wachsen, was man am Bau weiterer Kapellen sieht, wie z.B. die von San Ġwann tal-Gharghar (1646) und die der Heiligen Philip und Johannes (1730). Ein anderes Gebäude aus der Zeit der Malteserritter war der Wehrhof "It-Torri la' Lanzun" (1713).

Durch ihre gute Sicht auf den Großen Hafen wurde die Anhöhe von Għargħar ein wichtiger Beobachtungspunkt der maltesischen Truppen, die die französischen Kräfte in Valletta 1798 - 1800 belagerten.

 

Der Wehrhof "Ta' Xindi" - im Vorort Kappara gelegen - wurde zum Hauptquartier des bekannten maltesischen Regimentskapitäns Vincenzo Borg. Dieser Außenposten war mit nicht weniger als 568 Soldaten aus Birkirkara und Mosta besetzt. In einer militärischen Aktion erbeutete dieses Bataillon am 2. September 1798 zwei 18-Pfund-Kanonen, von den eine den Außenposten Kappara verstärkte.

 

Die relative Ruhe des 19. Jahrhunderts ermöglichte weiteres Bevölkerungswachstum. Vom Zweiten Weltkrieg wurde die Gegend nur wenig berührt, obwohl Torri Lanzun als Ausguck für herannahende Flugzeuge diente und durch Bomben zerstört wurde.

 

Allerdings spielte der Ort in den Abwehrplänen der British Colonial Office gegen einen möglichen Atomschlag in der Nachkriegszeit eine Rolle. Diese Behörde etablierte 1950 das Civil Defense Corps und veranlasste zur ausreichenden Mehlversorgung im Kriegsfall den Bau von acht unterirdischen Mühlen in Malta und Gozo. Eine dieser Mühlen mit einer Silokapazität von 1000 Tonnen Weizen liegt hinter der staatlichen Volksschule von San Ġwann.

 

In den 1950er-Jahren wurde mit der Ankunft der Kapuzinerbrüder ein neues Kapitel in der Geschichte des Ortes aufgeschlagen. Ein Konvent und die Kirche "Our Lady of Lourdes" wurden im Dezember 1959 fertiggestellt. Diese Kirche wurde Pfarrkirche, als der Ort 1965 eine selbständige Gemeinde wurde.

 

Die Gemeinde erhielt ihren Namen von der alten Kapelle San Ġwann tal-Għargħar, die so lange den kirchlichen Bedürfnissen der Gemeinde gedient hatte.

Der Local Councils Act von 1993 bezeichnet San Ġwann als eigenen Distrikt mit eigener Gemeindeverwaltung. Das erste Gemeinderat wurde am 16. April 1994 gewählt, erster Bürgermeister war Mr Antonio Cesareo. Alle 3 Jahre finden Gemeinderatswahlen statt.

 

Einige Fabriken haben sich im San Ġwann Industrial Estate (Gewerbegebiet) am Rande der Stadt angesiedelt. Die Pfarrkirche heißt auch heute noch "Our Lady of Lourdes".

 

 

 

Sehenswürdigkeiten in San Ġwann

 

St. Margareth - Kapelle

Karrenspuren von Mensija

Kirche von Mensija

Wied Għomor

Wied Għollieqa

 

 

San Pawl il-Baħar

San Pawl il-Baħar (engl. St. Paul’s Bay) ist eine Kleinstadt im Nordwesten der Insel Malta mit ca. 2.500 Einwohnern.

 

Sie besteht aus den Ortsteilen Qawra im Nordosten zur Salina Bay hin und dem größeren Buġibba im Südwesten an der St. Paul's Bay. Das Kap Qawra Point trennt die beiden Buchten und Ortsteile.

 

Auch wenn es eine recht kleine Stadt ist lebt man hier hauptsächlich vom Tourismus. Der Tourismus ist an diesem Ort stark ausgeprägt.

 

Hier in San Pawl il-Baħar findet man eine Vielzahl von Hotels und Appartments, den Urlaubern wird viel geboten in Sachen Kunst, Kultur der Bewohner und natürlich auch vielen Sport und Freizeitmöglichkeiten.

Vor allem auch das Wassersportangebot kann sich sehen lassen. So kann man zum Beispiel bei einem Tauchgang die Unterwasserwelt erkunden, ein Schnorchel und eine Taucherbrille reichen in der Regel aus um sich ein Bild von der atemberaubenden Welt unter Wasser machen zu können.

Zu entdecken gibt es vor allem kleine Fische und auch viele Pflanzen. Surfen und Windsurfen kann man hier natürlich auch.

 

Die strategische Lage entlang der Route von Valletta zu den Inseln Gozo und Comino machen St. Paul’s Bay nach wie vor zu einem Umschlagsplatz für die Güter umliegender Ländereien des Nordwesten Maltas.

 

Die Strände eignen sich bestens für einen sommerlichen Badeurlaub, was auch der Grund ist warum Jahr für Jahr im Sommer so viele Touristen nach San Pawl il-Baħar kommen. Doch nicht nur ausländische Touristen kommen Jahr für Jahr hierher sondern vor allem auch sehr viele Einheimische Malteser die hier ihren eigenen Urlaub verbringen.

Diejenigen die es sich leisten können haben hier ihre Ferienwohnung.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören vor allem Höhlen die es zu erkunden gilt. All diese Höhlen wurden gesäubert und die Wände wurden in liebevoller Arbeit erneuert. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden diese Höhlen bewohnt, einige davon sogar nur als Grabstätten benutzt, sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Während der römischen und byzantinischen Besatzung Maltas (ca. 210 v. Chr. bis 870 n. Chr.) lebten in der Region um St. Paul's Bay hauptsächlich Bauern und Fischer. Als Behausungen dienten überwiegend natürliche Höhlen. In Zeiten der arabischen Besatzung (870 - 1127 n. Chr.) wurde die Region St. Paul’s Bay von den Einwohnern verlassen.

 

Die britische Machtergreifung in Malta um 1800 führte zu einer nachhaltigen Neubesiedelung von St. Paul’s Bay.

 

 

Santa Luċija

Santa Luċija ist ein Dorf mit 3174 Einwohnern, das sich im 20. Jahrhundert auf der Insel Malta entwickelt hat.

 

Laut Artikel in der Regierungszeitung vom 7. Juli 1961 wird ihm das Gebiet zwischen Tal-Barrani an der Umgehungsstraße von Tarxien und der Umgehungsstraße von Luqa zugeordnet.

Santa Luċija wurde der Ort nach der Kapelle aus dem 16. Jahrhundert in dieser Gegend benannt.

Die Pfarrkirche ist Papst Pius X. geweiht. In Santa Luċija gibt des den "Chinese Garden of Serenity", einen chinesischen Park.

 

Dort findet sich auch ein Hypogäum (jungsteinzeitliche Fundstätte), die 1973 entdeckt wurde.

 

 

 

Santa Venera

Santa Venera ist eine Stadt in Malta mit rund 6000 Einwohner.

 

Sie liegt westlich der beiden großen Naturhäfen Grand Harbour und Marsamxett.

Die ältesten Gebäude sind das Wignacourt-Aquädukt, dass unter der Ägide des Großmeisters Alof de Wignacourt zur Wasserversorgung Vallettas gebaut wurde und die Casa Leone, beide von den Rittern des Malteserordens errichtet.

 

 

 

Weiter im Teil 3