Alle Gemeinden auf Malta

 

von A bis Z,  Teil 3

Senglea

Senglea ist der Name einer Halbinsel und Stadt, die im südwestlichen Teil des „Großen Hafens“ von Malta liegt.

 

Sie verläuft fast parallel zur östlich daneben gelegenen Halbinsel Vittoriosa (Birgu) und liegt Valletta, auf der anderen Seite des Hafens gegenüber.

 

Sie gehört zu den sogenannten "Drei Städten". Bevor der Ort nach dem Großmeister des Malteserordens, Claude de la Sengle, benannt wurde, hieß er im allgemeinen Sprachgebrauch nur „L'Isla“.

 

Diese Bezeichnung ist unter Maltesern auch heute noch sehr geläufig. Im Jahre 1554 ließ La Sengle hier die Festung St.Michael errichten.

Diese Festung spielte zusammen mit dem Fort St.Elmo und dem an der Spitze Birgus gelegenen Hauptsitz der Malteserritter, der Festung St.Angelo, eine entscheidende Rolle bei der Belagerung durch die Türken im Jahre 1565.

 

Nachdem die Stadt im Zweiten Weltkrieg, bedingt durch die Nähe zu den Werftanlagen Maltas, von der deutschen und italienischen Luftwaffe fast völlig zerstört wurde (siehe auch Zweite große Belagerung Maltas), baute man sie mit überwiegend schlichten Wohnhäusern wieder auf.

 

Senglea hat etwa 3.500 Einwohner, größtenteils Beschäftigte der nahen Werftbetriebe.

 

Die Basilika ist der Heiligen Jungfrau (Ta’ Marija Bambina) gewidmet. Sie befindet sich im Bistum Malta und wurde 1920 von Papst Benedikt XV. zur Basilica minor erhoben.

 

 

Siġġiewi

Siġġiewi [sɪ'dʒiːwi] (oder Is-Siġġiewi) ist eine Stadt und eine Gemeinde im Süden Maltas.

 

Sie liegt auf einem Plateau im Landesinneren, wenige Kilometer entfernt von der ehemaligen Hauptstadt Maltas, Mdina, und 10 km entfernt von der heutigen Hauptstadt Valletta.

 

Die Stadt zählt 7903 Einwohner, die bis vor einigen Jahrzehnten größtenteils auf umliegenden Feldern arbeiteten. Bis zum Jahr 2001 lautete der Wahlspruch von Siġġiewi "Labore et Virtute" (Arbeit und Tugend).

 

Die Gemeinde Siġġiewi reicht bis an die Südküste der Insel.

In ihrer demografischen und topografischen Entwicklung folgte Siġġiewi dem Muster anderer maltesischer Dörfer.

 

Vor der Ankunft der Ritter des Johanniterordens 1530 gab es nur einige verstreute Hütten in der Gegend.

Nach und nach gingen die Dörfer Ħal Xluq, Ħal Kbir, Ħal Niklusi und Ħal Qdieri in der Gemeinde Siġġiewi auf und heute erinnern nur noch ihre abgeschieden liegenden Kapellen an deren frühere Existenz.

 

Siġġiewi wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet. Am 30. Dezember 1797 erhob der Großmeister Ferdinand von Hompesch nach Bitten der Einwohner – vorgebracht durch den Pfarrer Don Salvatore Curso – das Dorf zur Stadt und nannte es nach sich selbst "Città Ferdinand".

 

Die Ruinen der früheren Pfarrkirche St. Nikolaus von Bari kann man heute noch sehen. Die barocke neue Pfarrkirche – nach demselben Heiligen benannt – wurde von der Bevölkerung errichtet, die auch das notwendige Geld in den Jahren 1676 bis 1693 aufbrachte.

 

Sie wurde vom maltesischen Baumeister Lorenzo Gafà entworfen, wurde aber mit den Jahren verändert. Die Säulenhalle und die Seitenschiffe wurden von Professor Nicola Żammit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dazugefügt.

Das Hauptgemälde in der Kirche wurde vom Maler Mattia Preti, "Il Calabrese", erstellt, der auch für das Gemälde im Gewölbe der St. John's Co-Cathedral in Valletta verantwortlich war.

 

Die hölzerne Statue, die von Einwohnern beim Stadtfest (am letzten Sonntag im Juli) durch die Straßen getragen wird, wurde 1737 von Pietro Felici geschaffen.

 

Einige Jahre vorher, 1732, hatte derselbe Künstler das Standbild entworfen, das heute noch in der Mitte des Vorplatzes steht.

 

An seinem Fundament befindet sich ein Gebet in Latein, das den Heiligen bittet, gnädig zu sein und die Felder zu segnen, die die Gläubigen fleißig bearbeiten.

 

Tourismus

Verdala PalastVon Siġġiewi blickt man auf den Sommerpalast des Inquisitors, 1625 von Onorato Visconti gebaut, und 1763 von Angelo Dorini renoviert. Heute ist er die offizielle Residenz des Premierministers.

 

Der Palast des Großmeisters Verdale (Verdala Palace) ist eine der Residenzen des Präsidenten der Republik. Daran anschließend findet man die Buskett Gardens, einen künstlich angelegten Wald, den die Großmeister, wie zum Beispiel Jean de la Valette, als Jagdrevier nutzten. Heute ist es der größte Wald Maltas.

 

Im alten Teil der Stadt gibt es einige Nischen mit Figuren, von denen manche aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammen.

 

Von der Küste aus kann man auf Filfla blicken.

 

 

DIE STADT SLIEMA

Sliema ist mit etwa 14 000 Einwohnern eine der größten maltesischen Städte.

Sie liegt an der Ostküste; eine Seite ist Valletta zugewandt, die andere blickt auf das Mittelmeer.

 

Ihre zentrale Lage macht die Stadt zu einem der beliebtesten Touristenziele; Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte sind reichlich vorhanden.

Früher war Sliema ein kleines, um die Kirche Stella Maris herum gebautes Fischerdorf. Diese Kirche stand am Tigne Point mit Blick auf die Einfahrt zum Grand Harbour. Auf allen Schiffen, die in den Hafen von Sliema einfuhren, wurde bei ihrem Anblick das Ave Maria auf maltesisch angestimmt.

 

Der Anfang lautet "Sliem Ghalik" (ausgesprochen: Sleemalique). Man nimmt an, dass dies zu dem Namen Sliema führte, als die Stadt im Jahr 1878 so stark angewachsen war, dass die religiösen Behörden sie von Birkirkara trennten und zu einer eigenen Pfarrei ernannten - eben der Pfarrei von Sliema.

Heutzutage hat Sliema verschiedenen Schutzheiligen geweihte Kirchen: ‘In-Nazzarenu’, Stella Maris, Sacre Cuor, Mount Carmel und St. Gregory the Great.

 

Wie die meisten Kirchen in Malta feiert jede dieser Kirchen ihr eigenes Fest in großem Stil. Die beliebtesten Feste in Sliema sind die zu Ehren von Our Lady Stella Maris im August und Sacre Cuor im Juli.

Sliemas lange Promenade, die Gzira mit St. Julians verbindet, ist bei Joggern sehr beliebt - vor allem am Morgen, wenn die Sonne genau gegenüber der Stadt aufgeht. Die Promenade eignet sich auch gut zum Baden; ins Meer führende Leitern und Stufen machen den größten Teil der drei Kilometer langen Küste für Schwimmer zugänglich.

 

Im Norden von Sliema gibt es sogar einen kleinen Sandstrand. Im Jahr 1990 wurde neben der Küste von Sliema der Gnien l-Indipendenza (Independence Garden) eröffnet.
   
Sliema ist sehr gut mit dem Bus zu erreichen. Eine Anzahl von Bussen verkehrt außerdem zwischen Sliema und anderen beliebten Touristenorten wie Bugibba, Marsaxlokk, Mosta und Cirkewwa (von dort aus geht die Gozo-Fähre ab).

 

Mit einem regulären Fährdienst kann man den Hafen von Sliema nach Valletta und zurück in wenigen Minuten überqueren.


Sliema ist also ein interessantes Ziel für jeden Besucher der maltesischen Inseln. Wo so viel los ist, gibt es keine Langeweile!

 

 

Swieqi

Swieqi (oder Is-Swieqi) ist eine Stadt im Nordosten der Insel Malta mit 8.099 Einwohnern.

 

Ihr Name rührt von den Bewässerungskanälen her, die das ehemalige Bauernland durchzogen.

 

Mit dem Bus ist die Stadt in 15 Minuten von Sliema aus zu erreichen.

 

Ihre ruhige, zentrale Lage machte sie zu einer bevorzugten Adresse für die High Society der Insel. Swieqi ist hauptsächlich eine Wohnstadt, obwohl es mittlerweile Betriebe der Informationstechnologie und Schulen für englische Sprache gibt.

Zu Swieqi gehören auch die Orte Ibraġ, Madliena und Teile von St. Andrews. Madliena verdankt ihren Namen der Kapelle der hl. Magdalena, die im 15. Jahrhundert gebaut wurde. Ta' l-Ibraġ ist ein neuer Ortsteil, der im vergangenen Jahrzehnt seine größte Wachstumsrate erreicht hat.

 

Das Wappen enthält Felsblöcke (malt.: braġġ), Bewässerungskanäle (malt.: swieqi) und das Andreas-Kreuz. Swieqi hat auch seinen eigenen Gemeinderat; seinen Postcode teilte es sich mit St. Julian's.

Sein Gemeindegebiet entstand aus Teilen von St. Julian's, Birkirkara, San Ġwann und Għargħur. Die Pfarrkirche ist der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes geweiht.

 

In Swieqi finden sich nur wenige Orte von archäologischem Interesse, vorwiegend in Madliena: Die Victoria Lines, das Fort Madliena, die Batteria San Giovanni und die Kapelle von Madliena.

 

Zwischen Swieqi und der sizilianischen Stadt Taormina wurde ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.

Ta’ Xbiex

Ta’ Xbiex [taʃbiɛʃ] ist ein Ort im Nordosten der Insel Malta mit 1846 Einwohnern.

 

Es hat seinen eigenen Gemeinderat.

In dieser Gemeinde gibt es eine Reihe ausländische Botschaften, z. B. die von Ägypten, Italien, Frankreich und Großbritannien.

 

Man findet dort von der Regierung ausgewiesene Siedlungsgebiete und in der letzten Zeit haben sich ebenfalls Versicherungsgesellschaften, Dienstleistungsbetriebe für EDV und Schiffsagenturen angesiedelt.

Auch ein Teil des Jachthafens des Nachbarortes Msida gehört zum Gemeindegebiet.

 

Der Name Ta’ Xbiex leitet sich von dem Wort tbexbix (dt.: Sonnenaufgang) ab, was auf die geografische Lage des Ortes hinweist. Eine andere Theorie bringt ihn mit dem Wort xbiek (dt.: Netz) in Verbindung, da der Ort früher ein Fischerdorf war.

 

1969 wurde Ta’ Xbiex eine eigene Gemeinde. Die Pfarrkirche ist dem hl. Johannes vom Kreuz geweiht. Sie wird von den Teresianern (Karmelitermönchen) betrieben.

 

 

Tarxien

Tarxien (oder Ħal Tarxien) ist ein kleines Dorf im südöstlichen Teil Maltas.

Der Name rührt vermutlich von einer Kombination von zwei Worten her: Tarzin ein arabisches Wort für Baumgruppe und Tirix, was einen großen Stein bezeichnet, ähnlich denen, wie sie zum Bau der jungsteinzeitlichen Tempel benutzt wurden. Das Motto des Dorfes ist Tyrii Genure Coloni (Die Phönizier erschufen mich).

 

Den Sommer verbringen viele Einwohner an der Küste, wodurch die Einwohnerzahl auf nur etwa 2/3 von der in den kälteren Monaten sinkt. Das Fest von „Our Lady of the Doctrine“ (Maria) wird am dritten Sonntag im Juli gefeiert.

Der frühere Premierminister von Malta, Dominic Mintoff, lebt in Tarxien im Ruhestand.

 

Tempel von Tarxien

Der älteste Tempel wird auf 2800 vor Christus datiert. Es gibt in den Tempeln viele Standbilder und Reliefs von Tieren, z. B. von Ziegen - für die Malta bekannt ist - und Schweinen.

Am bekanntesten ist das ca. 2 1/2 m hohe Standbild einer dicken Frau, von dem man glaubt, sie stellt eine Muttergottheit dar.

 

Es gibt viele dieser Statuen in vielen Tempeln verstreut und man sagt, sie seien ein Zeichen für Fruchtbarkeit.

Heute wohnen in der Ansiedlung 7608 Menschen. Ein wichtiger Teil der Kultur von Tarxien ist das Fest der Verkündigung, ein kirchlicher Feiertag Ende Mai.

 

Er wird mit großem Feuerwerk begangen.

 

 

Valletta

Die Hauptstadt Valletta der Republik Malta wurde nach Fra' Jean de la Valette benannt. Geboren war er in Frankreich (1494) und starb in Malta (1568).

 

Er war der neunundvierzigste Großmeister des berühmten Malteserordens. Nach der knapp viermonatigen Belagerung der Osmanen im Jahre 1565, war ein Jahr darauf der Grundstein für die Festungsstadt gelegt.

 

Durch den Großmeister des Ordens, Jean Parisot de la Valette, der vor Fertigstellung seines Traumprojektes starb war dies möglich. Der Architekt Francesco Laparelli hatte diese Aufgabe von Papst Pius IV bekommen.

 

Vor Beendigung seiner Aufgabe hat Francesco Laparelli Malta verlassen. Er hat den Auftrag Valletta mit einem Verteidigungswall zu ummauern seinem Assistenten Gerolamo Cassar übertragen.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von den Deutschen und den Italienern bebombt, wobei die Verteidigungsmauern aus dem 16. Jahrhundert nur geringe Schäden hatten. 1980 wurde Valletta zum Weltkulturerbe ernannt.

 

Heute leben etwa 10.000 Menschen in der barockischen Stadt, jedoch unmittelbar um die Stadt herum leben knapp 255.000 Einwohner. Dadurch, dass Valletta nur knappe 10.000 Bewohner hat liegt sie auf Platz 27 der größten Städte Maltas.

 

Dadurch dass die Mittelmeerinsel insgesamt 405.000 Bewohner hat die auf 316 km2 leben, kann man ausrechnen, dass auf einem qkm ca. 1.300 Menschen leben.

Die Bevölkerungswachstumsrate beträgt 0,7 % pro Jahr.

 

Würde diese Rate so zu ruhen kommen, würde Malta bald überbevölkert sein. Doch wie in jedem Land gibt es Auswanderer. In Malta sind dies bis jetzt knapp 400.000 Menschen.

 

 

Mehr zu Valletta findet Ihr hier

Xgħajra

 

Xgħajra (sprich: "Schaajra", auch Ix-Xgħajra genannt) ist ein Dorf an der Nordost-Küste der Insel Malta, etwa in der Mitte zwischen Valletta und Marsaskala.

Es hat 1234 Einwohner.

 

Der örtliche Fußballverein nennt sich Xgħajra Tornadoes F.C..

 

Żabbar

 

Żabbar (oder Ħaż-Żabbar) ist mit ihren 14694 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Maltas.

 

Ursprünglich war sie ein Teil von Żejtun, aber dann bekam sie von Ferdinand von Hompesch, dem letzten Großmeister des Malteserordens, der in Malta regierte, den Titel Città Hompesch verliehen.

Der Name der Stadt geht vermutlich auf das maltesische Wort 'niżbor' zurück, das das Schneiden von Bäumen bezeichnet. Tatsächlich lebte eine Reihe von Familien, die auf das żbir (Baumschneiden) spezialisiert waren, im Mittelalter in der Nähe dieses Dorfes.

 

Es gibt aber auch andere Erklärungen für den Namensursprung, darunter die, dass "Żabbar" der Name einer wichtigen Familie in dieser Gegend war, oder, dass sich Ħaż-Żabbar von Ħas-Sabbar (dt.: Tröster-Dorf) ableitet, da Leute aus allen Teilen der Insel dieses Dorf besuchten, um zu dessen Schutzheiligen, Our Lady of Graces (dt.: die gnädige Gottesmutter), um Trost zu beten.

Geschichte

Nach der französischen Besetzung Maltas belauerte die maltesische Bevölkerung bald ihre Herrschaft und versuchte, sie loszuwerden. Eine bekannte Schlacht fand genau vor der Kirche von Żabbar statt.

 

Bis heute kann man in den älteren Teilen der Stadt Kanonenkugeln aus französischer Zeit in den Häuserwänden stecken sehen und einige, die aus der Kuppel der alten Kirche geholt wurden, kann man auch im Kirchenmuseum bewundern.

 

Während der britischen Besetzungszeit wurden einige Forts und Befestigungen in dieser Gegend gebaut, z.B. Fort San Rocco, Fort St Leonardo, Delle Grazie Battery und Zonqor Battery.

 

Fort San Rocco wurde 1873 - 1875 erbaut. Später wurde es erweitert und mit drei Kanonen ausgestattet. Auch Fort St Leonardo erhielt zunächst sechs, später zwei Kanonen.

 

Diese beiden Forts überwachten die nahegelegenen Seegebiete. Die beiden Befestigungen beschützten zusammen mit der Rinella Battery mit ihrer bekannten 100-Tonnen-Armstrong-Kanone auch die Gegend.

 

Neuere Geschichte

Am 14. Oktober 1975 kam die bisher letzte der großen "Gnaden" über Żabbar, als eine Avro Vulcan, ein Militärflugzeug der 9. RAF-Schwadron "Wadington", über der Stadt explodierte und viele Teile in eine Schule und ein Flügel, gefüllt mit Flugbenzin, in die Sanctuary Street, die Hauptstraße, fiel.

 

Glücklicherweise hatten die Kinder gerade Mittagspause und keines war in der Schule (zu dieser Zeit verbrachten die Schüler ihre Mittagspause noch zu Hause und kamen nachmittags in die Schule zurück).

 

Der ganze Unfall, der aufgrund der furchtbaren Explosion auch andere Teile der Stadt in Mitleidenschaft zog, forderte nur ein Todesopfer, das von einem Stromkabel getroffen wurde, das der abgestürzte Flugzeugflügel herunterriss. Viele Wrackteile können im Museum der Stadt besichtigt werden.

 

 

Kultur

Die Stadt ist sehr fromm; besonders wird Our Lady of Grace angebetet, der die Kirche geweiht ist. Eine große Zahl von Gemälden und anderen Kunstwerken – die meisten mit den Buchstaben 'VGFA' versehen – kann man im Kirchenmuseum der Stadt sehen. Dies ist die lateinische Abkürzung für "Votum Fecit, Gratiam Accipit", was bedeutet, dass man um Gnade gebetet hat und sie durch die Fürsprache der Madonna tal-Grazzija gewährt wurde.

 

Diese Votivgemälde – Ex-Votos genannt – sind eine der größten Sammlungen von Bildern von Schifffahrtsszenen und lassen viele Details der Schiffe aus der Zeit der Malteserritter erkennen. Das Gemälde von Mattia Preti im Museum der Stadt ist besonders prachtvoll und von unschätzbarem Wert.

 

Żabbar ist auch berühmt für sein Stadtfest am ersten Sonntag nach dem 8. September, zu dem auch eine Fahrrad- und Motorradwallfahrt, die in Rabat, bzw. Mosta, beginnt, zählt. Dies liegt daran, dass Our Lady of Graces die Patronin der Zweiradfahrer ist.

Einen erbitterten Wettbewerb gibt es zwischen den beiden Band Clubs der Stadt, der Società Filarmonica Maria Mater Gratiæ (den Blauen) und der Għaqda Madonna Tal-Grazzja Banda San Mikiel (den Grünen).

 

Wegen der ständig wachsenden Bevölkerungszahlen (die sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdoppelt haben) wurde eine neue Kirchengemeinde, St. Andrews, in Żabbar gegründet. Sogar der Vorort Xgħajra, der vor 30 Jahren nur 150 Einwohner hatte, ist nun auf fast 1000 Bewohner angewachsen.

 

Daher wurde er von Żabbar abgetrennt und zu einer eigenen Gemeinde gemacht. Auch Marsaskala oder Wied il-Għajn, heute eine geschäftige Hafenstadt im Süden von Żabbar, war einst ein Fischerdorf und Teil von Żabbar.

 

 

Żebbuġ

 

Żebbuġ (oder auch: Ħaż-Żebbuġ) ist eine der ältesten Städte in Malta. Sie hat 11.425 Einwohner. Damit ist sie die zehntgrößte Stadt Maltas.

 

Die Pfarrkirche ist Philip von Agira geweiht, dessen Namensfest am 2. Sonntag im Juni gefeiert wird, obwohl es eigentlich auf den 12. Mai fällt. Der Name der Stadt ist das maltesische Wort für Olive.

 

Die Bezeichnung rührt von den großen Olivenhainen her, die früher am heutigen Standort der Kirche und des Stadtzentrums zu finden waren.

 

Der Stadt wurde 1777 der Titel Città Rohan vom Großmeister des Johanniterordens Emmanuel de Rohan-Polduc verliehen. Wie es bei solchen Ereignissen üblich war, bauten die Einwohner von Ħaż-Żebbuġ einen Torbogen am Eingang ihrer Heimatstadt, um so an das neu erhaltene Stadtrecht zu erinnern.

 

Der Torbogen, der von den Einheimischen "Il-Bieb il-Ġdid" (Neues Tor) genannt wird, steht noch heute.

 

1380 wurde eine dem Philip von Agira geweihte Kirche in Casal Zebugi gebaut, einem Stück Land mitten zwischen den kleinen Siedlungen, die sich in der vorhergehenden arabischen Besetzung Maltas entwickelt hatten. Dies waren insbesondere Ħal-Dwin, Ħal-Muxi und Ħal-Mula, die zu dieser Zeit zum heute noch bekannten Ħaż-Żebbuġ vereinigt wurden.

Filippo de Catania, "il-Kataniż", ein reicher Unternehmer in Ħaż-Żebbuġ spendete einen Teil der St. Philipskirche, die auf seinem eigenen Land gebaut wurde.

Viele Jahre, nachdem sie zur Pfarrkirche erhoben wurde, wurde diese Kirche im 17. Jahrhundert durch einen Neubau, entworfen von Tumas Dingli, ersetzt.

 

Diese Kirche beherbergt ein wundervolles Altarbild von Luca Garnier und zwei spektakuläre Wandmalereien vom bekannten maltesischen Maler des 18. Jahrhunderts, Francesco Zahra aus der Favray-Schule.

 

Kritiker zählen diese zu seinen besten Werken. Neben vielen anderen Schätzen besitzt die Kirche ein Kunstwerk, das Guido Reni zugeschrieben wird, und einige andere von Antonio Sciortino.

 

Die Statue des heiligen Philip vom Bildhauer Luigi Fontana wurde 1864 geschaffen und wird von Kennern als die schönste dieser Zeit in Malta angesehen.

 

Als Malta ein unabhängiges Prinzipat unter der Herrschaft des Johanniterordens war, war Ħaż-Żebbuġ eine der wichtigsten Städte neben Valletta und Mdina, insbesondere wegen der führenden Korsaren unter ihren Einwohnern, später wegen ihrer wichtigen Rolle in der Baumwollindustrie. Die herrliche St. Philipskirche sichert Ħaż-Żebbuġ einen prominenten Platz in der maltesischen Geschichte.

 

Die Einwohner der Stadt, in Malta auch Żebbuġin genannt, sind unter anderem auch für ihren geschäftlichen Scharfsinn bekannt und hierzu erzählt man sich folgende Geschichte:

 

Während der französischen Besetzung Maltas (1798-1800) wurden die Kirchen in den Dörfern und Städten geplündert, um Napoleons Feldzug zu bezahlen.

 

Als sie die Franzosen kommen hörten, offneten die Einwohner von Żebbuġ das Haupttor ihrer Kirche weit und versteckten die goldenen und silbernen Ikonen. Als die Franzosen die offenen Tore sahen, zogen sie weiter, da sie meinten, hier wäre nichts zu holen. Und so behielten die Żebbuġin ihren Kirchenschatz.

 

 

 

Archäologie

Malta ist sehr reich an archäologischen Fundstätten und Żebbuġ ist keine Ausnahme. Eine Ära in prähistorischer Zeit wurde nach dieser Stadt benannt, da Steingut einer bis dahin unbekannten Machart in Gräbern eines Gebietes namens Ta' Trapna gefunden wurde.

 

Spätere Funde aus etwa dieser Zeit wurden daher als aus der Żebbuġ-Zeit klassifiziert. Einige verstreute punische und phönizische Gräber wurden ebenso gefunden wie eine kleine Zahl von Wagenspuren und anderen Hinterlassenschaften.

 

 

Heute

Ħaż-Żebbuġ ist für seine spektakulären Feste für den Patron Philip von Agira und den heiligen Josef bekannt.

 

Es gibt drei Band-Clubs in Ħaż-Żebbuġ, die alle ihre eigene Feuerwerksherstellung haben: "St. Philip's Band Club" (gegründet 1851, der erste in Malta), "De Rohan Band Club" (gegründet 1860) und der "12th May Band and Social Club" (gegründet 1961).

 

Ħaż-Żebbuġ ist Geburtsort vieler bekannter maltesischer Persönlichkeiten, die zu allen Zeiten die maltesische Kulturgeschichte geschmückt haben, z.B. Mikiel Anton Vassalli (Vater der maltesischen Schriftsprache), Dun Mikiel Xerri (Patriot), Dun Karm Psaila (Maltas Nationaldichter), Antonio Sciortino (Bildhauer), Lazzaro Pisani (Maler), Frans Sammut (führender zeitgenössischer Schriftsteller) und Alfred Chircop (bekannter zeitgenössischer Maler).

 

Ħaż-Żebbuġ hat eine ziemlich große Zahl an Kapellen, sowohl in der Stadt als auch in den umgebenden Feldern.

 

In Ħaż-Żebbuġ lebt der amtierende französische Botschafter in Malta.

 

 

 

Żejtun

 

Żejtun (auch: Iż-Żejtun) ist eine mittelgroße Stadt im Osten von Malta, die 11425 Einwohner hat.

 

Żejtun hat auch den Titel Città Beland, der ihr von Ferdinand von Hompesch, dem Großmeister des Malteserordens 1797 verliehen wurde.

Der Name Żejtun kommt von der Herstellung von Olivenöl, einem der Hauptwirtschaftszweige in Malta. Der derzeitige Stadtpfarrer ist Fr. Eric Overland, der derzeitige Bürgermeister Mr Joe Attard.

 

Im Mittelalter war die Gegend um Żejtun - der Süden Maltas - als le terre di Santa Caterina (Land der heiligen Katharina) bekannt. Italienisch war damals die Amtssprache. Aus dem Pfarrsprengel Żejtun entstanden verschiedene neue Ansiedlungen, wie Għaxaq und Marsaxlokk.

 

Jede dieser Siedlungen ist heute eine eigene Pfarrgemeinde. Das in Żejtun stationierte Miliz-Regiment war das erste, das es mit den Türken am Beginn der großen Belagerung 1565 aufnahm, aber bis 1614 musste die Stadt unter Überfällen türkischer Piraten leiden.

In diesem Jahr schlugen die in Żejtun stationierten Kräfte einen türkischen Angriff ohne die Hilfe anderer Verbände zurück. Während der französischen Seeblockade 1799 - 1801 spielte die Stadt eine eher untergeordnete Rolle als Kaserne.

 

Als einer der ersten Städte außerhalb der Befestigung um den Großen Hafen hatte Żejtun einen öffentlichen Park, den Luqa Briffa - Garten, der nach einem bekannten Kavalleristen aus der Zeit der Großen Belagerung von Malta benannt wurde.

 

Żejtun überstand die Zeit der britischen Besetzung der maltesischen Inseln als bäuerliches Rückzugsgebiet in den grünen Feldern des Mazza-Valley. Es besaß lediglich eines der vielen Krankenhäuser, in denen britische und französische Soldaten im Ersten Weltkrieg gepflegt wurden, was den Inseln den Spitznamen „Krankenschwester des Mittelmeeres“ einbrachte.

 

Mit der maltesischen Unabhängigkeit wurde die Stadt durch private Eigenheime, Gewerbegebiete und sonstige Wohnbebauung um den historischen Stadtkern erweitert.

 

Während der letzten fünfzig Jahre war die Stadt für ihre heißen politischen Kämpfe bekannt, die 1987 in einer wahren Schlacht zwischen den Anhängern der Nationalisten (Partid Nazzjonalista) und denen der Arbeiterpartei (Malta Labour Party) in der Hauptstraße Tal-Barrani gipfelten.

Die Stadt ist mit der dunklen politischen Geschichte Maltas in den 1980er-Jahren verbunden und ihre Einwohner sind bis heute wegen der hitzigen politischen Debatten in Malta noch nicht besonders angesehen.

 

 

 

Kirchen, Kapellen und historische Überreste

Die Stadt besitzt etliche römische Hinterlassenschaften, z.B. eine römische Villa und ein Kirche, die der Heiligen Katharina von Alexandria geweiht ist. Ihr Grundstein wurde 1622 geweiht und der erste Stadtpfarrer war Dun Pawl Branchel.

 

Diese Kirche, 1720 fertiggestellt, war die Nachfolgerin einer früheren Kirche, die heute immer noch am Stadtrand steht und zwar auch der heiligen Katharina geweiht ist, in der Bevölkerung aber als St. Gregory bekannt ist.

 

Vermutlich liegt dies an der jährlichen Prozession für diesen Heiligen, die im Mittelalter bis von Mdina hierher zog.

 

Żejtun hat eine große Zahl an Kapellen, die z.B. dem Hl. Clemens, Our Lady of Good Counsel (Maria), dem Heiligsten Erlöser (Jesus), The Assumption (Maria), dem Heiligen Geist und dem Hl. Angelus geweiht sind.

 

 

Das Stadtfest

Das wichtigste Ereignis im Jahreskreis ist das Fest der Heiligen Katharina von Alexandria, das im Sommer gefeiert wird, und nicht am eigentlichen Gedenktag, dem 25. November.

 

An diesem Tag spielen die beiden rivalisierenden Musikzüge von Żejtun, die „Banda Beland“ und die „Żejtun Band“ am Gregory Bonnici Square (Hauptplatz der Stadt).

 

Die Hymne der Heiligen Katharina, die während des Festes in Żejtun gesungen wird, wurde von Emmanuele Palmier-Cecy geschrieben und von Dun Lawrence Mifsud komponiert. Bis in die 1970er-Jahre feierte man als zweites Fest das von „Our Lady of Doctrine“ (Maria).

 

 

 

Schulen

Ein weiterer bekannter Komponist, der in Żejtun geboren wurde, war Carlo Diacono. Nach ihm wurde ein Mädchengymnasium (Girl's Junior Lyceum), ein paar Straßen von der St. Gregor - Kirche entfernt, benannt.

 

Eine andere erwähnenswerte Schule in Żejtun ist die Volksschule, deren Gebäude im neu-klassizistischen Stil während der britischen Besetzung gebaut wurde.

 

 

 

 

Żurrieq

 

Żurrieq (oder auch: Iż-Żurrieq) ist eine der ältesten Städte in Malta und hat 9816 Einwohner.

 

Żurrieq liegt im Süden der Insel Malta. 1436 wurde sie eine eigene Kirchengemeinde, die der Katharina von Alexandria geweiht ist.

 

Eine bekannte Sehenswürdigkeit in Żurrieq ist die Blaue Grotte (Il-Hnejja), die man wegen ihres klaren Wassers und der interessanten Höhlen kennt. Ebenso ist die Windmühle von Xarolla ein Touristenziel.

 

Auch die kürzlich ausgegrabenen Katakomben in der Nähe der Windmühle, angrenzend an das Dorf Safi kann man besuchen. Das Fest der Schutzpatronin Katharina von Alexandria ist das wichtigste Fest in Żurrieq und eines der schönsten in Malta.

 

Wegen seines wundervollen Feuerwerks und auch wegen der schönen Statue ist das am ersten Sonntag im September abgehaltenen Fest bekannt.

Das zweitwichtigste Fest, das von Our Lady of Mount Carmel feiert man am ersten Sonntag nach dem 16. Juli.

 

Żurrieq liegt im südöstlichen Teil Maltas. Es ist Teil des 5. Distrikts und die Wahlen zum Local Council (Stadtrat) sind alle 3 Jahre. Der Stadtrat besteht aus 7 Mitgliedern; einer davon ist der Bürgermeister.

 

Zur Zeit ist Ignatius Farrugia Bürgermeister von Żurrieq.