Geschichte der Busse auf Malta

Die ersten Transportfahrzeuge in Malta, war die Malta Railway (Zugverbindung zw. Valletta und Rabat), Lastwagen und Droschken, welche von Pferden gezogen wurden. Den Bus gibt es seit 1905 in Malta.

Dieser hat die ehemalige Zugverbindung sehr stark beeinträchtigt. Die Busse waren beliebter als der Zug. Ein zusätzlicher Faktor war der Preis, die Busse waren billiger. Am 31. März 1931 war die Zugverbindung das letzte Mal in betrieb. Überbleibsel des Zuges kann man noch im Museum von Malta ansehen.

 

In 1905 hat ein gewisser Mr. Spileri die Erlaubnis erhalten, Busse aus dem United Kingdom zu importieren. Malta war ein wichtiger Militärstützpunkt und der Transport hatte hohe Priorität zu dieser Zeit. Als erstes wurden 6 Thornycroft importiert, diese operierten zw. Valletta und St. Andrews.

Später wurden weitere Busse hinzugekauft und eine neue Linie zw. Valletta und St. Julians wurde in Betrieb genommen. Am Anfang war die Farbe der Busse ein gelbliches grün mit einem schwarzen Streifen. Doch schon bald darauf haben mehrere Malteser Lastwagen gekauft und diese zu Bussen umfunktioniert.

In kürzester Zeit gab es viele verschiedene Busse in Malta.

 

In 1920 wurden 6 Daimler (schwere Lastwagen) von der B.M.C. (British Motor Company) importiert. Diese wurden ebenfalls zu Bussen umfunktioniert. Da sie sehr unbequem waren, wurden sie nie sehr beliebt.

 

In 1921 wurde eine öffentliche Transportfirma geformt. Sie war unter den Namen: Cottonera Motor Bus Company bekannt und wurde von Mr. Williams Soles geleitet. Die ersten zwei Busse dieser Firma waren ein amerikanischer Chevrolet und ein Ford V8 (diesem wurde ein Dach aus Holz aufgesetzt, welches von örtlichen Schreinern gefertigt wurde). Zu dieser Zeit wurden mehrere Schreiner von dieser Firma angeheuert zusätzliche Karoserie-Teile herzustellen, so dass die Firma ihre Fahrzeugflotte schnell erweitern konnte.

 

In 1929 wurden die ersten Verkehrsregeln eingeführt. In 1930 betrug die Anzahl der Busse 385. Die finanzielle Lage der Eigentümer war hingegen kritisch. Diese Situation spiegelte sich auf die Konditionen, Lebensdauer und Straßenbewusstsein der Fahrzeuge wieder. Einige Firmen waren ohne jegliches Kapital und die Busfahrer mussten auf Eigeninitiative weiter arbeiten.

 

Dies führte zu einem starken Konkurrenzkampf zwischen den Fahrern. Als Konsequenz wurden die Busse überfüllt und die Fahrgeschwindigkeit erhöht. Diese Maßnahmen führten manchmal vor Gericht. Es gab aber auch Ärger und Streitereien zwischen den Fahrern. Einige trugen mit diesen illegalen Maßnahmen einen dicken Beutel mit Geld nach Hause, während andere nicht einmal die Ausgaben decken konnten.

 

In 1931 wurde ein Verkehrskontroll-Gremium gegründet. Aufgabe war es Zeitpläne und neue Linien einzuführen. Die Besitzer der Busse waren zu dieser Zeit sehr stolz auf Ihre Busse und hielten sie in einen sehr guten Zustand. Zu jener Zeit wurden auch die ersten Busse mit individuellen Texten und Bildern verziert. Zudem hatte jede Linie ihre eigene Farbe mit der die Busse angestrichen wurden.

 

In dieser Zeit entschied das Verkehrskontroll-Gremium, dass die Anzahl der Busse auf 500 erhöht werden muss und dass diese in organisierten Gruppen arbeiten müssen.

 

Die B.M.C. war zu jener Zeit das einzige ausländische Unternehmen in Malta, welches Linienbusse betrieb. Natürlich war diese Firma nicht sehr glücklich über die Entscheidung, doch nach langem hin und her schloss sie sich mit der Sliema Bus Company wie verlangt zusammen.

Später versuchte die B.M.C. ein Monopol für die Linien nach Sliema zu erlangen. Es wurde sogar damit gedroht sich aus Malta zurück zu ziehen und die Busse nach Kairo zu verschiffen, falls man diesem unterfangen entgegen stände.

 

Nach einiger Zeit verlor die B.M.C. jedoch die Aussicht ein Monopol für die Linien nach Sliema zu erhalten und verkaufte das gesamte Geschäft an Mr. Joseph Gasan, einen maltesischen Geschäftsmann. Diesem gelang es Stück für Stück alle Buslinien nach Sliema aufzukaufen und somit ein Monopol für diesen Bereich der Insel zu errichten.

 

Unter seiner Führung wurden ein diszipliniertes Führungsteam, eine zentrale Garage und ein Workshop errichtet. Mit der Zeit ersetzte er die unbeliebten Busse. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden neue Busse hinzugekauft und umfunktioniert.

 

In 1955 fing er an die Busse für die Summen von Lm3500 bis Lm4000 zu verkaufen. Als er alle Busse verkauft hatte, half er den neuen Besitzern eine Firma zu gründen.

 

In 1971 wechselte die Regierungsspitze zu Dom Mintoff. Ein Punkt auf seiner Agenda war die Umstrukturierung des öffentlichen Transportes.

Für die Umstrukturierung wurde ein Gremium zusammengestellt. Nachdem eine Studie unternommen wurde, hat man entschieden alle Linienbusse zu einer Gruppe zusammen zu fassen, so dass jeder Fahrer das gleiche Gehalt erhält.

 

Ein Treffen mit den Besitzern der Linien wurde anberaumt und der neue Vorschlag eingebracht. Die Besitzer der profitablen Buslinien waren natürlich gegen den Vorschlag. Nach langen hin und her kam man zu dem Entschluss die Buslinien für ein Jahr zu drei Gruppen und im folgenden Jahr zu einer Gruppe zu formen.

Aus einem Jahr wurden drei, doch am 17. November 1977 wurden die drei Gruppen zu einer vereint. Ein zentrales Komitee wird fortan alle zwei Jahre von den Busfahrern gewählt.

 

Im Moment operieren 508 Busse in Malta. Davon 254 auf den Linien. Der Rest ist zeitweise entweder stillgelegt oder operiert auf privaten Linien/Schulbus.

 

 

 

Malta ist seit dem 3. Juli 2011 im Besitz einer der modernsten, öffentlichen Nahverkehrsflotten Europas! Die knuffigen alten gelben Busse waren zwar schön und irgendwie kultig, aber etwas mehr Komfort und Umweltbewusstsein ist ja auch nicht zu verachten.

 

Das neue Busunternehmen auf Malta heißt ARRIVA.

 

Mehr zu ARRIVA, sowie die neuen Fahrtrouten und dem weiteren Service, findest du das Logo anklickst….allerdings nur in Englisch.

 

 

 

Einige der schönen alten Busse werden erhalten und umgerüstet und dann auf einigen, bei Touristen beliebten Strecken, eingesetzt.