Die Geschichte

Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren eine Jahrtausend alte Geschichte.

Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Gräber und Katakomben bis zu den Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen.

 

Nur wenige Orte der Welt können mit einer so großen Geschichtsträchtigkeit aufwarten wie die Maltesischen Inseln. Egal, wo man hinschaut, überall spürt und sieht man die 7.000-jährige Vergangenheit des Mittelmeerstaates, von den Megalith-Tempeln und unterirdischen Katakomben zu den Einflüssen des Johanniterordens und den vergleichsweise noch frischen Spuren des Zweiten Weltkriegs.

 

Dieses Erbe aus lebendiger Geschichte und wechselvoller Vergangenheit ist absolut einzigartig.

Schon ein Spaziergang durch die Straßen von Mdina oder Valletta versetzt den Besucher in die Zeit, in der die Ritter von St. John gegen die eroberungswütigen Osmanen in die Schlacht zogen. Von den Mauern der Zitadelle, die einen atemberaubenden Ausblick bieten, ist es leicht, sich den furchteinflößenden Anblick vorzustellen, den Napoleons Flotte geboten haben muss, die sich zum Angriff rüstete.

 

Und der Bunker von Mgarr erinnert eindrucksvoll an den ungebrochenen Mut der Inselbewohner im Zweiten Weltkrieg, sich dem Eindringling zu widersetzen. Maltas reiche Geschichte wird liebevoll konserviert und mit viel Sinn für das passende Ambiente präsentiert. Die Sammlung mit wertvollen Exponaten früher Renaissance-Kunst beispielsweise ist in einem üppig verzierten Rokoko-Palast aus dem sechzehnten Jahrhundert zur Schau gestellt.

Im Altertum entwickelte sich auf Malta eine fortschrittliche neolithische Tempelkultur (ab 3600 v. Chr.), gefolgt von den Phöniziern und Karthagern, den Römern und den Byzantinern.

Im Jahr 60 n.Chr. erlitt der Heilige Paulus auf seinem Weg nach Rom vor den Inseln Schiffbruch und brachte Malta das Christentum.

 

Zwischen 870 und 1090 war die Insel von nordafrikanischen Arabern besetzt, doch wurde die Insel weitere 900 Jahre lang von verschieden europäischen Herrschern regiert.

 

Im 9. Jahrhundert, als die Inseln zum Byzantinischen Reich gehörten, wurde die Inselgruppe von den Arabern erobert.

 

Im 11. Jahrhundert gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien.

Bis 1530 gehörte Malta zu Sizilien - die Normannen, die Aragoneser und andere Eroberer, die über Sizilien herrschten, regierten gleichzeitig die maltesischen Inseln.

 

1530 gab der spanische König die Inseln an den Johanniterorden, dessen katholischer Zweig heute als Malteserorden firmiert. Der Orden des heiligen Johannes zu Jerusalem zu Rhodos und zu Malta (früher auch als Hospitalier bezeichnet) verstärkte die Befestigungsanlagen am Hafen und verteidigte die Insel erfolgreich gegen osmanische Angriffe (Die große Belagerung, 1565).

 

Als deren Konsequenz wurde 1566 die Festungsstadt Valletta (benannt nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette) gegründet.

 

1798 musste der Orden kampflos französischen Revolutionstruppen unter Napoleon weichen. Napoleon Bonaparte übernahm Malta auf seinem Weg nach Ägypten von den Rittern. Die Gegenwart der Franzosen auf den Inseln war jedoch nur von kurzer Dauer: Die Engländer, von den Maltesern gegen die Franzosen zu Hilfe gerufen, errichteten im Jahr 1800 eine Blockade der Inseln. Die britische Herrschaft auf Malta dauerte dann bis 1964, dem Jahr der Unabhängigkeit.

 

1947 wurde dem Land die Selbstverwaltung als parlamentarische Demokratie gewährt.

 

1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit von Großbritannien.

 

1974 deklarierte Malta sich als Republik.

 

2004 trat Malta der Europäischen Union bei.

 

2008 Einführung des Euro als Zahlungsmittel

 

 

 

 

 

 

Textquelle:  go2-malta.de