Valletta: Eine Mischung aus…….

……..Regierungsviertel, Einkaufszone und Geschichtslehrpfad.

 

Maltas stolze Hauptstadt war die erste vollständig am Reißbrett entworfene Planstadt Europas. Sie wurde 1566, nach der siegreich überstandenen Großen Belagerung, gegründet und nach Jean Parisot de la Valette, dem damaligen Großmeister des Johanniterordens, benannt.

 

Militärische Erfordernisse und die Ideale der frühen Neuzeit bestimmten den Grundriß, den Francesco Laparelli da Cortona (1521-1570), ein Festungsarchitekt der Medici und Schüler Michelangelos, schuf.

 

Die Arbeiten, für die der spanische und französische König das Geld schickten, waren enorm: Quer über die gesamte Halbinsel wurde ein 15 m tiefer Trockengraben gezogen, die Bastionen wurden direkt aus dem Felsen geschnitten.

 

Wie ein Gitter sollten neun Straßen die Länge und zwölf Gassen die Breite der Landzunge durchlaufen; es war sogar geplant, den Felsrücken, der früher Monte Sciberras hieß, gänzlich einzuebnen.

 

Dass man davon aus Kostengründen bald Abstand nahm, hat der Stadt eine gewisse Ähnlichkeit mit San Francisco beschert. Von der Republic Street fallen Treppengassen zu den beiden Häfen hin steil ab: zum Grand Harbour im Südosten und zum Hafen Marsamxett im Nordwesten.

 

Das zentrale Busterminal auf dem weiten Platz rund um den Triton Fountain (1) mit den drei burlesken Göttern, halb Mensch, halb Fisch, ist zugleich die erste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Wohl selten gibt es so viele, so phantasievoll bemalte Bus-Oldtimer zu bewundern wie hier. Das Terminal, Drehscheibe des Busverkehrs, gilt als das heimliche Zentrum Maltas.

Alle, die mit dem Bus unterwegs sind - und auf Malta sind das fast alle -, müssen hier umsteigen.

Dann hält man schnell einen Schwatz oder nascht an einer der Imbißbuden von maltesischen Köstlichkeiten wie den Imqaret, in Öl ausgebackenen Teigtaschen mit einer Dattel-Anis-Füllung.

Vor dem fast postmodernen City Gate (2), das 1964 die alte Porta Reale mit ihrer Zugbrücke ersetzte, beeindruckt der Great Ditch. Diesen gigantischen Festungsgraben ließen die Johanniter 1566 quer über die ganze Halbinsel aus dem Felsen schneiden.

 

Von den zwei mächtigen Festungen zu beiden Seiten des Tors, rechts der St. Johns Cavalier, links der St. James Cavalier, sicherten die Kanonen die gesamte Landseite mitsamt der Häfen.

 

Die Inquisition

Zwischen 1574 und 1798 war Vittoriosa Standort der Großinquisition Maltas.

Im Inquisitor’s Palace ( Main Gate Street ) gibt es prächtige Wandgemälde und eine Decke mit den Wappen der 62 hier residierenden Inquisitoren zu bewundern.

Die Eingangstür in den gefürchteten Gerichtssaal war absichtlich so niedrig gebaut, dass die Angeklagten zwangsläufig gebückt eintreten mussten.