Ein Besuch lohnt sich hier….

 

The Hypogeum, Tarxien-Tempel, Hagar Qim Tempel

The Hypogeum

 

The Hypogeum, auf maltesisch: Hal Saflieni

Hal Saflieni: Der Ort, an dem begraben wird!

 

Das Hypogeum ist ein unterirdisches Höhlensystem in Hal Saflieni, nahe Paola. Die Anlage wurde in 1902 durch Zufall, beim Ausschachten einer Zisterne entdeckt. Die zahlreichen Räume sind auf 3 Stockwerken verteilt und mit Treppen oder Gängen miteinander verbunden.

Gefunden wurden unter anderem Tongefäße und Schmuckgegenstände, wie z.B. die Schlafende Priesterin.

Bereits 1899 stieß man in der maltesischen Stadt Paola beim Bau eines Hauses zufällig auf die unterirdische Tempelanlage (Hypogäum). Die Bauarbeiter brachen beim Bau einer Zisterne durch das Dach der mittleren Ebene.

Der Fund wurde jedoch erst 1902 den Behörden gemeldet, da die Bauherren ein Unterbrechen der Bauarbeiten befürchteten.

Sie behielten Recht: Die Bauarbeiten wurden nach dem Bekanntwerden der sensationellen Entdeckung augenblicklich gestoppt. Inzwischen sind vier Häuser wieder abgerissen worden, um vollen Zugang auf den unterirdischen Tempel zu haben.

 

In den Höhlen wurden Skelette von rund 7000 Menschen gefunden, da auch viele Einzelknochen gefunden wurden, schätzen Experten, das hier mindestens 28.000 bis 30.000 Menschen bestattet wurden.

Die Anlage soll sich auf einen Zeitraum zwischen 3200 und 2400 v.Chr. datieren.

Angeblich haben die Besuche vieler Menschen, vor allem deren Schweiß, die Tempelanlage bedroht. Um dem vorzubeugen, wurde die Anlage modernisiert und an Besucherlimit eingeführt.

 Nun wird es nur noch 8 Gruppen mit 10 Personen am Tag gestattet das Hypogeum zu besuchen. Durch diese Maßnahme ist es beinahe unmöglich einfach dort aufzukreuzen, um die Anlage zu sehen, wann immer man will.

Karten müssen vorab gekauft werden - im Sommer beträgt die Wartezeit manchmal einige Wochen, während im Winter oft nur wenige Personen sich das Hypogeum ansehen.

Kartenauskunft, Tel.: (+356) 21 825 579

Öffnungszeiten:

Montag - Sonntag, 9 - 17 Uhr

Touren: 9, 10, 11, 13, 14, 15, 16, Uhr

Geschlossen am 24, 25 und 31 Dezember, sowie am 1 Januar

Webseite: www.heritagemalta.org  

 

 

 

Bus: 8, 11, 27, 29, 30, 427, 627

Tarxien-Tempel

Die Tempel von Tarxien (Aussprache: [ˈtarʃiɛn]) in Tarxien, Malta wurden etwa 2700 v. Chr. - 2000 v. Chr. errichtet. Die Anlage aus der Jungsteinzeit ist seit 1980 (1992 erweitert) Teil der UNESCO-Welterbestätte „Megalithische Tempel von Malta“, zu der auch die Tempel von Gigantija und das Hypogäum von Hal Saflieni gehören.

Die Tarxien-Tempelanlage befindet sich an der Strasse von Valletta nach Zejtun (Beschilderung beachten, Distanz ca. 6 km).

Eines der besterhaltenen Beispiele der Megalithbaukunst befindet sich in Paola/Tarxien : die Tarxien-Tempel. Es sind Repliken verschiedener Kunstgegenstände (u.a. Altäre usw.) zu sehen.

In dieser Anlage fanden die Archäologen viele Fundstücke. Diese sind jedoch im National Museum of Archaology in Valletta ausgestellt. Die sich in der Anlage befindlichen Stücke sind sehr genau angefertigte Kopien.

Die komplette Anlage umfasst 6 Tempel, die Tempelanlage von Tarxien besteht aus drei einzelnen, aufeinander folgenden und miteinander verbundenen Tempeln und ist somit die größte Tempelanlage in Malta.

1956 wurde die gesamte Anlage umfassend saniert. Der Haupteingang ist ein im Zuge der Rekonstruktion entstandener Nachbau.

Gleichzeitig wurden viele verzierte Steinblöcke aus der Anlage in das Archäologische Museum von Valletta verlagert, um sie vor der Verwitterung zu bewahren. Der erste Tempel entstand ungefähr 3100 v. Chr.

Er ist der am reichsten verzierte Tempel auf Malta. Der mittlere Tempel wurde etwa 3000 v. Chr. errichtet. Er ist dadurch einzigartig, dass er, anders als der Rest der maltesischen Tempel, drei symmetrische Apsidenpaare anstelle der üblichen zwei Apsidenpaare aufweist.

Der östliche Tempel entstand um 3100 v. Chr. Die strukturelle Reste eines weiteren, kleineren und älteren Tempels, dessen Entstehungszeit auf 3250 v. Chr. datiert wurde, sind im Osten zu finden.

Die Tempel bestehen aus bis zu 20 t schweren Kalksteinen. Von besonderer Bedeutung ist das aufwändige Natursteinmauerwerk mit den Reliefdarstellungen von Haustieren, die sich auf Altären und Steinplatten befinden und mit abstrakten spiralförmigen Motiven und anderen Mustern verziert wurde.

In den Tempeln wurden auch viele Schmuckstücke sowie Gegenstände des täglichen Lebens, Statuetten und Tongefäße gefunden.

 

Besonders zu erwähnen ist, dass der Eingangsbereich noch gut erhalten ist (Steinplattenkonstruktion).

Öffnungszeiten: Mo - Sa. von 9 bis 16 Uhr, in den Sommermonaten 8 bis 14 Uhr

 

 

 

Busverbindung: Bus Nr. 11 & 27 aus Valletta

Hagar Qim Tempel

Ħaġar Qim (gesprochen Hadschar-’iim) ist einer der fünf großen maltesischen Tempelkomplexe.

 

In der Nähe der Ortschaft Qrendi liegen die Hagar Qim und Mnajdra Tempel. Die Tempelanlagen wurden in zwei Phasen (3500 v.Chr. und 2700 v.Chr.) errichtet, darunter der am besten erhaltene Südtempel.

Er gehört einerseits zwar an den Anfang der Tempelphase, entstand aber in seiner heutigen Form durch diverse Umbauten in der Spätphase und ist ein für Malta einmaliger agglutinierender Tempel. Keramikfunde belegen seine Nutzung ab der Mġarr-Phase während der gesamten Tempelkultur in der Geschichte Maltas.

Sehr auffallend ist die mehrfache Änderung des Grundrisses. So wurden die Achse und die Länge des Tempels aus einem unbekannten Grund geändert. Für den Bau der Tempel wurde Kalkstein verwendet.

Die großen Quader wurden wahrscheinlich über runde Steine zu der Anlage gerollt. Sehr interessant ist auch der Altar, welcher über sehr schöne Schnitzereien verfügt. Leider ist bis heute nicht ersichtlich aus welcher Zeit die Tempelbauten wirklich stammen!

Die Anlage war den Bewohnern Maltas zwar seit jeher durch frei stehende Steine bekannt, sie wurde jedoch erst seit 1839 mit systematischen archäologischen Ausgrabungen komplett freigelegt.

 

1980 wurde Ħaġar Qim, gemeinsam mit anderen steinzeitlichen Tempelanlagen Maltas, zum Weltkulturerbe erklärt.

 

2009 wurde die Anlage von Ħaġar Qim, wie auch das benachbarte Mnajdra, zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen mit einer permanenten Zeltkuppel überdacht.

 

 

 

 

 

 

 Bus: 38, 138