Weitere Feste 

Das San Grigor-Fest

 

Das Fest des Heiligen Gregor (San Grigor) wird am Mittwoch nach dem Ostersonntag mit einer Prozession gefeiert. Ursprünglich ging es auf eine lange Pilgerstrecke, die unter Führung des Bischofs von Malta in Mdina begann.

Heutzutage ist die Route gekürzt; die Prozession startet jetzt bei der winzigen Kapelle St. Clement in den Außenbezirken von Zejtun. Die historischen Ursprünge dieser Prozession sind nicht mehr feststellbar, doch nach einer örtlichen Überlieferung entstand sie als Danksagung an Gott für das Ende der Beulenpest, der zwischen 1675 und 1676 etwa 11.000 Inselbewohner zum Opfer fielen.

 

Nach der Prozession wird das nahe Fischerdorf Marsaxlokk an der Südwestküste Maltas angesteuert. Der Tag wird zur Landpartie; die Familien machen Picknick und pflegen gesellschaftliche Kontakte.

Vor vielen Jahren war der Tag des Heiligen Gregor für die Malteser ein großes Fest. Das ging so weit, dass ein Bräutigam bei der Hochzeit seiner Braut versprechen musste, sie zu diesem Fest nach Zejtun zu bringen.

 

 

 

 

 

Siegestag: 8. September

 

Der 8. September ist ein ganz besonderer öffentlicher Feiertag, denn er ist gleich drei Ereignissen gewidmet: Mit einem Kirchenfest wird die Geburt der Heiligen Jungfrau Maria gefeiert, am 8. September endete die Große Belagerung von 1565, und außerdem ist es der Tag, an dem sich im Zweiten Weltkrieg die italienische Marine den Briten ergab.

 

Das Fest wird in Senglea, Naxxar, Mellieha und Xaghra auf Gozo gefeiert. Im Grand Harbour wird zur Erinnerung an die Große Belagerung eine Ruderregatta abgehalten. Diese im Jahr 1642 begründete Tradition findet seit 1878 alljährlich statt.

 

Die Regatta ist für Teilnehmer und Zuschauer Wettbewerb und Spaß zugleich. Traditionelle Ruderboote aus sechs Hafenstädten treten auf einem eine Meile langen Kurs von Marsa bis zum Zollhaus unterhalb von Valletta gegeneinander an.

 

Es ist ein farbenprächtiges Ereignis, auf das die Einheimischen sehr stolz sind.

 

 

 

 

L’Imnarja:  ein sommerliches Volksfest

 

Das Peter-und-Pauls-Fest am 29. Juni markiert ein wichtiges Ereignis im Kalender der maltesischen Volksbräuche und Traditionen - ein ländliches Ernte- und Volksfest, gleichzeitig ein kirchlicher Feiertag.

 

Die Ursprünge des Fests reichen noch vor die Ankunft der Ritter des Heiligen Johannes im Jahr 1530 zurück. Das Fest wird L’Imnarja genannt; das ist eine Verfälschung des italienischen Wortes 'Luminara', was soviel wie Fest des Lichts bedeutet.  Der Name kommt von den Freudenfeuern, die früher in Mdina und Rabat während des Festes leuchteten.

 

Heute wird das Fest von Veranstaltungen im nahen Buskett geprägt. Es ist eine gesellige und fröhliche Angelegenheit: Familien und Freunde machen fast Tag und Nacht Picknick in den Buskett Gardens, Maltas größem natürlichen Waldgebiet.

 

Der Wein fließt in Strömen, Mahlzeiten wie das traditionelle Kaninchengericht werden verzehrt, und die Nacht vergeht mit Singen, Gitarrespielen und Musik von örtlichen Volksmusikkapellen.

 

Am nächsten Tag geht die Feier mit einer Landwirtschaftsshow weiter, gefolgt von sattellos gerittenen Pferde- und Eselrennen bei Saqqajja Hill unterhalb von Mdina. Den Siegern winken farbenprächtige Banner, die sie stolz in ihre Heimatdörfer tragen.

 

L’Imnarja galt auf den Inseln ebenso wie das Fest des Heiligen Gregor viele Jahre lang als ein Hauptfest. Es war Brauch, dass ein Bräutigam im Ehevertrag versprechen musste, seine Braut nach der Hochzeit zur Abendfeier in die Buskett Gardens zu bringen.