Mdina Special

 

Montag, 18.04.2011

Das Wetter war wieder super heute Morgen und nach dem Frühstück hatten wir beschlossen noch etwas Sonne zutanken, also sind meine Eltern ab auf den Balkon und ich habe wieder einmal mein Laptop gequält, die Bilder vom Sonntag mussten ja bearbeitet werden, also, an die Tasten fertig los…..

 

Nach 4 Stunden arbeit sind wir zum Mittagessen gegangen und dann hieß es warten auf den Bus der uns, meine Eltern und mich, zu unserer Tour abholen soll.

Fast pünktlich um 13:15 Uhr kam der Bus, also rein und weiter zu einem anderen Hotel, hier haben wir noch ein Paar aus England abgeholt, welches auch schon am Freitag mit auf Tour war.

 

Von hier aus ging es dann weiter um die anderen am Restaurant abzuholen, die diesen Ausflug als Ganztags Tour gebucht hatten.

Von Oasis Restaurant ging es dann nach erst nach Rabat und dann nach Mdina.

 

Wie das benachbarte Mdina spielte auch Rabat in der Geschichte Maltas eine wichtige Rolle.

 

Diese große Provinzstadt, eine Hauptquelle des kulturellen Vermächtnisses der Insel, war ursprünglich ein Teil der römischen Stadt Melita. Die Ausgrabungen und archäologischen Funde belegen ihre Bedeutung während der Römerzeit.

 

Über viele Jahrhunderte hinweg haben sich religiöse Orden innerhalb der Stadtgrenzen gebildet. Franziskaner, Dominikaner und Augustiner, die hier noch immer in geräumigen Abteien und Klöstern leben, kümmern sich in ihren Kirchen um das Seelenheil der Gemeindemitglieder.

 

Die Stadt ist ein Wirtschaftszentrum und fungiert als Markt für ihr großes, landwirtschaftlich geprägtes Hinterland. Sie ist auch ein beliebtes Touristenziel mit archäologischen und historischen Sehenswürdigkeiten: dem römischen Haus (Villa), Katakomben, St. Paul's Grotto und schönen Kirchen und Klöstern.

 

Leider wurde Rabat nur durchfahren und es war kein Stopp eingeplant….Schade.

 

Dann ging es nach Mdina und am Main Gate, dem Haupttor der Stadt Mdina, wurden wir rausgelassen und hatten dann eine Stunde Zeit….viel zu wenig…

 

Die Stadt kann man durch drei Tore betreten, das Gharreqin Gate, Greeks Gate und Main Gate. Das Main Gate ist mit Abstand das schönste.

Das Greeks Gate wird mehr von Autos benutzt, während das Gharreqin Gate ein Seiteneingang ist und nur einen schlechte Verkehrsanbindung hat(wenn man dort hinaus läuft steht man im Nirgendwo).

 

Mdina, liegt auf einer Fläche von ca. 350 x 350 Metern und bildet beinahe ein Rechteck, sie ist die im Zentrum der Insel gelegene einstige Hauptstadt der Insel und eines der lohnendsten Ziele auf Malta.

 

Die Stadt zählt heute nur noch 300 Einwohner und mutet mit ihren Palästen, Kirchen und Klöstern immer noch mittelalterlich an.

In den vergangenen Jahrhunderten, wurden der Stadt Titel wie "Città Notabile" (edle Stadt) und Cità Vecchia" (Alte Stadt) gegeben, die auch auch heute noch ihre Berechtigung haben.

 

Weithin sichtbar liegt Mdina auf einem 185 m hohen Ausläufer des Dingli Plateaus. Nach Süden und Südwesten hin, ist Mdina durch eine hübsche Grünzone von der Nachbarstadt Rabat getrennt. In die anderen Richtungen, boten die Steil abfallenden Felsen in der Vergangenheit Schutz vor unliebsamen Besuchern.

 

Schon aus der Ferne bietet die Stadt mit ihren gewaltigen Festungsmauern, die hoch über der Ebene aufragen ein imposantes Bild.

In gelblichen Kalkstein errichtete Paläste, Kirchen und Klöster sowie enge Gassen bestimmen das Bild der Stadt.

Einen Rundgang durch Mdina beginnt man am besten am Main Gate, das man über eine Brücke erreicht.

 

Eine wunderschöne Aussicht, vor allem über den nördlichen Teil der Insel, genießt man von der Terrasse 'Pjazza Tas-Sur'.

Von diesem Ausblick waren auch meine Eltern sehr begeistert und konnten es kaum glauben…..“Traumhaft schön!“ sagte meine Mutter und konnte es nicht glauben…..Glauben konnte ich es auch nicht, als ich auf die Uhr sah, es wurde Zeit zum allgemeinen Rückzug zum Bus….

 

Ein schönes Café mit einer Terrasse, die einen noch viel schöneren Blick über Malta bietet, befindet sich an der nördlichen Seite von Mdina. Das Café heißt FONTANELLA tea garden…..leider hatten wir dafür keine Zeit…

 

Ein MUSS ist der Schokoladen-Kuchen dort, unglaublich gut. Ein Muss ist ebenso ein Besuch der Kathedrale St. Peter und Paul. Sie bietet nicht nur äußerlich etwas, sondern auch von innen. Dort gibt es unglaublich schöne Fresken an der Decke, interessante Gemälde, Statuen und vieles mehr.

 

 

Vor der Kirche befindet sich die Pjazza San Pawl. Sie ist mit alten Gebäuden umgeben und auf dem Platz stehen zwei alte, gut erhaltene Kanonen.

 

 

Zur weitern Besichtigung lohnen sich:

Mdina Experience – Das Mdina-Erlebnis und die Mdina Kerker

 

 

Die Stunde ging leider viel zu schnell vorbei und wir waren wieder am Bus, bis auf zwei Personen waren alle da….jetzt geht das schon wieder los, dachte ich mir….

Wenn es eine Stunde heißt, dann ist das nun mal so, das was jetzt verloren geht, fehlt bei dem anderen Besichtigungspunkt…

 

Nach 10 Minuten kamen die beiden dann endlich, der Fahrer hatte schon mit dem Büro telefoniert, was er machen soll, aber das Glück war auf der Seite der anderen….“Los jetzt, schwingt euch jetzt endlich in Bus, wir müssen weiter und labert nicht soviel Dummzeug!“ wollte ich erst sagen, aber da meine Eltern dabei waren, dachte ich es mir nur.

 

Jetzt weiter nach Mosta zur Besichtigung des Mosta Doms.

 

Der Name der Stadt, Mosta, stammt aus dem Arabischen 'musta', was so viel wie Zentrum bedeutet. Mosta liegt im Herzen von Malta am Bergrücken Great Fault, der die Insel in Ost-West-Richtung durchquert.

 

Im Mittelalter war es nur ein Flecken; die Entwicklung der Stadt begann zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach dem Ende der großen Belagerung.

Heute ist es eine geschäftige Marktstadt.

In ihrem Zentrum steht eine großartige, im Jahr 1860 vollendete Kuppelkirche, die Mosta Rotunda, mit der drittgrößten freitragenden Kuppel Europas.

Vor dem Mosta Dom, oder auch Mosta Rotunda, hielt der Bus und wir hatten nach dem Aussteigen 45 Minuten Zeit zu Besichtigung.

 

Die Rotonda Sta. Marija Assunta (kurz: Mosta Dom oder Rotunda Mosta) ist die im Jahr 1860 vollendete Kuppelkirche, mit der drittgrößten freitragenden Kuppel Europas. Sie wurde von ihrem maltesischen Architekten George de Vasse dem Pantheon in Rom nachempfunden.

Der Durchmesser der Kuppel beträgt fast 52 Meter und die Höhe der Kuppel ist ca. 60 Meter.

Der Innenraum ist heute ganz in Blau, Gold und Weiß gehalten und hat Platz für 12.000 Besucher.

 

Der Bau der Kirche war seinerzeit revolutionär: Die Mosta Rotunda wurde über der alten Kirche errichtet, die erst ganz zum Schluss abgerissen wurde.

Die gesamte Kirche und das Gewölbe ist mit maltesischen Kalkstein erbaut wurden. Die Kirche weist eine beachtliche Stabilität auf, die Steine tragen sich selbst und es wurde kaum Zement bei dem Bau benutzt.

 

Meine Eltern, vor allem meine Mutter, waren begeistert..…sie lieben es Kirchen zu besuchen…..ich mach da eher einen großen Bogen darum…

 

Zum Inventar der Kirche gehört auch die Kopie einer deutschen Fliegerbombe.

Denn im Zweiten Weltkrieg, am 9. April 1942, erhielt die Kirche während der Messe einen direkten Treffer durch eine deutsche Bombe. Die Bombe durchbohrte die Kuppel, zu dieser Zeit befanden sich angeblich 302 Menschen in der Kirche, explodierte jedoch nicht - ein Ereignis, das mittlerweile als göttliche Intervention angesehen wird.

 

In der Sakristei ist eine Nachbildung der 200-kg-Bombe zu sehen, das Original der Bombe wird im Kriegsmuseum von Valletta aufbewahrt.

Hier habe ich auch meine Mutter vor der Bombe fotografiert wie sie das Teil misstrauisch betrachtet.

 

Weitere Bilder habe ich vom inneren des Doms gemacht und auch erstmals ein Video…..aber solche Verrenkungen mache ich nicht noch einmal, denn, gerade beim filmen der Decke hätte ich mir fast die Wirbelsäule gebrochen.

 

Der Dom von Mosta und noch eine Kirche, die auf Gozo ist, sind die einzigen zwei Kirchen, wo ich rein bin…..wie schon gesagt, ich mache um Kirchen sonst einen großen Bogen.

 

So, das war’s für Heute, alles zurück in den Bus und wir wurden nach Hause, also in Hotel zurück gebracht.

Im Hotel angekommen, zum Abendessen war noch Zeit, also hab ich schon mal angefangen meinen Koffer zu packen, denn morgen, am Dienstag, habe ich wenig Zeit, da wir noch eine Tour nach Gozo haben….ein absoluter MUSS für jeden, der mal nach Malta kommt.

 

Nach dem Abendessen bin ich, wie eigentlich immer, zu Frank in die Taverne, meine Eltern kamen nach einem kleinen Verdauungsspaziergang nach….jetzt kann man meine Eltern auch mal alleine laufen lassen, sie kennen sich in der Umgebung vom Hotel aus.

 

 

 

 

 

So, die Mdina Special Tour ist abgeschlossen.

 

 

 

Weiter geht es am Dienstag, 19.04.2011,

 

mit dem ganztags Ausflug: Gozo