The Malta Story, Part 3

 

Vom Anfang bis zur Landung

The Malta Story, Part 3

Malta Reise: 19.09. bis 09.10.2010

 

Eigentlich wollte ich mir den ganzen Stress mit den Reiseberichten ersparen, aber dann sagte man mir, „Eh, warum denn nicht, die lesen sich doch super und sind zum Teil lustig geschrieben.“

Na gut, dann lasse ich mich mal wieder breitschlagen und quäle die Tasten von meinem Laptop….ich hoffe mal der nimmt mir das nicht übel.

Aber jetzt stellt sich die Frage, wo fange ich mit diesem Reisebericht an?

Da es ja alles etwas durcheinander geraten ist, muss ich ein paar Tage zurück gehen in der Zeit und beginne somit am 24.12.2009.

Ich weiß, ich weiß, sind mehr als ein paar Tage, aber es muss sein.

Der 24.12.ist ja nun mal der heilige Abend, Weihnachten, und das Christkindchen kommt und so habe ich ja von meiner Frau und den Kids einen Flug nach Malta geschenkt bekommen.

Dieser Flug war im Februar 2010, siehe hier

Ich hatte ja eigentlich einen Flug für den April / Mai 2010 geplant, also musste ich umbuchen.

Der erste Anruf bei Air Malta war nicht ganz hilfreich, weil die nette Dame kein Deutsch konnte und mein Englisch ist auch nicht gerade so super, aber die Dame hat mich an einen Kollegen verwiesen, der Deutsch kann….Naja, man kann es zwar kein Deutsch nennen was er gesprochen hat, denn es war einer aus Sachsen.

Habe ihm mein Problem geschildert und er hat mich, gegen Aufpreis, umgebucht für den September, so sind mir, bis auf die Umbuchungsgebühren, keine zusätzlichen Kosten entstanden.

Der Flug für den September war somit gebucht.

Jetzt kam noch eine erfreuliche Nachricht von der Firma Securitas, die auch im ZDF angestellt sind, das ich im ZDF Fernsehgarten dabei bin….Super dachte ich mir, die Geldquelle ist noch nicht verschlossen.

Die Saison geht dieses Jahr vom 08.05. bis 19.09.2010, also jede Menge Zeit um Kohle einzufahren, denn das Hotel und die geplanten Ausflüge wollen ja auch bezahlt werden.

Den letzten Fernsehgarten am 19.09. kann ich aber leider nicht arbeiten, da mein Vater und ich am 18.09. unseren 110ten Geburtstag feiern und ich am 19.09. abfliege.

Aber auch egal, denke mal, die werden die letzte Sendung auch ohne mich schaffen. J

 

 

Sonntag, 19.09.2010

Hurra, endlich geht’s bald los, die Geburtstagsparty haben alle ohne großen Schaden überstanden und glücklicherweise gab es keine Alkoholleichen, das Frühstück war geschafft.

Nach dem Mittagessen hab ich dann versucht meinen Koffer zuschließen, wollte mich erst drauflegen, aber es war nicht nötig, er ging auch so zu…..was ein Glück….aber war ganzschön schwer das Teil.

Bis zum Kaffeetrinken noch etwas Familienpflege gemacht, wer weiß, wann ich den Rest der Poralla Sippe mal wieder sehe???

Nach dem Kaffeetrinken, noch schnell die Wurstbestellung für Frank verpackt und ins Handgepäck gestopft…..fertig.

Nun noch das ganze Zeug, ( 1 großer Koffer ( 31,5 kg ) und drei ( 3 ) Handgepäckstücke, je 6 kg ) ins Auto bringen und wir können abfahren……man bin ich vielleicht aufgeregt.

Wir, mein Vater und ich, sind, nachdem ich mich von der Familie verabschiedet habe, gegen 16 Uhr endlich losgefahren und waren um ca. 16.20 Uhr am Flughafen. Koffer und ein Handgepäck geschnappt und ab zum Schalter. Etwas zu früh wie rausstellte, da der Schalter von AIR MALTA erst um 16.45 Uhr geöffnet wird, aber egal, ich war der dritte in der nach mir sich bildenden Schlange……gut so.

Ab zweiten Schalter war noch eine Schulklasse, aber die juckte mich nicht, ich kam dann auch ganz schnell dran, als die Schalter geöffnet wurden und wie es das Schicksal so wollte, gab es Probleme mit der Gepäckwaage und dem Transportband, was eigentlich den Koffer vor mir hätte verschwinden lassen sollen.

Die Waage zeigte für meinen Koffer 11 Kilogramm an und der Typ frage mich „….warum haben Sie eine Zusatzbuchung für Übergepäck? Sie haben doch nur 11 kg!“

„Komisch!“ sagte ich zu ihm, „aber meine Waage zu Hause zeigte mir 31,5 kg an, aber wenn ihre Waage sagt, das es nur 11 Kilo sind, wird das wohl stimmen!“….was es leider nicht tat. Er hat dann alles noch einmal abgeschaltet und neu gestartet und siehe da, es hat leider doch gestimmt mit den 31,5 kg.

Bei der Sitzplatzauswahl durfte ich nicht wählerisch sein, der AIR MATLA Bomber war voll bis auf die Bordtoiletten und drei Plätze in der Business Class, auf ein UPGRATE brauchte ich nicht zu hoffen sagte mir der Typ am Schalter, was sich auch als wahr herausstellte….schade.

Mein Sitzplatz hatte ich, es war 3 C, ziemlich weit vorne, also schnell raus bei der Ankunft.

Ich war dann fertig am Schalta von Malta und ab ans Auto wo mein Vater noch auf mich wartete, das restliche Handgepäck aufgesammelt, „Tschüüüß Papa!“ mit eine herzlichen Umarmung verabschiedet und ab zum Gate B 2.

Dort bin ich nach 10 Minuten an der Fluggastkontrolle angekommen und mich erwartet eine sehr große Menschenmenge, die alle irgendwie in Urlaub- oder auf Geschäftsreisen wollten. Also war braves anstellen angesagt, nur so ein Depp von Geschäftsmann wollten sich an mir vorbei drängeln, aber nicht mit mir. Der Typ in seinem dunklen Anzug hat es ja zweimal probiert, aber nix da, ich muss auch anstehen, beim dritten Mal, hab ich zu ihm gesagt „….jeder steht hier an, und wenn Du es jetzt nicht verstehst und auch ganz normal wartest wie jeder hier, schiebe ich dir deinen Aktenkoffer quer in den Hals!“

Das hat er verstanden und der Rest der Leute an der Fluggastkontrolle auch, jeder schaute ihn an….jede Tomate war blass gegen sein Kopf.

Endlich war ich dann auch dran und legte alle meine Sachen in die grauen Plastikschalen, als ein Typ von der Fluggastkontrolle die Kisten nachschob und mir dabei fast den kleinen Finger abgequetscht hätte, wurde ich sauer und motzte mit ihm, los ging es dann mit dem durchleuchten meiner Sachen während ich durch die Personenkontrolle musste, wie jeder andere auch.

Kein Piepen bei mir nichts, obwohl ich ein Haufen metallischer Knöpfe an der Hose, sowie am Gürtel, hatte.

Am andern Ende hab ich dann meine Sachen wieder eingepackt, der Typ, der mir fast meinen Finger abgequetscht hatte, hat sich brav entschuldigt „…schon gut, nicht so schlimm, ich hätte dann ja noch 9 weitere Finger!“ sagte ich zu ihm und wir haben gelacht. Mein Rucksack wollte man mir nicht geben, als ich ihn haben wollte „ und warum?“ war meine Frage, die Antwort war schon komisch „…wir müssen einen Abstrich machen!““….einen Abstrich? Ist mein Rucksack schwanger?“ Die Dame lachte und meinte, das sein so eine Zufallsauswahl und wann wollte meinen Rucksack auf Sprengstoff kontrollieren!

Sprengstoff in meinem Rucksack? Ich hab das teil selbst gepackt, kein moslemischer Terrorist, kein Idiot von Al Kaida hatte Zugang zu meinem Rucksack, aber was sein muss sein.

Es kam dann auch gleich ein Kollege und ich bin dann zusammen mit ihm zum „Abstrich“ gegangen. Ein anderer Kollege hat dann mit einem Stückchen Papier über meinem Rucksack gestrichen und dieses Papier wurde dann in einen Scanner gelegt, so kann binnen Sekunden festgestellt werden, ob Sprengstoff auf, in oder am Gepäckstück ist.

Bei mir war natürlich alles negativ, hätte auch nichts anderes erwartet. „Also nicht schwanger!“ sagte ich zu den Herren, wir alle lachten und ich verabschiedete mich Richtung Gate B2.

Am Gate B 2 gab es zum Glück auch einen Raucherkabine, Räucherkammer wäre eigentlich der bessere Ausdruck für die Kabinen am Frankfurter Flughafen, man sollte mal an anderen Flughäfen auf Ideenklau gehen….so wie es die Chinesen machen.

Nachdem ich zwei geraucht hatte bin ich zurück zum Gate und habe mich dort mit drei Handgepäckstücke breit gemacht….es war nun 18 Uhr noch 30 Minuten bis zum Einsteigen.

Dann war es endlich soweit, 18.30 Uhr, der Flug wurde aufgerufen, mit dem UPGRATE wurde es leider nix, na dann hat die Person in der Mitte hat Pech gehabt und muss leiden.

Bordkarte wurde abgerissen, einen „Guten Flug“ gewünscht und dann ging es weiter, Treppe runter und weiter zum Bus, so wie immer.

Irgendwie hatte man sich mit der Anzahl der Passagiere verschätzt, denn unsere Bus war voll, es war der zweite, jetzt mussten wir auf einen dritten warten und das dauerte fast 15 Minuten, die anderen mussten im Treppenhaus vom Gate warten.

Als der Bus dann endlich kam sind wir losgefahren und haben unsere Maschine nach 5 Minuten erreicht, jetzt nur noch mit Handtrolly, Rucksack und Laptoptasche die Treppe hoch und ich war im Flieger.

Der Flieger heute war ein Airbus A 319 mit dem Namen Valletta.

Mein Platz war ja ganz am Anfang, was leicht zu finden war, Trolly und Rucksack ins Gepäckfach gewuchtet, Laptoptasche zwischen meine Beine genommen….so, ich bin da, es kann losgehen.

Als der Rest dann auch noch angekommen ist, wurden die Türen geschlossen und nun ging es endlich los.

Ok, es war etwas zu früh gefreut, denn wir mussten noch ein ganzes Stück fahren, bis zur Startbahn West kamen…..Fahrtzeit fast 10 Minuten, da hätten die mich ja auch zu Hause abholen können, die Richtung kommt ja fast hin.

Um 19.20 Uhr sind wir dann endlich von Frankfurt abgehoben, dann ging es Richtung Alpen / Schweiz, an Italien vorbei und auf der Höhe von Rom meinte der Pilot, man soll doch mal links zum Fenster raus schauen, da könne man das beleuchtete Rom sehen…..Naja, wen es interessiert?!….mich jedenfalls nicht.

Zu Essen gab es auch etwas, Hühnchen, mit Kartoffeln, etwas Gemüse und zwei Tomaten, noch ein Stückchen Kuchen, ein kleines Brötchen und etwas Butter. War leckern, man konnte es Essen, aber ich musste an meine 24 Bartwürste, 12 Luftgetrockneten, zwei Ringe Fleischwurst, eine Salami aus der Dom. Rep. und 6 Regensburger Knackwürste im Handgepäck denken, ein Feuerzeug hatte ich in der Hosentasche, wir hätten also wunderbar Grillen können.

Nein, ich habe diesen Würsten kein haar gekrümmt, denn sie waren ja für Frank, aus Frank‘s Tavern, bestimmt….schade.

Dann merkte ich plötzlich wie die Maschine etwas langsamer wurde und sich leicht absenkte, sollten wir etwa schon da sein?

Nicht ganz aber fast, wir waren über Sizilien und somit im Landeanflug auf Malta…..Hurra endlich da. Die Maschine ging als tiefer, man konnte Gozo, Comino und Malta erkennen, vorbei an Valletta……na wo will der denn hin? War mein erster Gedanke, aber es sollte alles seine Richtigkeit haben. Dann eine scharfe Rechtskurve und weiter dabei im Sinkflug, die Lichter von Marsaxlokk waren zusehen, die anderen Lichter der Ortschaften links und rechts wurden immer größer und größer, dann setzte die Maschine auf, wir waren angekommen.

 

Merhba Malta!

 

Wir rollten aus und die Maschine kam dann auch irgendwann zum stehen, abschnallen, Handgepäck aus der Ablage holen, bloß nix vergessen, sonst steht es vielleicht morgen bei ebay.com.

Beim Verlassen der Maschine bekam ich den ersten Schock, einen Hitzeschock, man war das vielleicht schwül warm, sofort ist die Soße aus allen Poren gelaufen und als ich mit drei Handgepäckteilen endlich die Treppe unten war, lief die Soße noch mehr.

Dann der zweite Schock, „Wo stehen wir denn?“

Die Maschine parkte weit ab vom Terminal, sie stand vor einem Hangar mit der Aufschrift „Lufthansa Technik„ Weit und breit war natürlich nichts zusehen vom Terminal, „OK“ dachte ich, das wird ein langer Fußmarsch, aber zum Glück war da doch Busse die uns nach etwas mehr als 8 Minuten Fahrt sicher zum Terminal brachten….was ein Glück!

Dort angekommen, ging es gleich zur Gepäckausgabe, nach 15 Minuten warten kamen auch schon die ersten Koffer über das Band, mein Koffer war bei der vierten Runde dabei, hab das Teil vom Band genommen und fast noch eine andere Person umgekickt….sein Pech, was der auch im Weg stehen.

Dann weiter zu Maltatransfer.com, dort war ich schon von meinem Bekannten Joe, aus dem Büro, angemeldet. Die Dame sagte mir, ich solle am Warteraum, links am Ausgang, auf den Fahrer warten. Ok, aber erst mal eine Rauchen, meine Lunge schreit schon nach einer Kippe.

Am Ausgang der Gepäckausgabe wurde ich dann von so einem Typen sehr unfreundlich in Englisch angesprochen „Woher kommen Sie?“, ich fragte Ihn, „Wer will das Wissen?“, er sagte das er von der Polizei sein, so habe ich es jedenfalls verstanden. „Da kann ja jeder kommen, einmal Ausweis zeigen bitte!“ war meine Antwort, er zeigte mir seine Dienstausweis, muss also irgend was von so einer art Polizei sein, ich sagte ihm das ich aus Deutschland komme, er sagte „OK!“ und hat mich durch gewunken.

Was so eine vier Tage Bart doch so für Auswirkungen haben kann, aber trotzdem habe ich keine Ähnlichkeit mit Osama bin Laden oder sonstigen Deppen aus dieser Richtung.

Bin dann durch den Ausgang raus, links rum, am Maltatransport.com Wartesaal vorbei und geradeaus Richtung Ausgang um mal eine zu rauchen. Nach 10 Minuten kam dann auch der Fahrer, er sagte wir müssen noch auf 2 Personen warten, dann geht’s los.

Nach 10 Minuten waren dann auch die andern gefunden und es konnte losgehen, ich war dann so gegen 23.15 Uhr im Hotel, Check in und dann mit all dem ganzen Zeug im engen Aufzug in den 4. Stock gefahren, dann ab ins Zimmer, Koffer auf, alle Wurstwaren für Frank sortiert und in eine andere Tasche verladen und ab zu Frank.

Bei Frank‘s Tavern angekommen wurde ich erst einmal von Frank, Eddie und Irene, beide kenne ich von meinem letzten Urlaub, beide sind aus England und ganz ganz liebe Leute, ganz herzlich begrüßt.

Frank wurden erst einmal die ganzen Wurstwaren, die er bestellt hatte, übergeben und in die Gefriertruhe gepackt….es wurde nämlich zeit dafür. Dann ist Frank verschwunden und kam nach 10 Minuten aus der Küche zurück mit einer wunderschönen Geburtstagstorte für mich, dazu sang er

 

„Happy Birthday to you…..“

 

Das war eine wirklich wunderschöne Überraschung von Frank, Irene und Eddie, siehe Bilder. Dann wurde sich über die Torte hergemacht und jeder hat ein großes Stück verputzt, der Rest wurde aufgehoben.

Meine Torte zum Geburtstag....echt sehr nett
Meine Torte zum Geburtstag....echt sehr nett

Um kurz vor 0 Uhr bin ich dann ins Hotel zurück, Eddie und Irene sind schon vor mir weg, in meinem Zimmer angekommen, habe ich noch schnell die Koffer ausgepackt…..hab erst jetzt gemerkt, das ganz schön viel Zeug dabei habe.

01.15 Uhr bin ich dann todmüde ins Bett gefallen…..Gute Nacht.

 

 

 

 

Weiter geht’s im Text bei:

 

“The Malta Story, Part 3 – Meine Tage auf Malta“

 

 

“Wer Rechtschreibfehler und Grammatikfehler findet,

 

darf sie behalten.“