Malta Reise: September / Oktober 2011

 

The Malta Story, Part 5

 

Der Anfang

 

 

Operation Incredible Malta

Ja, Ihr fragt euch also völlig zu Recht:

 

Warum schon wieder ein Reisebericht?

Hat der Typ nix besseres im Urlaub zutun?

Weitere Buchstaben?

Noch mehr Kapitel in der ewigen Geschichte menschlicher Geschwätzigkeit?

 

Nun: Dieser Reisebericht, den Ihr vor Euch habt ist anders.

Ihr werdet zahlreiche neue Wörter kennenlernen und Buchstaben in einer Konstellation erleben, die die Welt noch nicht gesehen hat.

Ich sage dies, obwohl mir bewusst ist, dass ich nicht alle Reiseberichte dieser Welt kenne.

Wie auch?

Das heiße ja, ich hätte das Telefonbuch von Berlin, den Otto-Katalog von 1988 und die gesammelten Werke von Marcel Reich-Ranicki gelesen.

Himmel hilf!

 

Die Wahrscheinlichkeit, eine sechsstellige Anzahl von Buchstaben könnte zufälligerweise schon einmal in genau derselben Reihenfolge in einem anderen Reisebericht verwendet worden sein, könnte gut möglich sein.

Denn in der Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt es keine hundertprozentigen Sicherheiten.

Sollte jemand behaupten, bitte ich ihn, Beweise vorzulegen.

Heraus damit! Hosen runter! Karten auf den Tisch! Butter bei die Fische, Sackl Zement!

 

Ich werde jedenfalls jeden von meinen albanischen Freunden dahinmeucheln lassen, der behauptet:

„Das habe ich doch alles schon einmal gelesen, allerdings in Aramäisch!“

Das ist gelogen, wer von denen interessiert schon für meine Reiseberichte?

 

 

Dieser Reisebericht enthält….

 

-- Mehrere Seiten

-- Einige Bilder

-- Wahrscheinlich Rechschreibfehler und Grammatikfehler, die ich beseitigt hätte, wenn ich sie nicht übersehen hätte

-- Sexuelle Anspielungen ( gemäßigt! Ab 6 Jahren! )

-- Kritische Anmerkungen zum radikalem Islamismus

-- Keine Witze

 

Dieser Reisebericht ist etwas völlig anderes.

Ja, man kann sagen, Erkenntnisgewinn ist sogar im Sinn der Sache.

Man liest ja keinen ganzen Reisebericht, um am Ende immer noch blöd zu sein wie ein sack Dinkelmehl (oder eine Schale Haferflocken, falls Du eine Dinkelallergie hast).

Schriftlichkeit ist allerdings Voraussetzung, um auf diesen Seiten hier mehr zu erkennen als schwarz auf weiß gepresste Kringel und Schleifen.

 

Mein Ratschlag:

Solltest Du zur anwachsenden Gruppe der Analphabeten in unserem Land gehören, lass dir diesen Reisebericht einfach vorlesen!

Auch egal!

 

Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung unseres Landes, so sagen es alle, Angela Merkel, Josef Ackermann, Thilo Sarrazin und Daniela Katzenberger.

Deshalb an dieser Stelle mein Ratschlag:

„Wenn Du ein Wort nicht verstehst, schlage es nach!“

 

Dies gilt im Übrigen für alle Lebensabschnitte.

 

Aber warum hat dieser Reisebericht so einen Titel?

Warum so eine Überschrift?

Warum nur?

Ganz einfach, ich wollte meinen Reisebericht nicht „Das Beste vom Fachmann!“ nennen, das klang mir zu plakativ.

 

Weitere vielversprechende Titel wären gewesen:

Wie man in zehn Tagen dreißig Kilo abnimmt, ohne auf AI zu verzichten?

 

Oder:

Wie man Frauen in 38 Sekunden flachlegt und sie nach drei Minuten dreißig in Luft auflöst.

 

Sowie:

Wie man ein Reisebericht schreibt, für den jeder Idiot viel Geld bezahlt.

Der Ratgeber für Malta Reisen.

 

Dem aufmerksamen Leserwurm sollte bereits an dieser Stelle aufgefallen sein, dass in diesem Reisebericht auch Themen erörtert werden, von deren Dringlichkeit er bisher nicht wusste, ja, deren schiere Erwähnung dem Leser den Schauder der Überraschung in die entgleiste Visage treibt, wenn ich das mal so locker hingekritzelt formulieren darf.

 

Warten wir mal ab, wie das hier so wird….ich werde am Ende bestimmt genauso überrascht sein wie ihr.

 

An dieser Stelle möchte ich Euch, verehrte Leserinnen oder auch Leser, gerne etwas beichten:

Ich wäre gerne der Dalai Lama!

 

Leider haben meine Eltern dies bereits durch meine Geburt mitten in Europa ordentlich vergeigt. Schade!

Tibetische Kirchenführer sind bei uns sehr populär. Wir mögen spirituelle Menschen weil sie überzeugend lächeln, wenn sie über Dinge reden, die kein Mensch begreifen kann, also Wiedergeburt, Nirwana oder was sonst noch so anliegt.

 

Auch hiesige kirchliche Leitfiguren bleiben beliebt, wenn sie nur nicht immer gerade Kinder hauen oder befummeln.

Religiöse Menschen, die beleidigt sind, wenn man ihrem Glauben nichts abgewinnen kann, sollten dieses Kapitel überlesen.

 

Viele Menschen empfinden es als Angriff, wenn man etwas anderes glaubt als sie, selbst wenn es gut begründet ist. Dabei ist jede Empörung über Gotteslästerung grundsätzlich unbegründet.

Entweder der Lästerer hat Recht oder er hat Unrecht.

Gott wäre, sollte er wirklich existieren, zur Selbstverteidigung höchstpersönlich selber in der Lage. Wenn er nicht existiert, ist eh alles wurscht!

 

„Religiöser Führer“ wäre insofern auch für mich ein anstrebenswerter Beruf.

Ich bin in der Lage, wirres Zeug zu reden und dabei kompetent und vor allem überzeugt zu gucken.

Für die meisten übersinnlichen Phänomene gibt es eine erleuchtende Erklärung. Allerdings muss man sie auch suchen.

 

Röchelt ihr Meerschweinchen, guckt es gläsern und stößt es übel riechende Wolken aus, holen sie nicht den Exorzisten!

Nehmen sie ihm lieber die Wasserpfeife weg!

 

 

 

 

 

 

 

Weiter im zweiten Teil……