Wusstest Du...?


[Wusstest Du...?] … dass von Mai bis September auf Malta Festa-Saison ist?

Von Mai bis September können Malta-Urlauber Zeuge einer  ganz besonderen Tradition werden, denn in diesen Monaten begehen zahlreiche Dörfer und Städte die „Festa“-Saison. „Festas“ sind einwöchige Patronatsfeste zu Ehren eines Stadt- oder Dorfheiligen und bereits seit dem 16. Jhdt. überliefert.


Die Festwoche ist der Höhepunkt im Veranstaltungskalender einer jeden Pfarrgemeinde und das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen ehrenamtlicher Bürger. Die Feierlichkeiten sind von zahlreichen Messen und Gebeten für den Schutzheiligen geprägt, dessen Statue von jungen Männern geschultert und - begleitet von Blasmusik, Konfettiregen und frenetischem Applaus - durch die Straßen getragen wird.


Höhepunkt und Abschluss einer jeden Festa, die besonders in den Abendstunden einen mitreißenden Volksfestcharakter aufweist, ist ein prunkvolles und aufwändiges Feuerwerk, das von den Einheimischen selbst entworfen und hergestellt wird. Feuerwerke sind ein fester und wichtiger Bestandteil der maltesischen Kultur. Urlauber sind jederzeit herzlich willkommen, gemeinsam mit den Einheimischen eine Festa zu erleben.



[Wusstest Du...?] ... was es mit dem Kreuz auf meinem Gewand auf sich hat?

Schon kurz nach der ersten Gründung des Ordens im Jahr 1064 entwickelte sich ein weißes Kreuz auf rotem Grund zum Symbol des Ordens.

Ursprünglich handelte es sich um ein Balkenkreuz, dessen vier Arme die vier Kardinalstugenden symbolisierten: Klugheit, Mäßigung, Tapferkeit und Gerechtigkeit. Dieses weiße Kreuz auf schwarzem Mantel, der Kukulle, den auch ich trage, ist die Tracht für Friedenszeiten.


In Kriegszeiten tragen die Malteser Ritter dagegen ein Kreuz auf roter Weste. Die Ritter waren in langues (franz. = Zungen) unterteilt, von denen jede in einer eigenen Auberge, einer Art "Kolleg", lebte.


Die Zungen repräsentierten die acht "Nationen", die damals in Europa eine Rolle spielten: Auvergne, Provence, Frankreich, Aragón, Kastilien, Italien, Deutschland und England. Fällt Dir etwas auf? Gut aufgepasst: Diese Zahl von acht Zungen entspricht der Zahl der "Zungen" des Malteserkreuzes.


[Wusstest Du...?] … wie die Malteser Ritter nach Malta kamen und warum sie so heißen?

Der „Ritterliche Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem“, wie der Johanniter Orden mit offiziellem Namen hieß, wurde ursprünglich vor fast 1000 Jahren als Hospitalsgemeinschaft in Jerusalem gegründet. Diese hatte die Aufgabe, kranke Pilger gesund zu pflegen. Schnell wurde er zum ersten geistlichen Ritterorden zum Schutze des Christentums gegen den Islam.


Nach Malta kamen die Johanniter 1530, nachdem sie von den Türken aus ihrer letzten Heimat Rhodos vertrieben worden waren. Kaiser Karl V. von Spanien bot Ihnen die Insel als neue Heimat an. Als Dank für dieses Lehen mußten sie jedes Jahr einen Falken an den Kaiser übergeben.


Malta war bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbefestigt. Die Johanniter bauten die Insel zur bedeutendsten Festung ganz Europas aus! Unter ihnen entstanden die prächtigen Paläste, Verwaltungsbauten und zahlreiche Kirchen,  z.B. die St. John’s Co Cathedral und der prunkvolle Großmeisterpalast, der heute Tagungsort des maltesischen Parlaments ist.


Dank ihres furchtlosen Einsatzes konnten die Ritter bei der berühmten „Großen Belagerung“ 1565 die Türken mit Ihrem Anführer „Suleiman dem Prächtigen“ besiegen, der im 16. Jahrhundert ganz Europa in Angst und Schrecken versetzte.

Dieser Sieg war eine Sensation und wurde in ganz Europa gefeiert! Seit dieser Zeit wird der Johanniter Orden übrigens auch Malteserorden genannt.


Rund 270 Jahre nach ihrer Ankunft mussten die Malteser Ritter Malta wieder verlassen: Napoleon Bonaparte vertrieb sie, als er 1798 Malta besetzte. Erst im Jahre 1999 kehrte der Orden nach Malta zurück und erhielt das Fort St. Angelo zur Pacht.


Hier gibt’s Informationen zum Malteser Orden:

http://www.orderofmalta.org/der-orden-und-seine-einrichtungen/239/auftrag/?lang=nl 



[Wusstest Du...?] … wie groß bzw. klein meine Heimatinsel tatsächlich ist?

Die Hauptinsel mit der prachtvollen Hauptstadt Valletta nimmt eine Fläche von 246 qkm ein.


Sie ist damit etwa so groß wie München, würde zweimal in den Bodensee passen und hätte dreimal in der Fläche Berlins Platz!


Gozo ist mit 67 qkm die zweitg...rößte Insel des Archipels. Comino ist nur 2,5 qkm groß.

 

 

[Wusstest Du...?] … was für Tiere es auf Malta gibt?

Die größten frei lebenden Tiere sind Wildkaninchen. Überall auf den Inseln begegnet man Ziegen, Schafen, Eseln, Pferden und Kühen, aber auch Katzen und Hunden. Es gibt weder giftige noch gefährliche frei lebende Tiere.


Nicht umsonst ist Kaninchen (maltes. "fenek"), gebraten, gebacken oder im Teigmantel das inoffizielle Nationalgericht der Malteser!


Im Gegensatz zu der recht kargen Natur auf dem Festland ist die Meereswelt, die die Inseln umgibt, sehr vielfältig. Das Wasser hat hier eine besonders gute Qualität und es gibt hier noch Fisch- und Pflanzenarten, die in weiten Teilen des Mittelmeeres nicht mehr vorhanden sind!


Malta gilt auch unter Tauchsportbegeisterten als beliebtes Ziel.

Zahlreiche Unterwasserhöhlen können erforscht werden. Manchmal werden die Fischerboote sogar von Delphinen begleitet.



 

[Wusstest Du...?] … woher die Stadt Valletta ihren Namen haben?

Die Vorfahren, des ehrwürdigen Großmeister Jean Parisot de la Vallette baute nach der großen Belagerung die Festungsstadt Valletta.


Sie war die erste auf dem Reißbrett geplante Stadt Europas.

 

 

[Wusstest Du...?] … woher der Fungus Rock, der kleine Felsen in der Dwejra Bay, seinen Namen hat?

Er bekam ihn von meinen Vorfahren, den Malteser Rittern, wegen einer seltsamen roten Pflanze, die sie zur Behandlung gegen Blutkrankheiten einsetzten.


Damals war das Betreten des Felsens bei Todesstrafe streng verboten!


Heute weiß man, dass die Pflanze leider weder Heilkräfte besitzt noch ein Pilz ist.

 

 

Quelle: VisitMalta